Ungeschlagen zum Titel

Quasi Familie:1860-Tennisvorsitzender Wolf-Dieter Dörfler (links) und Lukas Jastraunig, künftiger Mannschaftsführer der Rosenheimer Erstliga-Truppe. Ziegler

Von der Bezirksliga bis ins Tennis-Oberhaus – so eine Geschichte ist wohl einzigartig. Lukas Jastraunig ist dies mit dem TC 1860 Rosenheim gelungen.

Rosenheim– Der Österreicher, Jahrgang 1989, ist seit 14 Jahren bei den Sechzigern – und ist auf der Erfolgsleiter nach oben immer mitgeklettert. „Der ist wie mein zweiter Bub. Er hat ein Zimmer bei mir und einen Schlüssel von mir daheim. Er gehört zur Familie“, sagt Wolf-Dieter Dörfler, Vorstand der Sechziger-Tennisspieler. Mittlerweile hat er auch seinen eigenen Court auf der Tennisanlage an der Pürstlingstraße, denn nach dem Aufstieg ist ein Platz zum „Lukas-Jastraunig-Platz“ bestimmt worden – eine Auszeichnung, die sich der Österreicher über die vielen Jahre verdient hat.

Den Ruhm erntete Jastraunig allerdings nicht nur wegen der langen Team-Zugehörigkeit oder der Dienste im Hintergrund, die er den 1860-Verantwortlichen um Dörfler, Carina Stiglauer, Thomas Detterbeck und Bernhard Gleißner auch bei der Spielersuche geleistet hatte. Jastraunig lieferte auf dem Platz ebenfalls noch herausragende Leistungen ab und hatte maßgeblichen Anteil am Meistertitel der Sechziger in der 2. Bundesliga Süd. Im Einzel konnte er eine 7:0-Bilanz vorweisen und war ein sicherer Punktegarant.

Weil auch auf den Positionen davor Klasse-Spieler agierten, hatten die Rosenheimer am Ende eine makellose Bilanz. Das Meisterteam bildeten zudem Federico Coria, Matteo Viola, Mario Vilella Martinez, Ricardo Bellotti, Christian Lindell, Pavel Nejedly, Thomas Statzberger, Walter Trusendi und Samuel Weissborn. Die Zuschauer sahen Weltklasse-Tennis – das im kommenden Jahr im Oberhaus noch herausragender werden dürfte. Lukas Jastraunig wird dann auch von draußen beobachten. Er wird der neue Mannschaftsführer des Rosenheimer Erstliga-Teams.

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