Vier neue Bayern-Meister bei den Leichtathleten

Alisa Böhm, TSV Bad Endorf, siegte im Hochsprung und gewann Bronze über 80 Meter Hürden.  Fotos Stuffer
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Alisa Böhm, TSV Bad Endorf, siegte im Hochsprung und gewann Bronze über 80 Meter Hürden. Fotos Stuffer

Mit vier Gold-, vier Silber- und vier Bronzemedaillen überzeugten die regionalen Leichtathleten bei den bayerischen Meisterschaften der Junioren U23 und Jugend U16 in Ingolstadt.

Der TuS Bad Aibling wa der erfolgreichste regionale Verein bei diesen Titelkämpfen. Völlig unerwartet wurde im Speerwurf der Jugend M14 Simon Lerche neuer bayerischer Meister. Mit ausgezeichneten 41,57 Metern erzielte der vielseitige Athlet eine neuer persönliche Bestleistung. Bei seinem bislang größten Erfolg verwies er Philipp Schwartzenberg von der LG Augsburg mit 39,37 Metern klar auf den Silber-Platz. Die eigentliche Mittelstrecken-Spezialistin Nicole Klasna setzte die Akzente auf der anspruchsvollen 400-Meter-Strecke der Juniorinnen U23. Die 20-Jährige spurtete hier auf beachtliche 55,95 Sekunden und wurde damit verdient neue bayerische Meisterin. Mit knapp vier Metern Abstand landete Regina Straub vom LAC Quelle Fürth mit 56,35 Sekunden auf dem zweiten Rang. Die bestmögliche Silbermedaille gab es im 800-Meter-Rennen der Juniorinnen U23 für Anna-Lena Stich: Mit 2:18,41 Minuten sicherte sie sich den zweiten Rang hinter der hochfavorisierten Stefanie Müller vom TSV Bobingen mit 2:08,58 Minuten (1.).

Ihren bislang wertvollsten Erfolg kassierte Anna Widhammer in der Jugend W14: Sie wurde neue bayerische Vizemeisterin im Diskuswurf mit 30,11 Metern.

Die 14-Jährige unterlag am Ende nur Amelie Döbler von der LG Stadtwerke München mit 39,14 Metern. Ihre Trainingspartnerin Rebecca Zierhut wurde zwar ansprechende Vierte im Kugelstoß-Finale der Jugend W14, doch in der Endabrechnung hatte sie dennoch bitteres Pech. Mit 10,61 Metern schrammte sie diesmal nur um hauchdünne sechs Zentimeter an Bronze vorbei. Final-Fünfte wurde im W15-Kugelstoßen Carina Meixner mit starken 11,16 Metern.

Der SB DJK Rosenheim hatte zwar nur einen Athlet am Start - doch die Erfolgsausbeute belief sich am Ende auf 100 Prozent. Neuer bayerischer Meister wurde im Hochsprung der Jugend M14 Lucas Mihota. Mit klangvollen 1,80 Metern gab der 14-Jährige seinen Gegnern nicht den Hauch einer kleinen Chance und verwies Christoph Müller vom TV Strössendorf mit 1,68 Metern deutlich auf den zweiten Rang.

Der SV Achenmühle setzte bei diesen Titelkämpfen gleich in zwei Altersklassen seine große Tradition im Hammerwurf fort. In der Jugend M14 glänzte Michael Zäch mit Bronze und 36,37 Metern. Dabei erntete der Rasenkraftsportler seine bislang erste Leichtathletik-Medaille. Im Hammerwurf der Junioren U23 eroberte Sebastian Staudacher ebenfalls Bronze: Das 7,26 Kilogramm schwere Wurfgerät schleuderte er hier auf ausgezeichnete 48,63 Meter. Überraschend stark war bei diesen Titelkämpfen auch Katharina Puff vom TuS Raubling: In der Jugend W14 überraschte sie mit der bayerischen Bronzemedaille. In der dichten Konkurrenz erzielte sie beachtliche 6:56,88 Minuten und verfehlte damit nur um 33 Hundertstelsekunden den Vize-Titel, während Hannah Kupfer vom TSV Bad Rodach mit 6:55,10 Minuten gewann.

