Niederlage in Deggendorf abhaken

Vor dem Starbulls-Heimspiel gegen Lindau: Trainer John Sicinski verlangt mehr Konzentration

Da fehlte nicht viel und Curtis Leinweber hätte seinen Penalty verwandelt.
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Da fehlte nicht viel und Curtis Leinweber hätte seinen Penalty verwandelt.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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Da war mehr drin für die Starbulls Rosenheim als ein Punkt bei der 5:6-Auswärtsniederlage in Deggendorf. Die Gastgeber holten sich im Penaltyschießen den Zusatzpunkt, weil die Starbulls-Eishockeyspieler vorher Tugenden vermissen ließen, die sie zuletzt auszeichneten.

Rosenheim – „Das Spiel ist abgehakt, ich blicke nur nach vorne und bereite mich mit meinem Team auf das Heimspiel gegen Lindau vor“, erklärte Starbulls-Coach John Sicinski auf Nachfrage zum Mittwoch-Spiel in Deggendorf. Was Sicinski von der Leistung seines Teams bei der 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen hielt, übermittelte er leicht angesäuert bereits in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Disziplin, Konzentration und Köperspiel fehlten

Ihm fehlten vor allem in der Anfangsphase Leistungsmerkmale, für die sein Team steht: Disziplin, Konzentration, Körperspiel, schnelle Pässe. Das alles zeigten die Rosenheimer im ersten Drittel kaum und erst nach einem verdienten 1:3-Rückstand wachten die Starbulls auf. Das wiederum sah auch der Starbulls-Coach positiv: „Ich kann nicht sagen, dass meine Spieler nicht gekämpft haben. Wir haben ja sogar 5:4 geführt, aber in viele Situationen des Spiels hat vor allem die Konzentration gefehlt. Das muss am Freitag im Heimspiel gegen Lindau und am Sonntag in Füssen deutlich besser werden.“

Der Treffer zum 5:5-Ausgleich für Deggendorf: Erik Gollenbeck verwandeltze einen Abpraller aus kurze Distanz. Roland Rappel

Oft fehlte auch das notwendige Glück

Vor allem bei den Gegentoren zeigten sich die Rosenheimer oft schlafmützig, davon abgesehen, dass der 0:1-Rückstand „ein Geschenk war“, wie Sicinski den Fehler von Andreas Mechel nannte. Aber auch der Starbulls-Keeper steigerte sich im Spieleverlauf wie das gesamte Team – die Rosenheimer hätten mehr als nur einen Punkt verdient gehabt. Aber weder bei einem Pfostenschuss noch bei Chancen in der Overtime und auch im Penaltyschießen war das Glück auf Rosenheimer Seite.

Enrico Henriquez wollte den Penalty mit der Rückhand verwandeln, aber Deggendorfs Keeper Hufsky fischte sich den Puck mit der Fanghand.

Den Penalty von Enrico Henriquez, der zum Spieler des Spiels auf Rosenheimer Seite gewählt wurde, fischte sich Deggendorfs Keeper Hufsky mit der Fanghand, Curtis Leinweber brachte den Puck nicht über den Schoner des fast ausgespielten Keepers und Tobias Meier stolperte beim Schussversuch. Es war einfach ein gebrauchter Abend für die Rosenheimer, die wenigstens noch einen Punkt mitgenommen haben.

Zweimal nur knapp gegen Regensburg verloren

Im Freitag-Heimspiel gegen Lindau (19.30 Uhr) fordert Trainer Sicinski mehr Konzentration von seinen Spielern ein, weil es sonst eine böse Überraschung geben könnte. Lindau verlor zuletzt zweimal nur knapp (1:2, 3:4) gegen den Tabellenzweiten Regenburg und gewann vorher vier Spiele (Höchstadt, Weiden, Peiting, Füssen) am Stück. Warnung genug für die Rosenheimer, die sich gerade in solchen Spielen eigentlich nur selb t schlagen können.

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Das gilt auch für das Auswärtsspiel am Sonntag, 18 Uhr, in Füssen. „Die werden uns wie im Heimspiel unter Druck setzen wollen. Wenn wir da die Scheibe nicht schneller und genauer spielen als in Deggendorf, wird es schwierig für uns“, warnt der Starbulls-Coach.

Am Dienstag Revanche gegen Deggendorf

Bereits am Dienstag empfangen die Grün-Weißen um 19.30 Uhr den Deggendorfer SC zur Revanche. Sämtliche Spiele werden live via Internet übertragen (www.sprade.tv).

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