Volleyballer in der Warteschleife: Mühldorfer Zweitligisten müssen sich wegen Corona gedulden

Hoch hinaus wollen die Mühldorfer Volleyballer in dieser Saison, in der sie zum ersten in der Geschichte der Abteilung in der 2. Bundesliga aufschlagen werden. Gegen den Bundesligisten aus Ried im Innkreis, waren die Mühldorfer.
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Hoch hinaus wollen die Mühldorfer Volleyballer in dieser Saison, in der sie zum ersten in der Geschichte der Abteilung in der 2. Bundesliga aufschlagen werden. Gegen den Bundesligisten aus Ried im Innkreis, waren die Mühldorfer.

Bundesliga-Debüt lässt auf sich warten: Der Saisonstart ist wegen des bestehenden Wettkampfverbots erst einmal verschoben worden. Derweil testen die Schützlinge von Trainer Michi Mayer in Österreich. Allerdings ohne Fabian Liemer – er hat sich am Sprunggelenk verletzt

Von Josef Enzinger

Mühldorf – Sie trainieren seit Wochen, hängen sich mächtig rein, scharren schon mit den Hufen – und werden doch wieder vertröstet. Denn aktuell gibt es in Bayern wegen der Corona-Pandemie nach wie vor ein Wettkampfverbot. Und dieses trifft auch die frisch aufgestiegenen Aufsteiger in die 2. Volleyball-Bundesliga vom TSV Mühldorf. Der eigentliche Saisonstart war für den 12. September anberaumt. SV Schwaig sollte der Gegner in der heimischen Halle sein. Doch weil nach derzeitigem Stand die Staatsregierung erst ab dem 19. September neue Lockerungen im Sport angekündigt hat, wurde diese Partie schon vor einigen Tagen verlegt. Neuer Termin ist nun der 17. Oktober.

Am 19. September gegen die „Baden Volleys“ vom SSC Karlsruhe – oder doch nicht?

Mit der am Dienstag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verkündeten Lockerungen im Bereich des Amateursports schöpfen auch die Mühldorfer Volleyballer neue Hoffnung auf einen baldigen Ligastart. Doch Mühldorfs Trainer Michi Mayer will sich noch nicht darauf verlassen, dass das Spiel am 19. September gegen die „Baden Volleys“ vom SSC Karlsruhe tatsächlich über die Bühne gehen kann. „Das ändert sich ja fast täglich“, bleibt Mayer skeptisch.

Derweil lediglich Testspiele, zuletzt gegen den Bundesligisten aus Ried im Innkreis

Also bleibt den Mühldorfern derzeit nur die Möglichkeit, sich in Testspielen auf Betriebstemperatur für das Abenteuer 2. Bundesliga zu bringen. Zuletzt testete die Truppe von Trainer Mayer in Österreich. Zum Test fuhr die Truppe am Samstag zum österreichischen Bundesligisten UVC Weberzeile Ried im Innkreis. „In deren Spielhalle konnten wir den ersten Satz für uns entscheiden, doch in den Durchgängen zwei bis fünf waren die letztjährigen Liga-Halbfinalisten und Challenge-Cup-Teilnehmer zu stark“, fasst Mannschaftssprecher Fabian Bartsch den Ausflug in die Alpenrepublik zusammen. Von einem Spiel auf einem hohen Level ist die Rede, die ja wichtig seien für das Mühldorfer Team, um sich an das Niveau der 2. Bundesliga schnell anzupassen.

Trainer Mayer will den Nachwuchs an die Mannschaft heranführen

Und Michi Mayer zeigte sich zunächst auch sehr zufrieden mit der mannschaftlichen Leistung. „Der erste Satz war prima. Und das, obwohl Neuzugang David Fecko – er war im Training umgeknickt – nicht dabei war und Nachwuchsspieler Kilian Nennhuber auf der für ihn ungewohnten Position des Mittelblockers spielen musste.“ In den weiteren Durchgängen jedoch haben die Mühldorfer dann den Faden verloren, „und wir haben ihn nicht mehr gefunden“, so Mayer. Vor allem an Durchschlagskraft fehlte es den Mühldorfern in der Folgezeit. „Von fünf Bällen war nur einer tot – das ist einfach zu wenig“, resümiert Mayer, der in der folgenden Spielzeit vermehrt auf den Nachwuchs des TSV Mühldorf setzen wird.

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Zied Chalgmi soll die Außenposition verstärken

Nach dem Neuzugang David Fecko gelang es, den Mühldorfern Zied Chalgmi an Land zu ziehen. Der 32-Jährige spielte in der vergangenen Saison noch beim TSV Unterhaching in der zweiten Liga und soll beim TSV Mühldorf in der folgenden Saison über die Außenannahmeposition Akzente setzen. Tom Brandstetter ist auf dieser Position gesetzt, Hauke Ferch ist die weitere Option auf dieser Position neben den beiden Youngstern Kilian Nennhuber (Jahrgang 2004) und Fritz Vähning (2006). „Unsere beiden Nachwuchsspieler steigern sich von Woche zu Woche“, sieht Trainer Mayer riesiges Potenzial in den beiden Nachwuchsspielern.

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Tim Aust vom TSV Grafing soll Zuspielerposition besetzen

Ein Nachwuchsspieler de TSV Grafing ist es, der die vakante Position des zweiten Zuspielers besetzen soll, nachdem der altgediente Zuspieler Lars Rommel (36 Jahre) das Team in Richtung Berlin verlassen hatte. Tim Aust, Beach-Partner von Kilian Nennhuber, der die Eliteschule des Sports in München besucht, soll das Team bereichern, ebenso wie Youngster Jonas Zusann (Jahrgang 2002), der schon in der vergangenen Saison Erfahrung in Mühldorfs erster Mannschaft sammeln durfte.

Fabian Bartsch wechsel auf die Diagonalposition

Mühldorfs Leistungsträger Fabian Bartsch wechselt auf die Diagonalposition, nachdem das Engagement von Nelson nicht verlängert worden war. Einziger Wermutstropfen in der Vorbereitungsphase: Bartsch wird in der Startphase der 2. Bundesliga auf sich allein gestellt bleiben. Denn die zweite Option auf der Diagonalposition, Fabian Liemer, ist im Training umgeknickt, scheidet wohl wegen eines Bänderisses im rechten Fußgelenk einige Wochen aus.

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