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VOLLEYBALL

1000 Kilometer für null Punkte: Gegen Freiburg klappte beim TSV Mühldorf diesmal gar nichts

Kilian Nennhuber bei der Annahme, die allgemein im Team nicht präzise genug war, um Freiburg unter Druck zu setzen. Blockspieler wie der 2,08-Meter-Mann Paul Botho (Zweiter von rechts) machten es den Mühldorfern schwer.
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Kilian Nennhuber bei der Annahme, die allgemein im Team nicht präzise genug war, um Freiburg unter Druck zu setzen. Blockspieler wie der 2,08-Meter-Mann Paul Botho (Zweiter von rechts) machten es den Mühldorfern schwer.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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„Kein Trainingsrhythmus, kein Rhythmus in den Aufschlägen. Und wenn der Aufschlag nicht kommt, hat Mühldorf ein Problem!“ Trainer Michi Mayer macht die Corona-Pause dafür verantwortlich, dass die TSV-Volleyballer nach dem Zweitliga-Spiel gegen den FT 1844 Freiburg mit leeren Händen da stehen.

Mühldorf – Beim knapp 500 Kilometer entfernten Tabellenneunten wurden die Mühldorfer mit 0:3 (21:25/ 15:25/ 23:25) abgewatscht. 1.000 Kilometer Hin- und Rückfahrt, null Punkte im Gepäck. Die Enttäuschung sitzt tief bei den Mühldorfern, die dennoch den 8. Tabellenplatz verteidigen konnten.

Hoffnung keimt auf nach Bartsch-Serie

Die Partie hatte ziemlich ausgewogen begonnen. Mühldorf befand sich mit Freiburg punktemäßig auf Augenhöhe (14:15). Dabei gingen beide Mannschaften ein hohes Risiko bei den Aufschlägen ein, entsprechend hoch war die Fehlerquote. Als sich dann technische Patzer einschlichen, die Annahme ungewohnte Schwächen aufzeigte und auch der Angriff immer wieder im Block des 2,08-Meter-Hünen Paul Botho hängen blieb, lag Freiburg mit 20:15 vorne.

Paul Botho stark über Diagonal

Einzig Fabian Bartsch schaffte es mit seinem harten Service, die Mühldorfer wieder zurück ins Spiel zu bringen (20:20). Doch der TSV ließ die letzte Konsequenz vermissen und nachdem Freiburg mit Mateusz Lysikowski die Annahme verstärkt hatte und Paul Botho stark über Diagonal angriff, war es mit dem Aufbäumen dann auch wieder vorbei. David Fecko mit ungewöhnlicher Aufschlagschwäche sorgte für den Satzball für Freiburg. Einen Dankeball wuchtete Fabian Bartsch weit ins Aus, Freiburg bejubelte das 25:21.

Freiburg hatte seine Hausaufgaben gemacht

Zu diesem Zeitpunkt war Trainer Michi Mayer klar: Der FT 1844 Freiburg wollte nicht den gleichen Fehler wie beim 1:3 im Hinspiel machen, als sie die Newcomer aus Mühldorf noch unterschätzt hatten. „Die haben uns ganz prima analysiert und sich optimal auf uns eingestellt“, so Mayer. Paul Botho, der eigentlich als Diagonalspieler auf dem Feld stand, machte Mühldorfs Angriffsbemühungen im Mittelblock zunichte. Und Mühldorf schaffte es bisweilen nicht, sich von der Läuferposition vier zu befreien.

Weitere Berichte über die Mühldorfer Volleyballer lesen Sie auf unserer Themenseite.

Debakel in Durchgang zwei

Freiburg setzte sich in Satz zwei relativ schnell mit 10:6 ab, baute den Vorsprung aus (17:9) und ließ sich auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen (25:15). Trainer Mayer hatte es zwar noch mit Auswechslungen versucht, indem erZwei-Meter-Mann Luis Großmann für Flo Gschwendtner über die Mitte (10:17) brachte, Tim Aust für Zuspieler Alex Brandstetter einwechselte (12:19) und auch Hauke Ferch anstelle von Tom Brandstetter die Chance gab, sich zu profilieren (13:23). Doch Freiburg reichte eine gute Annahme und Abwehr, um den Vorsprung bis zum Schluss zu verwalten.

Mit der Stammformation lief es dann besser

Im dritten Satz versuchte es Mayer wieder mit der Stammformation, das heißt beide Brandstetters wieder rein und auch Flo Gschwendtner. Tatsächlich lief es jetzt besser. Mühldorf erspielte sich eine 8:4-Führung. Freiburg wehrte beherzt ab, stemmte sich dagegen und wandelte einen 13:15-Rückstand in eine 17:15-Führung um, nachdem Fredrik Frisch dreimal hintereinander serviert hatte und Mühldorfs sämtliche Angriffsbemühungen entweder im Block oder im Aus landeten. Man blieb dran, schaffte auch wieder den Anschluss (22:22). Letztlich blieben die Mühldorfer in der entscheidenden Phase am Netz aber zu harmlos und in der Abwehr zu schwach, Freiburg gewann Satz drei mit 25:23 und damit auch das Spiel klar mit 3:0. Immerhin einer konnte sich freuen: Tobi Besenböck wurde auf Mühldorfer Seite als bester Spieler ausgezeichnet.

Mühldorf letztlich zu einfallslos

„Uns ist zu wenig eingefallen, um Freiburg unter Druck zu setzen“, bedauerte Trainer Michi Mayer nach dem Spiel. David Fecko war nach längerer krankheitsbedingter Trainingspause noch etwas gehandicapped. Er griff zwar mit einer Super-Quote an, ließ aber den Druck im Aufschlag vermissen. Der Großteil davon landete im Aus oder im Netz.

Mühldorfer Spieler wirken müde nach einer langen Saison

Mayer machte nach der Partie keinen Hehl daraus, dass die Anfangseuphorie weg ist, nachdem Mühldorf als Aufsteiger von einem überraschenden Sieg zum nächsten geeilt war. Doch auch dieser Überraschungseffekt ist weg. „Und wenn Mühldorf nicht geschlossen 105 Prozent der Leistung beringt, sondern nur 90 – dann tun wir uns halt in der Liga schwer.“

Restproramm in eigener Halle

Die Saison dauere nun schon sehr lang, die Spieler wirken müde. Doch der Klassenerhalt ist gesichert, es gelte jetzt nach vorne zu schauen, meint Trainer Mayer. Sechs Spieltage stehen noch an, alles Heimspiele, die es aber in sich haben: Karlsruhe, Dresden, Hammelburg Schwaig, Mainz und Leipzig stehen noch auf der Agenda bis zum Saisonfinale am 25. April.

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