Allen Grund zur Freude hatten diesmal auch die Leichtathleten vom TSV Bad Endorf mit ihrem Abschneiden. In der Jugend W15 war Alisa Böhm eine der erfolgreichsten Athletinnen des Tages. Im Hochsprung wurde sie neue bayerische Meisterin mit klangvollen 1,71 Metern. In einem sehr spannenden Finale hatte sie am Ende die wenigsten Fehlversuche und überquerte zugleich eine neue persönliche Bestleistung. Auf den zweiten Rang verwies sie hier mit ebenfalls 1,71 Metern die favorisierte Laura Gröll von der LG Eckental.

Die Endorferin zeigte ihre Stärken aber auch auf der 80-Meter-Hürden-Strecke. Mit 12,11 Sekunden spurtete sie zu Bronze. Neun kleine Hundertstelsekunden fehlten ihr hier zum Sieg und nur acht Hundertstel zum Vize-Titel. Fünfte wurde sie schließlich im Weitsprung mit 5,23 Metern sowie Vierte im 100-Meter-Endlauf mit 12,83 Sekunden. Unerwartet stark präsentierte sich im Stabhochsprung der Jugend M14 auch Kilian Schlemer: Als neuer bayerischer Vizemeister schaffte er gute 2,90 Meter und holte damit seinen bislang größten Erfolg. Nur um zehn Zentimeter scheiterte er an der Goldmedaille von Philipp Geldhäuser vom SWC Regensburg mit 3,00 Metern. In der Klasse der Juniorinnen U23 bewährte sich seine Schwester Salome Schlemer ebenfalls mit dem Vize-Titel im Stabhochsprung. Mit starken 3,70 Metern unterlag die noch der U20-Jugend-Klasse angehörige Athletin erwartungsgemäß Julia Ott vom TV 1860 Gunzenhausen mit 4,01 Metern. Mit dem vierten Rang wartete die U20-Jugendliche Magdalena Jäger über 400 Meter Hürden der Juniorinnen U23 mit 68,43 Sekunden auf. Auf dem vierten Platz landete im Diskuswurf der Juniorinnen auch Rose Führen mit 39,90 Metern.

Der TSV Wasserburg sammelte diesmal mehrere Spitzenplätze. Im Stabhochsprung der Jugend M15 sicherte sich Maximilian Huber den undankbaren vierten Rang mit 3,30 Metern. Sein Trainingspartner Manuel Riemer wurde hier Fünfter mit 3,10 Metern. Bereits zuvor wurde Riemer starker Vierter im Diskuswurf mit 39,03 Metern. Fünfte im Stabhochsprung der Jugend W14 wurde die erst 13-jährige Laura Kurzbuch mit 2,30 Metern. Nur zehn Zentimeter fehlten ihr hier zu Bronze.

Einheimische Leichtathleten in der bayerischen "Top Ten":

Juniorinnen U23: Kugelstoßen: 9. Rose Führen (TSV Bad Endorf) 9,80;

Jugend M15: 300 Meter Hürden: 6. Jonathan Neuhoff (TSV Wasserburg) 46,37; Weitsprung: 9. Nils-Alexander Focke (TSV Wasserburg) 4,96;

Jugend M14: Hammerwurf: 7. Sebastian Schober (SV Achenmühle) 26,15; Jugend W15: 2000 Meter: 6. Tamara Scharnagl (TSV 1860 Rosenheim) 7:49,32; 9. Lynn Schwabe (TSV 1860 Rosenheim) 8:21,83; Jugend W14: Kugelstoßen: 9. Anna Widhammer (TuS Bad Aibling) 9,10 Meter. stl

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