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Bei der 1:3-Niederlage

Wieder dreht Böhme auf: Mühldorfs Volleyballer scheitern auch an Gothas Diagonalspieler

Leo Tille durfte wieder als Libero ran: Gotha jedoch schlug geschickt auf, ließ nicht viele Situationen zu, damit sich Mühldorfs Top-Annahmespieler profilieren konnte.
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Leo Tille durfte wieder als Libero ran: Gotha jedoch schlug geschickt auf, ließ nicht viele Situationen zu, damit sich Mühldorfs Top-Annahmespieler profilieren konnte.

Mit dem TSV Mühldorf trat die kleinste Mannschaft gegen die größte der 2. Volleyball-Bundesliga an. Und Gotha kassierte wie schon in den beiden Spielen vorher die drei Punkte ein.

Mühldorf  – Aller guten Dinge sind drei. Das hatte Jonas Kronseder, der Trainer der Blue Volleys vom VC Gotha, vor dem Spiel der 2. Volleyball-Bundesliga noch proklamiert. Und obwohl er beim Gastspiel in Mühldorf gleich auf sechs Spieler - verletzt und coronabedingt - verzichten musste, sollte er Recht behalten. Mit einem Rumpfteam aus Thüringen zum Zweitliga-Spieltag nach Mühldorf angereist spielte Gotha eine beeindruckende Partie, besiegte am Ende dann auch verdient mit 3:1 das Mühldorfer Team (18:25, 25:15, 25:21, 25:20).

Die kleinste gegen die größte Mannschaft

Harte Aufschläge und ein schnelles Kombinationspiel am Netz. Gegen die langen Spieler des VC Gotha bedurfte es schon einer besonderen Taktik, um mithalten zu können. Denn mit dem TSV Mühldorf trat am Samstagabend die kleinste Mannschaft gegen die größte, die Blockstärke der Gäste kannte man bereits aus dem Vorbereitung bei einem Turnier in Gotha, aus dem Hinspiel und vom unglücklichen Pokal-Aus der Mühldorfer. Vom 6,20 -Meter-Block, spricht Mühldorfs Cheftrainer Heiko Roth, wenn er auf die Spielerliste der Gothaer blickt.

Roth hatte Lehren aus der Partie des TSV in der Vorwoche gegen den FT Freiburg gezogen, ließ Leo Tille im dunkelblauen Trikot des Liberos auflaufen. Kilian Nennhuber, der etatmäßige Abwehrstratege bei den Innstädtern, sollte als Alternative über die Außenannahmeposition ran. Und Felix Schinko, der an diesem Tag bereits mit der Landesliga-Mannschaft des TSV auf Punktejagd gegangen war, sollte anstelle von Tille der Ersatz für Zuspieler Alex Brandstetter sein.

Zunächst ging die Rechnung auf

Zunächst ging die Rechnung auch auf. Tille brillierte gleich zu Beginn mit einer schier unmöglichen Rettungsaktion gegen eine Gothaer Mannschaft, die in Ermangelung von Spielern den 2,05 Meter großen Erik Niederlücke das Libero-Trikot übergestreift hatten. Mühldorf machte ordentlich Druck im Aufschlag, Gotha nahm unpräzise an, teilweise landeten deren erste Bälle auf der Seite die Mühldorfer, die solche Gastgeschenke gerne annahmen und schnell mit 10:6 in Führung gingen. Gotha versuchte zwar beim Service zunehmend Leo Tille aus dem Spiel zu nehmen, in der Abwehr war der Mühldorfer dafür umso wacher und tauchte einige Bälle heraus. Mühldorf hatte frhzeitig Jannis Hopt als schwächsten Annahmespieler ausgemacht, so dass Gothas Trainer Jonas Kronseder schon beim Rückstand von 12:19 reagierte und Ben Bierwisch gegen Hopt einwechselte. Zunächst ohne erkennbaren Erfolg. Das 25:18 deutete einen relativ entspannten Abend für Mühldorf an.

Der gefährliche Linkshänder

Doch da hatten die Mühldorfer die Rechnung ohne Yann Böhme gemacht. Der gefährliche Linkshänder drehte bei einer 6:3-Führung der Gäste nämlich richtig auf. Knallhart und platziert schlug der 2,03 Meter große Diagonalspieler auf, brachte damit sein Team 13:4 in Führung. Mühldorf wehrte sich mit Händen und Füßen, konnte in der Folge zwar mithalten. Aber es fehlte der Killerinstinkt am Netz, wo die Gothaer teilweise einen Drei-Mann-Block stellten. Kilian Nennhuber sollte beim Stand von 4:11 anstelle von Fabian Bartsch neue Akzente setzen. Aber Gotha verwaltete seinen Vorsprung geschickt, bejubelte schließlich ein 25:15.

11:10-Führung im dritten Satz

Gotha blieb aggressiv, setzte den Mühldorfer vor allem im Aufschlag zu. Die Annahmen kamen nicht präzise genug bei Alex Brandstetter an, dem nur die Möglichkeit blieb, seine Außenangreifer zu bedienen, kaum ein Ball, der über die Mitte ging. Immerhin führte Mühldorf im dritten Satz mit 11:10. Doch dann drehte Gotha wieder auf. Diesmal katapultierte Robert Werner seine Aufschläge ins Mühldorfer Feld. Auch sonst setzte Gothas Kapitän entscheidende Akzente im Angriff. Plötzlich lag Gotha mit 18:14 in Führung, auch weil die Mühldorfer an diesem Abend keine einzige der vielen sehenswerten Rallyes gewann. Immer wieder Yann Böhme am Netz, den der Mühldorfer Block einfach nicht in den Griff bekam. Mühldorfs Diagonalspieler Juro Petrusic zeugte ebenso mit einigen sehenswerten Bällen auf, doch zu oft stand Gotha richtig in der Abwehr und holte den Satz mit 25:21.

Die Dominanz am Netz war zu groß

Flo Gschwendtner, der zur Mitte des dritten Satzes für Paul Gehringer über die Mitte gekommen war, sollte frischen Wind im Block bringen. Doch immer wieder ließen die Gothaer den Mühldorfern die körperliche Überlegenheit spüren. Bald schon hatten sich Böhme und Co. einen Vier-Punkte-Vorsprung erspielt (11:7), dem die Mühldorfer nur einmal noch verkürzen konnten (13:15). Kilian Nennhuber sollte anstelle von Fabian Bartsch noch die Annahme verstärken (17:21). Doch gegen die Dominanz am Netz wars chließlich kein Kraut gewachsen, am Ende jubelte Gotha mit 25:20.

Die Mühldorfer haben damit das vierte Spiel in Folge verloren, verharren weiterhin mit 23 Punkten auf Platz neun, punktgleich mit dem Zehnten des VC Dresden. Gotha hingegen rückt bis auf Rang fünf vor. Schlechte Laune ob der verpassten Punkte war nicht zu spüren. Mühldorfs Sportdirektor Paul Brandstetter freute sich, dass die knapp 150 Zuschauer jede Menge spannender Ballwechsel zu sehen bekommen haben. „Ein Top-Spiel!“enk

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