Tumulte im Derby-Test und zu wenig Platz in den Duschen: VfL muss den Re-Start verschieben

Der Schiedsrichter musste beim Waldkraiburger Derby mehrfach die Rote Karte zeigen.
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Der Schiedsrichter musste beim Waldkraiburger Derby mehrfach die Rote Karte zeigen.

Die Amateurfußball-Fans in Bayern atmen auf: Am kommenden Samstag findet der Re-Start der Saison 2019/20 der Amateurligen im Freistaat statt. Wie es nicht funktioniert „demonstrierten“ zwei Waldkraibuger Teams im Derby-Test.

Waldkraiburg – Nach langem Ringen mit der bayerischen Staatsregierung hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am 8. September grünes Licht für die Fortsetzung der seit März unterbrochenen Spielzeit bekommen. Allerdings nur unter strengen Auflagen und einer begrenzten Zuschauerzahl. Am Dienstag informierte der Verband alle Mitgliedsvereine in einem Webinar, unter welchen Voraussetzungen wieder gespielt werden darf.

Eigenes Hygienekonzept umgesetzt

Der VfL Waldkraiburg hat zwar in den letzten Monaten ein eigenes Hygienekonzept umgesetzt, doch einige der geforderten Maßnahmen brauchen noch etwas Zeit. Beispielsweise müssen zwischen den Duschen in den Kabinen Trennwände beziehungsweise Vorhänge eingezogen werden. Bisher ist man davon ausgegangen, dass ein ausreichender Abstand beim Duschen für die Spieler genügend ist. Die maximale Zuschauerzahl ist auf 400 begrenzt – allerdings nur dann, wenn der Heimverein nummerierte Sitzplätze mit ausreichend Abstand anbieten kann. Sollte dies nicht möglich sein, ist die Zuschauerzahl auf 200 Personen begrenzt.

Die Verantwortlichen des VfL Waldkraiburg haben nun von dem Recht Gebrauch gemacht, das für Samstag angesetzte Bezirksliga-Heimspiel gegen den TSV Dorfen abzusagen und auf einen anderen Termin verlegen zu lassen. Der neue Termin steht allerdings noch nicht fest. Da die Bezirksliga-Mannschaft am darauffolgenden Wochenende spielfrei ist, wird der Re-Start für den VfL erst am 3. Oktober erfolgen. Gegner ist dann der ESV Freilassing.

Ebenfalls auf einen anderen Termin verschoben ist das Landesliga-Top-Spiel zwischen dem SE Freising und dem SV Erlbach. Auch die Verantwortlichen aus dem Holzland hatten moniert, dass das Hygienekonzept in der Kürze der Zeit nur schwer umzusetzen sei. Zudem hatten zwei Erlbacher Spieler Kontakt mit einer positiv auf Corona getesteten Person und befinden sich in Quarantäne. Die beiden Vereine haben sich deshalb auf eine Verschiebung der Begegnung verständigt.

Rudelbildung mit Schlägereien

Die meisten Fußballer freuen sich auf den Re-Start und die ersten Punktspiele nach mehr als sechs beziehungsweise neun Monaten. Weil aber das Waldkraiburger Stadt-Derby als letzte Standortbestimmung vor dem Punktspielauftakt derart überhitzt geführt worden ist, dürfen einige Spieler des Bezirksligisten VfL und des Kreisligisten SC Danubius noch weiter auf den ersten Einsatz warten. Das Vorbereitungsspiel am Samstag ist nämlich beim Stand von 3:0 für den VfL nach einer Rudelbildung mit Schlägereien zwischen den Akteuren abgebrochen worden. Den Spielern – sieben vom Kreisligisten, vier vom Bezirksliga-Letzten – drohen nun längere Strafen und sie werden den beiden Vereinen fehlen. refeu/re

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