VOLLEYBALL

Trainer fordert „mindestens einen Sieg“ – TSV Mühldorf am Wochenende zweimal auswärts

Eine dunkle Wand vor Augen: Gegen die langen Spieler auf Gothaer Seite tat sich Angreifer Fabian Bartsch zuletzt sehr schwer. Am Sonntag gibt es ein Wiedersehen im Rückspiel.
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Eine dunkle Wand vor Augen: Gegen die langen Spieler auf Gothaer Seite tat sich Angreifer Fabian Bartsch zuletzt sehr schwer. Am Sonntag gibt es ein Wiedersehen im Rückspiel.

0:3 in Grafing, 0:3 gegen Gotha– zwei herbe Dämpfer mussten die Volleyballer des TSV Mühldorf zuletzt in der 2. Volleyball-Bundesliga hinnehmen, nachdem sie zuvor eine Serie von sechs Siegen in Folge hingelegt hatten. Wiedergutmachung ist angesagt, schon alleine aus dem Grund, um die Verfolger weiterhin auf Distanz zu halten.

Mühldorf – Mit aktuell 28 Punkten befindet sich Mühldorf zwar auf einem sicheren Mittelfeldplatz, doch dahinter lauern schon die L. E. Volleys Leipzig (27 Punkte) sowie der VC Dresden und FT Freiburg (beide jeweils 20 Punkte).

„Ein Sieg muss mindestens her“, lautet die Marschrichtung von Trainer Michi Mayer, wenn am Samstag die Mühldorfer zunächst beim TV/DJK Hammelburg aufschlagen (Beginn 18 Uhr) und am Sonntag danach bei den Blue Vollyes VC Gotha die Möglichkeit haben, die Schmach der Vorwoche vergessen zu machen.

Erinnerungen an die Viertliga-Zeiten

Gegen Hammelburg ist es das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison. Doch man kennt sich, „aus Viertliga-Zeiten“, erinnert sich Trainer Michi Mayer. Der 3:0-Sieg gegen Hammelburg hatte vor sechs Jahren den Aufstieg der Mühldorfer in die 3. Liga perfekt gemacht. „Thomas Brandstetter und Hauke Ferch waren schon damals mit von der Partie“, berichtet Mayer. Während Hammelburg durchmarschiert und nur kurze Zeit später in die 2. Liga aufgestiegen ist, sammelte Mühldorf in der 3. Liga Erfahrung, um nun in der zweithöchsten deutschen Spielklasse gegen Hammelburg seinen Mann zu stehen.

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„Viel Druck im Aufschlag erzeugen und schnell spielen“, das sei die Marschrichtung im Hinblick auf die beiden Partien am Wochenende. „Gegen Gotha letzte Woche hat das nicht funktioniert. Da war Sand im Getriebe, das 3:0 hätte nicht so deutlich ausfallen dürfen“, hadert Trainer Michi Mayer immer noch mit 0:3-Klatsche im Heimspiel vergangener Woche.

Viel zu viele Eigenfehler hätten es den Gothaern schließlich leicht gemacht, die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Deswegen hat das Trainergespann um Michi Mayer und Sepp Wolf messerscharf analysiert. Mayer kündigt eine Umstellung in der Mannschaft an, ausschlaggebend werde dafür aber das Abschlusstraining am Freitagabend sein.

Tobi Besenböck wird öfter spielen

Schon jetzt stehe fest, dass Neuzugang Tobi Besenböck wohl mehr Einsätze bekommen wird. Der 18-Jährige habe diese Woche sehr gut trainiert, es hätten durchaus einige Möglichkeiten ergeben, neue taktische Varianten auszuprobieren. Mayer ist auf eine sprungstarke Alternative im Angriff – Besenböck hat bei einer Größe von 1,85 Meter eine Richthöhe von knapp 3,50 Meter – auch angewiesen, nachdem Routinier Zied Chalghmi wohl noch bis Ende Februar wegen einer Knieverletzung ausfallen wird und auch Jonathan Helm wegen Schulterproblemen keine Option ist. Dazu kommt ein möglicher Ausfall von Fabian Liemer, der sich am Rücken verletzt hat. Möglicherweise sogar einen Bandscheibenvorfall hat.

Entscheidend gegen Hammelburg wird sein, wie gut die Mühldorfer den besten Hammelburger Angreifer, Moritz Rauber, in Griff bekommen. Der 24-Jährige hat sich in diesem Jahr schon sechs Mal den Titel des besten Hammelburger Spielers gesichert, ist im Außenangriff brandgefährlich. „Ihn müssen wir ausschalten“, fordert Mayer. Ein Vorteil für Mühldorf könnte es sein, dass Hammelburg nach einer corona-bedingten Pause erst seit der vergangenen Woche wieder trainieren kann, das letzte Spiel gegen Mimmenhausen fand am 7. Februar statt, Hammelburg verlor mit 1:3.

Revanche gegen die Riesen aus Gotha

Wiedergutmachung ist angesagt, wenn es am Sonntag gleich weiter nach Gotha geht (Spielbeginn 15 Uhr). Mit 0:3 waren die Mühldorfer vergangene Woche unter die Räder gekommen. Groß und athletisch sind die Gothaer, die vor allem mit ihren harten Sprungaufschlägen Annahme und Abwehr der Mühldorfer gefordert hatten.

Mühldorf wird seine Taktik bei den eigenen Aufschlägen ändern, kündigt Mayer an. Und die Mühldorfer werden versuchen, ihr gewohnt schnelles Spiel wieder aufzuziehen. Das hatte unter dem Druck der Gothaer Angriffe zuletzt nicht so funktioniert, wie man es in den Spielen zuvor gewohnt war.

Und dann ist nach Ansicht Mayers auch klar: „Wir haben die letzten Spiele auch deswegen gewonnen, weil jeder über sich hinaus gewachsen ist, 120 Prozent Leistung abgerufen hat.“ In einer Liga, in der die Mühldorfer nicht zu den größten Mannschaft zählt, reichten 100 Prozent nicht. „Vor allem aber müssen wir die Eigenfehler abstellen“, fordert Mayer.

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Gothas Erkentnnis nach dem Hinspiel: Viel Druck mit dem Aufschlag ausüben und ein beweglicher, aggressiver Block. Diese Taktik habe bei den Oberbayern im Hinspiel für Respekt gesorgt und sie zu ungewohnt vielen Fehlern gezwungen, heißt es in der Analyse der Thüringer.

Wieder dabei bei den Hausherren ist der zuletzt fehlende Elias Landsmann, während man auf Mittelblocker Patrick Kummer weiter verzichten muss und der Einsatz von Kapitän Christoph Aßmann noch unklar ist. (enk)

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