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„Mister Zuverlässig“ verabschiedet sich

Von Buchbach nach Melbourne: Was Fußballer Marco Rosenzweig vier Jahre in Australien macht

Zum Abschied überreichte Georg Hanslmaier Marco Rosenzweig sein Trikot mit der Nummer 6.
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Zum Abschied überreichte Georg Hanslmaier Marco Rosenzweig sein Trikot mit der Nummer 6.
  • VonMichael Buchholz
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Beim Saisonfinale und dem überraschenden 5:2-Sieg gegen Meister Bayreuth stand er noch auf dem Platz, ein paar Tage später saß Buchbachs Regionalliga-Fußballer Marco Rosenzweig schon im Flugzeug Richtung Australien.

Buchbach – Beim TSV Buchbach war er der absolute Mister „Zuverlässig“: Defensiv-Allrounder Marco Rosenzweig stand in der abgelaufenen Regionalliga-Saison in allen 38 Spielen in der Startformation der Rot-Weißen und reißt mit seinem Abgang eine gewaltige Lücke in den Kader des Kult-Clubs.

Es geht um Luft- und Raumfahrttechnik

Beim überraschenden 5:2 gegen Meister Bayreuth zum Saisonfinale war der 26-Jährige noch 90 Minuten in der SMR-Arena im Einsatz, am Mittwochmittag saß „Rose“, wie er in Buchbach genannt wurde, bereits im Flugzeug nach down under.

Und genau darum geht es nämlich: Um Luft- und Raumfahrttechnik, das Thema, das Rosenzweig zusammen mit Fußball am meisten interessiert. „Vor ungefähr einem Jahr hat mir der Professor, bei dem ich meine Masterarbeit geschrieben habe, eine Promotionsstelle in Melbourne angeboten“, erzählt der Master of Science der Fachrichtung Aerospace.

Das Abenteuer Australien

Nach sorgfältiger Abwägung hat sich Rosenzweig dann für das Abenteuer Australien entschieden: „Das wird ziemlich die gleiche Gruppe von etwa 15 Leuten, mit der ich schon meine Masterarbeit geschrieben habe. Es geht hier vor allem um Grundlagenforschung zur Optimierung und Effizienzsteigerung von Flugzeug-Triebwerken. Wir forschen nicht an alternativen Antrieben, sondern wollen mit Supercomputern Strömung simulieren, um zu sehen, wo Verluste entstehen. Grob gesagt, wollen wir bewährte Technik verbessern, den Spritverbrauch reduzieren und die Umweltbelastung reduzieren.“

Abschied ist nicht leicht gefallen

Der Abschied vom TSV Buchbach, für den er seit 2018 93 Regionalligaspiele bestritten hat, ist Rosenzweig nicht leichtgefallen: „Nach einem Knorpelschaden war klar, dass ich aus der 3. Liga in Unterhaching Abschied nehmen musste und Buchbach war da für mich die perfekte Lösung. Ich bin dort gleich super aufgenommen worden und hatte eine echte gute Zeit. Gerade in den letzten beiden Jahren habe ich dort auch viel taktische Einblicke bekommen.

Den Fußball will ich auch in Australien nicht missen und werde da mal ausloten, wie das Niveau in der 2. oder 3. Liga ausschaut, aber das lasse ich noch auf mich zukommen.“ Jetzt geht es erst mal um den Start in die neue Berufswelt, da geht es nämlich schon am 1. Juni los: „Ich habe mit meinem Professor extra vereinbart, dass ich die Saison hier noch zu Ende spielen kann, aber der 1. Juni war dann auch der spätmöglichste Termin, um noch in der Gruppe an der Uni anfangen zu können.“

„Wichtige Stütze und toller Mensch“

„Mit Marco verlieren wir nicht nur eine extrem wichtige Stütze der Mannschaft, sondern auch einen tollen Menschen. Vertragsverhandlungen mit Rose haben ungefähr 45 Sekunden gedauert. Er hat gewusst, was er will, wir haben gewusst, was wir wollen. Danach haben wir uns noch zusammengesetzt und eine halbe Stunde über Fußball geredet“, plauderte Buchbachs Abteilungsleiter Georg Hanslmaier am Samstag bei der Verabschiedung aus dem Nähkästchen.

Vier Jahre hat Rosenzweig nun in Australien Zeit, um zu promovieren, danach hoffen die Rot-Weißen aber darauf, dass ein gewisser Dr. Rosenzweig wieder in der Kaderliste auftaucht.

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