Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Corona-Erkrankung im Februar

Von Corona ausgebremst: Skilangläufer Katz will zurück in den Leistungssport

Der Skilanglauf ist seine große Leidenschaft: Andreas Katz hofft, dass er die Nachwirkungen einer Corona-Erkrankung bald überwunden hat und dann wieder „durchstarten“ darf.
+
Der Skilanglauf ist seine große Leidenschaft: Andreas Katz hofft, dass er die Nachwirkungen einer Corona-Erkrankung bald überwunden hat und dann wieder „durchstarten“ darf.

Eine Corona-Erkrankung warf Skilangläufer Andreas Katz im Februar weit zurück. Ans Aufgeben denkt der Athlet vom Stützpunkt Ruhpolding aber nicht und will „ auf jeden Fall gerne weitermachen.“

Ruhpolding – „Noch einmal so richtig angreifen“ wollte Skilangläufer Andreas Katz (SV Baiersbronn) vom Stützpunkt Ruhpolding in dieser Saison. Das klappte letztlich nicht so wie gewünscht – auch wegen gesundheitlicher Rückschläge. Doch davon will sich der 34-Jährige nicht beirren lassen: „Ich würde auf jeden Fall gerne weitermachen“, stellt er klar, dass die „Faszination Langlauf“ für ihn immer noch so groß ist, dass er mit vollem Einsatz trainieren will.

Das war für ihn mehrere Wochen nicht mehr möglich. „Ich hatte Anfang Februar Corona. Seitdem hänge ich etwas durch“, berichtet er. Zunächst musste er ohnehin zehn Tage in Quarantäne verbringen, „aber auch danach gingen die Probleme mit der Atmung und dem Husten nicht weg. Ich hätte nicht gedacht, dass man so lange ausfallen kann“ – zumal Katz und die anderen Langläufer ohnehin strikte Vorsichtsmaßnahmen einhalten, um sich nicht zu infizieren.

Sportverbot nach schlechtem Leistungstest

Doch nun erwischte es ihn dennoch. Aus Sorge um seine Gesundheit ließ Katz sogar ein Herz-MRT machen. Bei einer Nachuntersuchung an der TU München stellt sich heraus. „dass meine Werte insgesamt nicht so gut waren – besonders bei der Atmung.“ Auch ein Leistungstest fiel schlecht aus, daher folgte ein Sportverbot für ihn bis Mitte April. Im Alltag kommt er inzwischen gut zurecht, „es geht schon mit Cortison und so weiter. Am Anfang habe ich mich sehr müde und kaputt gefühlt, das hat sich wieder gebessert.“

Mehr Nachrichten aus dem Regionalsport finden Sie hier.

Ausfall bei der Tour de Ski

Schon in der Vorbereitung auf die vergangene Saison hatte ihn ein Radsturz mehrere Trainingswochen gekostet. Das war wohl mit ein Grund dafür, dass er nach starkem Saisonstart, mit dem er sich die Rückkehr in den Weltcup erarbeitet hatte, in ein Formtief geriet. „Im November und Dezember lief es wirklich gut, da habe ich alle Hürden bis zum Weltcup genommen. Dann hatte ich den Ausfall bei der Tour de Ski – danach war der Wurm drin“, zieht er Bilanz.

Bei der Tour hatte er nach dem Sprint-Prolog – Katz ist Distanz-Spezialist – schon von einem hinteren Rang aus das erste Distanzrennen aufnehmen müssen. Dort ließ er sogar einige Konkurrenten hinter sich – doch für die Qualifikation zu den weiteren Rennen darf der Zeitabstand zum Sieger einen gewissen Prozentsatz nicht überschreiten. Bei Katz war die Abweichung geringfügig zu groß – und damit die Chance dahin, sich auf den weiteren Etappen gut präsentieren zu können. Es folgte die Corona-Erkrankung.

Zwei abgeschlossene Ausbildungen und tolle sportliche Leistungen

Der 34-Jährige hat durchaus schon für die Zeit nach seiner sportlichen Karriere einige Vorbereitungen getroffen. Er hat sowohl eine Ausbildung zum Bürokaufmann als auch eine Ausbildung zum Technischen Kommunikations-Assistenten abgeschlossen.

Auch sportlich hat er schon Beachtliches geleistet: „Ich war ja schon bei der WM und bei Olympia“, verweist er darauf, dass er unter anderem 2018 bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) und 2019 bei der WM in Seefeld gut mitgemischt hatte. Unter anderem war er jeweils Sechster mit der deutschen Staffel geworden – und bei der U-23-WM 2010 in Hinterzarten hatte der Wahl-Ruhpoldinger sogar Bronze geholt.

Katz lebt und trainiert bereits seit 2007 in Ruhpolding. Dort wohnt er inzwischen mit seiner Freundin zusammen und will auch dann bleiben, wenn seine Karriere als Leistungssportler einmal enden sollte.

Voller Einsatz, wenn es wieder möglich ist

Eine Karriere als Profitrainer hat er eher nicht im Sinn. Zwar hat der 34-Jährige die DOSB-A-Lizenz – das ist die höchste Lizenzstufe des DOSB – aber die Ausbildung zum Diplomtrainer strebt er nicht an. „Ich überlege eher, Sportwissenschaften zu studieren.“ Einerseits könnte man damit an einem Stützpunkt als Sportwissenschaftler eingesetzt werden, andererseits aber „unter anderem in Rehabetrieben arbeiten.“ Doch das sollte nach seiner Ansicht noch etwas warten. Katz will seine Karriere als Leistungssportler noch fortsetzen – „aber das hängt noch von den Planungen im Verband ab.“ Katz jedenfalls wäre bereit dazu, wieder vollen Einsatz zu zeigen – sobald er wieder richtig Sport treiben darf.who

Mehr zum Thema

Kommentare