Die Vorfreude auf das Derby ist groß

Beim SV-DJK Kolbermoormuss man auf Carlos Zapata verzichten, der nach Kolumbien zurückgekehrt ist. Erlich

Kolbermoor – Für die heimischen Tischtennisteams stehen an diesem Wochenende richtungsweisende Begegnungen auf dem Programm.

Im Mittelpunkt steht das Derby der Herren beim SV-DJK Kolbermoor, wenn der Aufsteiger den SB/DJK Rosenheim erwartet.

Man muss schon sehr weit in den Annalen zurückblättern, um ein Derby zwischen dem Kolbermoor und Rosenheim zu finden. Nun aber ist es am morgigen Samstag endlich wieder einmal so weit: In der Verbandsoberliga der Herren laufen sich beide Mannschaften ab 14 Uhr über dem Weg. Auf wenn man seitens des Gastgebers künftig auf Carlos Zapata, der in sein Heimatland Kolumbien zurückkehrt, verzichten muss, so hält man sich immer noch stark genug, diese Begegnung zu gewinnen. Während der Aufsteiger aber nicht unter Druck steht, sieht die Situation beim SBR ein wenig anders aus. „Wir freuen uns zwar auf diese Begegnung, brauchen aber die zwei Zähler dringend, da wir am Tabellenende stehen. Favorit ist Kolbermoor, aber jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden“, äußert sich Kapitän Wolfgang Hundhammer.

Für den Aufsteiger ist die Begegnung morgen gegen den SBR aber nicht das einzige Thema: Ab 18 Uhr muss man nochmals ran. Dann heißt der Gegner TV Dillingen. „Die sind gut“, war mehrheitlich aus dem Kolbermoorer Lager zu hören. Der Tabellendritte hat tatsächlich bislang eine überzeugende Leistung abgeliefert. Kolbermoors Herren müssen sich warm anziehen, hoffen aber auch hier auf einen Sieg.

Auch Bad Aiblings Herren greifen morgen nach 14-tägiger Pause wieder in das Spielgeschehen ein. Sie erwarten ab 19 Uhr die DJK Altdorf und sind optimistisch gestimmt. „Wir spielen in Bestbesetzung, denn Jose Eduardo Lizarazu steht wieder zur Verfügung. Nachdem wir in letzter Zeit negativ überrascht haben, wollen wir nun positiv überraschen und den Tabellenführer ärgern“, sagt Kapitän Hans Wiesböck.

„Die anderen Mannschaften nehmen sich die Punkte gegenseitig weg. Da würde es nicht so viel ausmachen, wenn wir auch einmal ein Spiel verlieren“, sagte Kolbermoors Drittliga-Coach Boris Pranjkovic vor der Sonntagsbegegnung seiner Tischtennis-Damen beim TV Hofstetten. So weit will man es aber nicht kommen lassen. Dennoch ist man gewarnt, wird der Tabellenvierte doch mit hoher Wahrscheinlichkeit Franziska Schreiner einsetzen. Deutschlands Top-Mädchen-Spielerin, die heuer unter anderem mit der Mannschaft Europameisterin wurde, wird sich einen Einsatz vor eigener Kulisse wohl nicht entgehen lassen – wohlwissend, dass sie auf Naomi Pranjkovic treffen wird, mit der sie in der vergangenen Woche im Leistungszentrum in Düsseldorf gemeinsam trainierte. „Wir müssen zwar auf Krisztina Toth verzichten, trotzdem haben wir gute Chancen für ein Unentschieden“, so Boris Pranjkovic.

Kolbermoors Verbandsoberliga-Damen stehen zwar noch auf einem Abstiegsplatz, möchten dies aber morgen ändern. Dazu nötig sind zwei Punkte, die man beim TSV Zorneding holen will. Bei einem Sieg wäre man sofort wieder mittendrin, steht doch aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga der Tabellenvierte TSV Ottobrunn nur zwei Pluspunkte vor Kolbermoors Quartett.

Eben dieses Ottobrunner Team ist nicht nur im Visier der Kolbermoorer Damen, sondern auch in dem des TV Feldkirchen. Der Tabellensechste muss sich morgen ab 19 Uhr mit den Spielerinnen um die Ex-Kolbermoorerin Petra Kaffl ausei nandersetzen und hofft, etwas Zählbares zu erzielen. Das Problem: Die Gäste haben vier routinierte Akteurinnen in ihren Reihen, gegen die es außerordentlich schwer werden dürfte, zu bestehen.

Vor einer schweren Aufgabe stehen Feldkirchens Verbandsoberliga-Mädchen, wenn sie morgen beim FC Bayern München zu Gast sind. Ein Vergleich der beiden Teams, die beide jeweils vier Minuspunkte auf dem Konto haben, zeigt, dass die Bilanzen des TVF-Quartetts besser sind. eg

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