Wacker Burghausen wirft Haching raus und holt Trainer Mölzl

Christoph Rech,der das Tor des Abends erzielte, jubelt über den Wacker-Sieg. Butzhammer
+
Christoph Rech,der das Tor des Abends erzielte, jubelt über den Wacker-Sieg. Butzhammer

Pokalüberraschung in Burghausen: Der SV Wacker hat am Mittwochabend den favorisierten Regionalliga-Primus SpVgg Unterhaching im Viertelfinale des Totopokals eliminiert.

Die Mannschaft von Trainer Stanley König setzte sich durch einen Treffer von Christoph Rech (14.) mit 1:0 durch und trifft nun im Halbfinale auf den Sieger der Partie SpVgg Erlangen gegen Sturm Hauzenberg.

„Mich freut es unheimlich für die Mannschaft. Ich habe sie in dieser Saison noch nie mit so viel Herzblut spielen sehen. Dazu habe ich ihr gratuliert“, zeigte sich Trainer Stanley König happy und betonte: „Ich freue mich sehr, dass ich diese Mannschaft aktuell trainieren darf.“

Das ist aber nur noch am Wochenende so der Fall, denn ab nächster Woche übernimmt Patrick Mölzl. Der 36-Jährige steht am Samstag in der Bayernliga-Partie gegen den TSV Landsberg letztmalig bei seinem aktuellen Verein SV Kirchanschöring in der Verantwortung und steigt ab nächster Woche als hauptamtlicher Trainer in Burghausen ein.

Stanley König, der am Samstag beim Auswärtsspiel in Hof noch mal auf dem Burghauser Cheftrainersessel Platz nimmt, rückt dann wieder ins zweite Glied und wird zusammen mit Ronald Schmidt weiter als Co-Trainer fungieren. Beim SV Kirch anschöring übernimmt auf jeden Fall bis zum Saisonende der bisherige Co-Trainer Dominik Hausner (37) die Verantwortung. „Ich habe das am Donnerstagmorgen mit Rudi Gaugler besprochen, um das sauber abzuwickeln“, so Mölzl. Dass sich die „Begeisterung“ beim Sportlichen Leiter der Gelb-Schwarzen in Grenzen gehalten hat, war Mölzl klar: „Ist ja nachvollziehbar, aber es war von Anfang an so vereinbart, dass ich bei einem entsprechenden Angebot gehen kann. Auch wenn jetzt der eine oder andere auf mich sauer sein sollte, stehe ich zu der Entscheidung.“ Sein Debüt als Burghauser Chefcoach gibt Mölzl dann bereits am Freitag in einer Woche beim Derby in Buchbach: „Bis dahin wird sich nicht viel ändern, der Trainingsplan bleibt so, wie er für nächste Woche vereinbart wurde.“

Sowohl Burghausen als auch Mölzl sehen darin nur Vorteile, dass die Trainerfrage so frühzeitig geklärt werden konnte. „Der neue Coach hat jetzt die Gelegenheit die Spieler näher kennenzulernen, mit der Mannschaft zu arbeiten. Und die Spieler wissen jetzt, wer nächste Saison das Sagen hat und können dementsprechend planen“, erklärt Burghausens Pressesprecher Robert Hettich. Mölzl sieht’s ähnlich: „Angesichts des Umbruchs in Burghausen ist es für alle Beteiligten gut, dass die Baustelle rechtzeitig geschlossen wurde. Beide Seiten gehen somit nicht blitzeblank in die neue Saison, sondern können sich kennenlernen.

SV Wacker Burghausen: Eiban, Moser, Hofstetter, Rech, Wächter, Knochner, Duhnke (ab 71. Fritscher), Hingerl (72. Bann), Burkhard, Kindsvater (ab 83. Subasic), Tsoumou.

Tor:0:1 Rech (14.).

Schiedsrichter: Emmer (Passau).

Zuschauer: 1200. mb

Kommentare