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Tor zum-Halbfinale stand weit offen

Unglaublich! Kolbermoors Tischtennisdamen vergeben eine 5:0-Führung

Als Svetlana Ganina mit ihrem Dreisatzsieg gegen Alina Nikitchanka auf 5:0 stellte, war das Tor zum Halbfinale zunächst ganz weit offen.
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Als Svetlana Ganina mit ihrem Dreisatzsieg gegen Alina Nikitchanka auf 5:0 stellte, war das Tor zum Halbfinale zunächst ganz weit offen.

Die einen jubelten, als ob sie schon Deutscher Meister geworden sind, die anderen waren am Boden zerstört. Kolbermoors Tischtennis-Damen fehlte ein Punkt gegen Schwabhausen zur Halbfinalteilnahme. Jetzt fällt die Entscheidung am Dienstag.

Kolbermoor – Eigentlich hätten sich Kolbermoors Tischtennis-Damen in den Allerwertesten beißen können. Mit 5:0 führten sie im Viertelfinalrückspiel der Play-off-Serie gegen den TSV Schwabhausen und mussten nach vier Stunden Spielzeit am Ende doch noch mit einem 5:5-Unentschieden leben. Das bedeutet, dass sie bereits am Dienstag zum Entscheidungsspiel in Schwabhausen nochmals ran müssen.

Eigentlich lief es von Anfang an besser als gedacht. Im Gegensatz zum Freitag konnte man beide Eingangsdoppel für sich entscheiden. Zwar musste das Duo Pranjkovic/Ganina nach einer 2:1 Satzführung zunächst noch den Ausgleich gegen Mateja Jeger und Alina Nikitchanka hinnehmen. Im Entscheidungssatz wechselte man bei 5:2 die Seiten und erhöhte den Vorsprung bis auf 9:4. Plötzlich wurde es aber nochmals eng, kamen die Gegnerinnen doch auf 9:8 heran. Nach dem 10:8 vergab man den ersten Matchball, verwertete dafür aber Matchball Nummer zwei zum 11:9 und damit zur 2:0-Führung.

Eine sensationelle Ausgangslage

Diese geradezu sensationelle Ausgangslage für die Einzel nutzte man auch und hielt sich im ersten Paarkreuz zur Freude der Zuschauer schadlos. Dabei gelang es Kristin Lang erneut, Sabine Winter zu schlagen. Im Gegensatz zum Freitag musste sie diesmal aber über die volle Distanz gehen und vergab dabei zunächst eine 2:0-Satzführung, wobei sie im vierten Satz beim Stand von 10:9 einen Matchball nicht nutzen konnte. Hochdramatisch dann aber der fünfte Durchgang, in dem Kristin Lang schnell mit 4:0 führte, aber beim Seitenwechsel mit 4:5 in Rückstand geriet. Ihr gelang es in der Schlussphase allerdings, zum 9:9 auszugleichen und verwertete anschließend beide Punkte zum 11:9.

Etwas klarer machte es dagegen Yuan Wan, die gegen Yangzi Liu nur vier Sätze benötigte, den Zuschauern aber eine grandiose Vorstellung bot. Dieser 4:0-Vorsprung verleitete den einen oder anderen dazu, schon vom Halbfinale zu träumen. Aber Kolbermoors Trainer Michael Fuchs dämpfte jegliche Hoffnungen, als er meinte: „Erst einmal ruhig bleiben und zu Ende spielen“.

Svetlana Ganina stewllte auf 5:0

Als Svetlana Ganina im Duell der Abwehrspezialisten Alina Nikitchanka in drei Sätzen, wobei sie den ersten Durchgang sogar mit 11:3 gewann, abservierte und sogar auf 5:0 stellte fehlte noch ein Punkt. Unter normalen Umständen kann man davon ausgehen, dass von fünf verbleibenden Möglichkeiten ein Punkt, der ins Halbfinale führen würde, auf Kolbermoors Seite fällt.

