Wacker Burghausen wartet seit drei Jahren auf einen Sieg: 1860 ist nicht der Lieblingsgegner

Im Hinspiel gegen Burghausen durften die Roten aus Rosenheim jubeln. Buchholz

Bei welchem Team geht zum Rückrundenstart in der Fußball-Regionalliga Bayern endlich der Knopf auf? Der SV Wacker Burghausen wartet seit fünf Runden auf einen Sieg, der TSV 1860 Rosenheim hat vier Spieltage lang keinen Dreier mehr einfahren können.

Roenheim/Burghausen – Es ist also schon ein kleines Krisenderby, wenn die langjährigen Rivalen aus Burghausen und Rosenheim in der Fußball-.Regionalliga Bayern am Samstag um 14 Uhr in der Wacker-Arena die Klingen kreuzen.

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Beim Start siegte 1860 Rosenheim 4:2

„Wir wollen das Derby unbedingt gewinnen“, sagt Burghausens Teammanager Karl-Heinz Fenk, wohl wissend, dass sich Wacker in der jüngeren Derby-Vergangenheit oft schwer getan hat. Beim Saisonstart hat sich Burghausen in Rosenheim mit dem 2:4 gleich eine blutige Nase geholt, eine Niederlage, die die bislang komplizierte Saison schon etwas vorwegnahm.

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Zwei Ex-Rosenheimer bei Burghausen

Der letzte Burghauser Sieg gegen die roten Sechziger datiert vom 23. Oktober 2016, als das Team des damaligen Trainers Uwe Wolf nach Toren von Muhamed Subasic und Benji Kindsvater mit 2:1 im Jahnstadion gewann. Für den Treffer der Gastgeber sorgte vor ziemlich genau drei Jahren Sascha Marinkovic, der ja dann nach der Saison an die Salzach wechselte und mittlerweile beim Tabellenzweiten Bayreuth unter Vertrag steht.

Aktuell gehören mit Philipp Maier und Andrija Bosnjak zwei Ex-Rosenheimer zum Team von Trainer Wolfgang Schellenberg, der nach seiner Grippe erstmalig wieder am Donnerstag das Training leiten konnte. Auf der anderen Seite kehrt bei den Gästen mit Moritz Moser der einzige Ex-Burghauser nach abgelaufener Gelbsperre ins Team zurück. Dagegen muss Kapitän Chris Wallner wegen seiner Sehnenverletzung, die er sich vor 14 Tagen gegen Greuther Fürth II zugezogen hat, bis zum Frühjahr pausieren. Neben Robert Köhler (Entzündung im Mittelfuß) dürfte auch Korbinian Linner nach seiner Platzwunde aus dem Buchbach-Spiel fehlen.

Wacker-Sorgen in der Innenverteidigung

Das Sorgenkind bei den Gastgebern ist am Samstag ganz eindeutig die Innenverteidigung: Kapitän Kevin Hingerl muss nach der fünften Gelben passen, Christoph Buchner hat sich in Fürth einen Haarriss am Muskelansatz im Beckenknochen zugezogen und muss wohl 14 Tage pausieren. Auch hinter Lukas Aigner steht nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch ein dickes Fragezeichen, so dass wohl Philipp Maier und Alexander Mankowski die Innenverteidigung bilden müssen. Eine weitere Option wäre Keanu Wohlfahrt, der in dieser Saison aber noch keinen Einsatz zu verzeichnen hat. Maier fehlt bei erstgenannter Variante zwar im Mittelfeld, da aber Muhamed Subasic nach seiner Grippe wieder fit ist, kehrt fürs Zentrum, das zuletzt unter dem Motto „Jugend forscht“ stand, viel Routine in die Mannschaft zurück. Mathis Lange, Thorsten Nicklas, Marius Duhnke und Christoph Schulz sind hingegen noch kein Thema.

Hinspiel ist noch im Hinterkopf

„Natürlich haben wir das Hinspiel noch im Hinterkopf und auch die letzten Spiele, in denen wir uns gegen Rosenheim immer schwer getan haben. Aber das ist Schall und Rauch von gestern“, so Fenk, während Gästecoach Thomas Kasparetti erklärt: „Wir wollen den November für uns nützen, möglichst viele Punkte sammeln, uns damit einen Vorteil fürs Frühjahr verschaffen und mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen.“ Um dies zu erreichen, wurden Trainingsintensität und -umfang zuletzt noch einmal erhöht. „Die Jungs haben die Situation hervorragend angenommen und ziehen gut mit“, so der Coach, der hofft wenigstens im zweiten Derby in Folge nach dem 0:2 in Buchbach punkten zu können: „Momentan ist die Stimmung in Burghausen nicht so gut. Ich hoffe, dass wir diese Situation zu unseren Gunsten nützen können. Wir werden auf Sieg spielen.“

„Stimmung ist nicht überragend“

Von schlechter Stimmung will Fenk freilich nichts wissen: „Nach fünf Spielen ohne Sieg ist die Stimmung zwar nicht überragend, aber auch nicht so schlecht, dass man sich Sorgen machen muss. Im Verein und bei den Verantwortlichen ist alles weiterhin ruhig. Jetzt hoffen wir, dass wir den Bock gegen Rosenheim umstoßen können.“ mb

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