„Unglaubliche Würdigung“: Martin Braxenthaler in "Hall of Fame" des deutschen Sports

Martin Braxenthaler ist neues Mitglied in der „Hall of Fame“ des deutschen Sports.

Eine große Ehre ist dem Behindertensportler Martin Braxenthaler aus Surberg teilgeworden. Der 47-jährige ist in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen worden. Bei der Veranstaltung in Berlin wurde neben Braxenthaler auch die ehemalige Eisschnellläuferin Gunda Niemann-Stirnemann und Sportfunktionär Walther Tröger im Allianz Forum diese Ehre zuteil.

Berlin/Surberg – „Für mich ist das eine unglaubliche Würdigung, dass ich in diese Liste der größten Sportpersönlichkeiten Deutschlands aufgenommen wurde“, so der zehnfache Paralympics-Sieger.

Bisher sind seit der Gründung der „Hall of Fame“ durch die Deutsche Sporthilfe 2006, 116 Persönlichkeiten aufgenommen worden. Aufgenommen werden Sportler, die für ihren Einsatz in Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben. Braxenthaler gilt als Stimme und Motor des Behindertensports. Das betonte bei der Feier auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble der einen Vortrag über Sport und Gesellschaft hielt. Auch der für Sport zuständige Innenminister Horst Seehofer sprach den Geehrten seinen Respekt und Anerkennung aus. Einig waren sich alle, dass die Werte des Sports nicht nur aus Medaillen bestehen. Werte wie Respekt, Fairness und Teamgeist müssen den Kindern vorgelebt werden.

Martin Braxenthaler hat 2010 die Karriere beendet

Martin Braxenthaler hat 2010 nach den Paralympics seine sportliche Karriere beendet. Nach seinem Unfall 1994 muss er seine Wege nach einer Querschnittslähmung im Rollstuhl zurücklegen. Drei Jahre danach begann er nach einem Mono-Skikurs seine sportliche Karriere. Auch nach dem Ende seiner Laufbahn ist er dem Sport treu geblieben. Er ist Co-Trainer im deutschen Paralympics-Skiteam und kümmert sich um junge Talente. Unter anderem hat er den querschnittsgelähmten Nikolai Sommer unter seinen Fittichen. Dieser verunglückte vor über zwei Jahren schwer beim Skifahren und sitzt seitdem im Rollstuhl. „Nikolai ist eines von vielen Talenten und macht sich ganz gut auf dem Monoski“, so Braxenthaler.

Auch im Fußball war Braxenthaler im Einsatz

Aber auch im Fußball ist der „Braxei“ aktiv. Bei seinem Heimatverein, SV Surberg hilft er als Trainer im Nachwuchs aus. Im Frühjahr will er bei den Kommunalwahlen für den Kreistag kandidieren. Sollte er gewählt werden, will er seine Erfahrungen für Menschen mit Handicap und für Senioren einbringen. In diesem Bereich ist er für den Landkreis Traunstein bereits als Berater aktiv. „Das alles sind für mich Möglichkeiten, einiges zurückzugeben, was ich die vergangenen 25 Jahre im Rollstuhl alles erfahren habe“, so Braxenthaler. shu

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