Die 0:3-Niederlage von Naomi Pranjkovic gegen Mateja Jeger schien man noch leicht wegstecken zu können. Dann aber passierte etwas, an das sich Kolbermoors Damen noch lange erinnern werden. Zunächst verlor Kristin Lang ihr zweites Einzel im Entscheidungssatz. Zunächst einmal glich sie eine 2:0-Satzführung ihrer Gegnerin aus und führte im fünften Durchgang beim Seitenwechsel sogar noch mit 5:3. Dann aber riss der Faden. Nach dem Ausgleich zum 5:5 geriet Lang mit Fortdauer des Satzes auf die Verliererstraße und musste sich mit 7:11 geschlagen geben.

Die Kolbermoorer Halle bebte

Dass die Halle anschließend bebte, lag an den Spielerinnen Yuan Wan und Sabine Winter. Fast selbstverständlich war es dabei, dass auch dieses Duell über die volle Distanz ging, wobei aber Wan eine 2:0-Satzführung aus der Hand gab. Im Entscheidungssatz, in dem sie in der Anfangsphase, als ihr Winter gefährlich nahe kam, ein Timeout nahm, lag sie beim Seitenwechsel noch mit 5:3 in Front. Aber auch hier verließ Glücksgöttin Fortuna die gebürtige Eberswalderin. Aus der 9:7 Führung wurde sogar ein 9:10-Rückstand. Den ersten Matchball ihrer Gegnerin konnte sie noch abwehren, verlor aber letztendlich mit 10:12.

Der 5:3-Zwischenstand schien noch nicht dramatisch zu sein, da Svetlana Ganina gegen Mateja Jeger mit 2:0 Sätzen führte. Ab dem dritten Satz lief bei der Russin allerdings nichts mehr. Dies gipfelte dann sogar darin, dass sie im vierten Satz die Höchststrafe mit einer 0:11-Niederlage kassierte. Im Entscheidungssatz lag sie beim Seitenwechsel zur Freude der Zuschauer, die die Halle in ein Tollhaus verwandelten, mit 5:4 in Führung. Nach dem 7:7 hatte sich ihre Gegnerin auf Ganina vollends eingestellt, was zur Folge hatte, dass auch diese Begegnung nach dem 7:11 im Entscheidungssatz verloren ging.

Die Hoffnungen ruhten auf Naomi Pranjkovic

Wie schon am Freitag ruhten die Hoffnungen erneut auf Naomi Pranjkovic. Und diese schien sie gegen Alina Nikitchanka – obwohl sie zunächst mit 0:2 Sätzen im Rückstand lag – erfüllen zu können. Denn nach dem Ausgleich zum 2:2 führte sie im entscheidenden fünften Durchgang beim Seitenwechsel mit 5:3 und baute diesen Vorsprung sogar auf 7:3 aus.

Aber auch Pranjkovic gelang der Punkt nicht. Nach dem Ausgleich zum 8:8 geriet sie in Rückstand, konnte aber zunächst drei Matchbälle ihrer Gegnerin abwehren. Nach dem 11:11 kassierte sie zwei Punkte zur 11:13-Niederlage. Das Tor zum Halbfinale, das man anfangs weit aufgemacht hatte, war plötzlich wieder zu. Bei den Gästen aus Schwabhausen brachen dagegen alle Dämme. Nun trifft man sich also am Dienstag ein drittes Mal.

Michael Fuchs, Kolbermoors Trainer: „So ist das halt. Man kann es nicht ändern“.

„Dreimal waren wir schon tot“

Kristin Lang, Spielerin: „Ich habe nach der 4:0 Führung schon gesagt, dass das Spiel noch nicht vorbei ist und so ist dann auch gekommen.

Helmut Pfeil, Abteilungsleiter TSV Schwabhausen: „Dreimal waren wir schon tot, dreimal sind wir wieder aufgestanden. Unglaublich“.

Sabine Winter: „Dieses Unentschieden fühlt sich für uns wie ein Sieg an. Ich habe meine Mannschaft aber nach dem 0:4 nochmals motiviert und es hat geklappt“.

Fürden SV DJK Kolbermoor punkteten: Doppel: Lang/Wan, Ganina/Pranjkovic (je 1); Einzel: Lang, Wan, Ganina (je 1).

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