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2. Volleyball-Bundesliga

Mühldorfs Abteilungsleiter Bartsch spricht Klartext: „Uns hat der Killer am Netz gefehlt!“

Die Gesichter sprechen Bände: Enttäuschung pur bei den Mühldorfer Volleyballern, die kein Rezept hatten gegen die Dominanz des TuS Kriftel.
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Die Gesichter sprechen Bände: Enttäuschung pur bei den Mühldorfer Volleyballern, die kein Rezept hatten gegen die Dominanz des TuS Kriftel.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Gegen solide Annahme keine Chance: Mühldorfer Volleyballer kommen in Kriftel mit 0:3 unter die Räder

Mühldorf – Da waren die Mühldorfer Volleyballer chancenlos. Im 450 Kilometer entfernten Kriftel kamen die Mannen um Cheftrainer Heiko Roth am Samstagabend nicht über ein 0:3 hinaus. Die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer – bis dato noch auf Platz acht in der Tabelle – ließen beim 21:25, 19:25 und 22:25 wichtige Punkte liegen, um den Tabellennachbarn auf Rang sieben abzufangen und mit ihnen die Plätze zu tauschen. Stattdessen rutschte der TSV Mühldorf nun auf Rang neun ab, wurde sogar von der GSVE Delitzsch überholt, die wiederum den VC Gotha geschlagen hat.

Ersatzgeschwächt angereist

Schon die Anreise fand unter denkbar ungünstigen Vorzeichen statt. Denn Mühldorf war enorm ersatzgeschwächt, nachdem sich der Unterhachinger Neuzugang Juro Petrosic wegen eines positiven Corona-Testes in Isolation zu begeben hatte. Heiko Roth hatte die Qual der Wahl, den er denn auf die Diagonal-Position stellen sollte. Am Ende sah die Taktik so aus, dass David Fecko, eigentlich Mittelblocker beim TSV Mühldorf, über die Diagonalposition angreifen sollte.

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Viele Aufschläge landen im Aus

Ansonsten stand neben Libero Kilian Nennhuber nur noch ein weiterer Auswechselspieler, Leo Tille, zur Verfügung. Die Startphase in dieser Partie war noch die beste aus Sicht der Mühldorfer, die mit 5:4 in Führung gegangen waren. Doch im gesamten weiteren Verlauf der Partie sollten sich die Innstädter die Zähne an der unfassbar präzisen Annahme und Abwehr der Gastgeber aus Kriftel ausbissen. Bereits zur ersten technischen Auszeit hatte sich Kriftel eine Drei-Punkte-Führung erspielt, haben diese auf 11:5 ausgebaut und ließen sich in der Folge auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Mühldorf verschenkte entweder die Punkte durch Aufschläge, die im Aus landeten oder Kriftel holte mit dem umgehenden Side-Out das Aufschlagsrecht zurück.

Kein Druck mit dem Aufschlag

„Wir konnten mit unserem Aufschlag nicht viel Druck aufbauen, da das Krifteler Spiel unserem sehr ähnlich ist, viele Angriffe über die Außenpositionen liefen. Und dafür muss die Annahme dann auch nicht optimal sein“, analysierte Mühldorfs Abteilungsleiter Stefan Bartsch.

Völlig desillusioniert auch Außenangreifer Fabian Bartsch nach der ersten Hälfte des ersten Satzes: „Die haben drei, vier Angriffe über die Mittelblocker geblockt. Und schon war die Verunsicherung da“, berichtet der Außenannahmespieler der Mühldorfer.

Kriftel trat selbstsicher auf punktete immer wieder mit Marius Büchi über Diagonal und dem späteren MVP der Krifteler Jannik Weber. Beim 13:19 versuchte es Mühldorfs Coach mit der Einwechslung von Leo Tille für David Fecko, im klassischen 4:2-System mit zwei Zuspielern sollten die Mühldorfer noch die Wende herbeizaubern.

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Kriftel fast fehlerfrei

Tatsächlich machten die Innstädter einen 13:20-Rückstand wett, holten auf 16:20 auf. Doch den Satzgewinn konnten die Mühldorfer nicht mehr abwenden (21:25).

Mit zwei Zuspieler setzte Roth seine Taktik fort, Mühldorf führte tatsächlich mit 3:1. Aber wieder kam Kriftel zurück, spielte fehlerfrei auf, punktete nach Belieben, auch weil Leistungsträger Fabian Bartsch nicht wie gewohnt seine Hammeraufschläge platzieren konnte. Auf im Angriff tat sich Mühldorfs 14er schwer. „Ich hab so hart geschlagen wie es nur geht, aber immer stand ein Krifteler goldrichtig in der Abwehr“, zollte Bartsch dem Gegner großen Respekt für die Leistung. Zur zweiten technischen Auszeit führten die Gastgeber bereits mit 16:12, doch Mühldorf verkürzte (16:18), Roth brachte Fecko für Tille, um zusätzlichen Druck im Angriff zu generieren.

Kriftels Coach mit dem richtigen Riecher

Doch Kriftel ließ sich davon nicht beirren. Die Gastgeber eilten auf 21:16 davon. Und dann bewies Kriftels Trainer Tim Schön immer wieder ein gutes Händchen bei den Auswechslungen. Er brachte Victor Breburda für Cedric Braetsch und legte damit noch eine Schippe beim Aufschlag drauf. Die Folge: Das 25:21 für Kriftel. Roth schwenkte um, setzte nun Fabian Bartsch über die Diagonalposition ein, Leo Tille griff stattdessen außen an. David Fecko sollte in der Mitte anstelle von Flo Gschwendtner den Block stabilisieren.

Extrem stabile Annahme bei Kriftel

Mühldorf war nun stabiler, blieb Kriftel bis zur ersten technischen Auszeit auf den Fersen (6:8), bevor die Gastgeber wieder den Turbo zündeten und leicht in Führung gingen (13:10). Mühldorf konterte (14:15) und zog sogar gleich 18:18 und ergatterte sogar die Führung (19:18). Die Wende läutete Kriftel beim Stand von 20:20 ein, als Trainer Schön Breburda für Braetsch brachte, mit 22:20 in Führung ging und diesen knappen Vorsprung bis zum Schluss verwaltete (25:22).

Alex Brandstetter wird MVP

Die Enttäuschung war den Mühldorfern ins Gesicht geschrieben, freuen konnte sich lediglich Alex Brandstetter, dessen Leistung mit der silbernen MVP-Medaille belohnt wurde. Abteilungsleiter Stefan Bartsch fasste es pragmatisch zusammen: „Kriftel hat sehr gut gespielt, war in allen Spielelementen besser und an diesem Tag in dieser Verfassung und Konstellation der Mühldorfer einfach nicht zu schlagen! Uns hat der Killer am Netz gefehlt!“ Der Blick der Mühldorfer richtet sich auf das nächste Wochenende.

Am Samstag geht es in den Breisgau. Gegner im samstäglichen Auswärtsspiel ist der FT Freiburg, der aktuell Tabellenfünfter ist, aber eine ebenso herbe Niederlage am Samstag gegen Hammelburg hinnehmen mussten. Auch sie kamen mit 0:3 unter die Räder.