Vor dem Volle-Hütte-Spiel am 2. Weihnachtsfeiertag: Baindl erzielte das 100. Starbulls-Tor

Am 2. Weihnachtsfeiertag wird es wieder Kuscheltiere regnen, wenn die Starbulls ihr erstes Tor erzielen. Ziegler

Das Rennen um die Plätze drei bis sieben in der Oberliga Süd ist immer noch hauteng. Die Starbulls können sich an Platz drei erfreuen und sogar die lange Zeit enteilten Deggendorfer sind wieder in Reichweite. Am 2. Weihnachtsfeiertag gastieren die Deggendorfer zum „Volle-Hütte-Spiel“ um 17 Uhr in Rosenheim.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag (Donnerstag, 26. Dezember) kommt es aus Rosenheimer Sicht zum bisherigen Höhepunkt der laufenden Saison in der Eishockey-Oberliga Süd. Die Starbulls empfangen den Topfavoriten Deggendorfer SC zum Spitzenspiel im Rosenheimer Rofa-Stadion. Spielbeginn der Begegnung des Tabellendritten gegen den Zweiten, bei dem es ein umfangreiches attraktives Rahmenprogramm gibt, ist am Donnerstag um 17 Uhr.

Nach vier Siegen bestens gerüstet in das Topspiel

Die Starbulls gehen nach vier Siegen in Folge bestens gerüstet in das mit Spannung erwartete Topduell, das vor großer Kulisse stattfinden wird.

Kuscheltiere fliegen auf das Eis

Rund um die Partie gibt es zahlreiche Aktionen, die für ganz besondere Stimmung sorgen werden. So werden an die Zuschauer an den Stadioneingängen über 4000 grüne Knicklichter verteilt, welche die neue Einlaufshow der Starbulls untermalen werden. Außerdem können die Zuschauer Stofftiere mitnehmen, um sie beim ersten Rosenheimer Toreauf die Eisfläche zu werfen. Wer mit einer Flötzinger-Kopfbedeckung (Hut, Mütze) ins Stadion kommt, tut etwas Gutes für den Rosenheimer Eishockeynachwuchs. Pro an den Eingängen gezähltes entsprechendes Kopfkleid spendet die Rosenheimer Traditionsbrauerei zwei Euro direkt an den Starbulls-Nachwuchs.

Zweimals Probleme mit Höchstadt

Natürlich waren die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wochenende bei zwei Spielen gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten gegeben. Zwar waren die Starbulls natürlich beide Male insgesamt die überlegene Mannschaft, aber trotz eines Schussverhältnisses von 43:10 hätte es auf eigenem Eis durchaus eine böse Überraschung geben können, und in Höchstadt sahen sich die Gastgeber nach einer 3:1-Führung (durch zwei Youngsters, die zusammen erst einen einzigen Saisontreffer erzielt hatten) etwas verfrüht schon auf der Siegerstraße, ehe die Starbulls trotz eines 16-Spieler-Minikaders doch noch ihre Überlegenheit ausspielen konnten.

Luca Endres blieb ohne Gegentor

Zuletzt haben sie (zum ersten Mal in dieser Saison) nun vier Spiele am Stück gewonnen, und durch die beiden Siege in Selb und Höchstadt sind sie derzeit eine von nur vier Mannschaften (neben Deggendorf, Memmingen und Regensburg) mit positiver Auswärtsbilanz (20 von 39 möglichen Punkten).

Für Lukas Steinhauer war es ein eher „gebrauchtes“ Wochenende. Drei von nur zehn Schüssen landeten am Freitag im Tor, wobei die ersten beiden echte „Gurken“ waren und ein eigentlich fast schon gewonnenes Spiel fast noch zum Kippen brachten. Und auch in Höchstadt kassierte der Rosenheimer Goalie bis kurz nach Halbzeit drei Treffer (plus einen, der vom Referee mangels Überblick nicht gegeben wurde). Erst Luca Endres gelang es dann, für den Rest der Partie den Kasten sauberzuhalten.

Dreierpack schaffte es in die Top Ten der Oberliga-Historie

Dazu trug natürlich auch bei, dass seine Teamkollegen sich plötzlich ihres Favoriten-Status bewusst wurden und auf einmal alles klappte. Kurz vor der zweiten Pause fielen drei Tore praktisch im Minutenabstand, im letzten Drittel dann weitere drei noch flotter. Der Dreierpack von Henriquez, Zick und Höller binnen 111 Sekunden war nicht nur ebenso wie der Doppelschlag von Henriquez und Kumeliauskau (35 Sekunden) Saison-Rekord, sondern schaffte es auch in die Top Ten der Ewigen Rosenheimer Oberliga-Historie auf Rang Acht. Noch höher angesiedelt war der Wert von sechs Treffern in einer Spanne von 12:32 Minuten.

Ein schnelleres halbes Dutzend hatten die Starbulls nur ein einziges Mal seit 2004 (Oberliga und Zweite Liga) zustande gebracht, nämlich am 14. November 2008, als Martin Reichel und Dylan Stanley als zweifache sowie Ron Newhook und Matthias Hart als einfache Torschützen genau elf Minuten für sechs Tore brauchten – kurioserweise ebenfalls auswärts beim 7:5-Sieg in Kaufbeuren.

Mitchell in den letzten vier Spielen an 12 Toren beteiligt

Stichwort Torschützen: Eine eher negative Premiere gab es am Freitag. Im seinem zwölften Match im Starbulls-Dress blieb Tadas Kumeliauskas erstmals ohne Scorerpunkt! Allerdings traf das für die beiden Kollegen in seiner Sturmreihe nicht zu: Michael Fröhlich glänzte in den letzten vier Begegnungen stets als Torschütze und Josh Mitchell ist in seiner Produktivität derzeit überhaupt nicht zu stoppen. An zwölf Treffern war er (neben einem, den er selbst erzielte) in den letzten vier Spielen als Vorbereiter beteiligt, am Sonntag gleich an fünf! Dies war zuvor nur Matthias Bergmann (2009 als Erstem), Ron Newhook und in neuerer Zeit Chase Witala gelungen!

Zu den vier Siegen gegen Höchstadt hatte Mitchell allein neun Assists beigetragen. Da wollte Max Vollmayer, mittlerweile punktbester Verteidiger der Liga, nicht zurückstehen und kam gegen die Alligators auf acht Vorlagen. Dafür nahm Michael Baindl am Sonntag eine Auszeit bei den Scorerpunkten. Aber am Freitag war er nicht nur mit einem Tor und drei Vorlagen maßgeblich an der Verhinderung einer unliebsamen Überraschung beteiligt, nein, sein Game-Winning-Goal war auch das 100. der laufenden Spielzeit.

Was noch auffiel: Viermal in den letzten sechs Spielen kamen die Starbulls ein wenig unvorbereitet aus der Kabine und kassierten in der ersten Minute eines Drittels gleich einen Gegentreffer: in Sonthofen und gegen Memmingen im Schlussabschnitt, in Selb gleich zu Spielbeginn und nun am Freitag gegen Höchstadt nach der ersten Pause. Selbst ist man mit „Überfällen“ dieser Art heuer eher sparsam: Nur Zick und Baindl waren in 26 Spielen bisher in der ersten Minute eines Drittels erfolgreich.

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