„Verlässliche Zahlen“ nötig

Engelbert Schweiger ist Leiter der Chiemgau-Arena.

Im Moment steht der nächste Biathlon-Weltcup (14. bis 19. Januar 2020) im Mittelpunkt seiner Tätigkeit, doch Engelbert Schweiger hat als Leiter der Chiemgau-Arena in Ruhpolding auch das weitere Geschehen in der Arena im Blick.

Nachdem die Arena ja inzwischen als Eigenbetrieb der Gemeinde Ruhpolding fungiert, gebe es viele neue Aufgaben.

Dazu gehört ein Marketing- und Nutzungskonzept, vor allem bei der Sommernutzung der Anlage seien Weiterentwicklungen nötig. „Dieses Thema wird uns wohl noch die nächsten drei bis vier Jahre beschäftigen, bis wir so weit sind“, weiß Schweiger.

Allerdings werde man wohl schon im kommenden Jahr einige neue Partner präsentieren können.

Wichtig sei es auch, positive Rückmeldungen bezüglich der Trainingsstätten-Förderung zu erhalten. Zwar sei schon eine gewisse Erhöhung der Landesmittel fix, doch von den Bundesmitteln fehlen weiterhin verlässliche Zahlen. „Das ist ein Prozess, der schon länger läuft, und ich hoffe, dass wir im ersten Vierteljahr 2020 dann mehr wissen.“ Im Jahr 2020 gelte es allgemein, den Betrieb nach der Umstellung zu konsolidieren, „dann bin ich zuversichtlich für die Jahre ab 2021.“

Ein Thema, das ihm besonders am Herzen liegt, ist die Entwicklung im Skisprung. „Da wissen wir immer noch nicht, wohin die Reise geht. Da sind wir von der Unterstützung von Bund und Land abhängig.“

Derzeit „ist auf den Schanzen von der K65 bis zur Großschanze kein Training möglich.“ Er betont: „Der Betrieb der größeren Schanzen ist eine überörtliche Aufgabe, und das bedingt auch eine überörtliche Finanzierung.“

Die jüngste Ankündigung von Bundesinnenminister Seehofer (im Beisein von DOSB-Präsident Alfons Hörmann), dass die Förderung von Sportstätten „deutlich erhöht“ werden solle, vernahm er zwar gern – doch noch ist nichts fixiert. „Und der Skisprung hier hat nur Zukunft, wenn genügend Mittel für die Trainingsstätten zur Verfügung stehen. Der Eigenanteil für die Gemeinde muss hier geringer werden“, fordert er. Es bleibt also auch nach dem Biathlon-Weltcup viel zu tun... who

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