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Unentschieden für beide zu wenig

Traunsteins Goran Divkovic, hier im Duell mit Hannes Hain, hatte in der ersten Halbzeit Pech mit einem Pfostenschuss.  Butzhammer
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Traunsteins Goran Divkovic, hier im Duell mit Hannes Hain, hatte in der ersten Halbzeit Pech mit einem Pfostenschuss. Butzhammer

Traunstein – Verkehrte Welt im Jakob-Schaumaier-Sportpark: Nicht der TSV Wasserburg zeigte am Freitagabend eine meisterliche Leistung, sondern der abstiegsbedrohte SB Chiemgau Traunstein hatte den Spitzenreiter der Fußball-Landesliga lange Zeit am Rande der sechsten Saisonniederlage.

Am Ende hieß es vor 610 Zuschauern dann aber nur 1:1.

Dieses Ergebnis hilft beiden Teams nicht wirklich weiter: Wasserburg musste damit seine Meisterparty (dafür wäre ein Sieg nötig gewesen) verschieben, der SBC Traunstein bleibt auch trotz des Punktgewinns weiter im Tabellenkeller stecken und drei Spieltage vor Schluss stehen die Zeichen damit deutlicher denn je auf ein erneutes Nachsitzen für den Tabellensechzehnten. Der Abstand zum rettenden Ufer ist nach diesem Spieltag auf fünf Punkte angewachsen.

„Das Unentschieden ist zu wenig für uns“, sagte dann auch SBC-Spielertrainer Yunus Karayün. Er machte seiner jungen Mannschaft aber keinen Vorwurf, sondern lobte seine Elf. „Wir haben sie nicht ins Spiel kommen lassen.“ Letztlich fehle aber einfach noch die Abgezocktheit.

Karayün ärgerte sich vor allem über die Leistung des Schiedsrichtergespanns um Yannick Eberhardt. Das sei gerade in der zweiten Halbzeit einfach katastrophal gewesen, monierte er. „Bei uns geht es doch auch um was“, betonte der Spielertrainer. Er konnte sich in der 90. Minute auch nicht mehr zurückhalten und flog wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Feld.

Wasserburgs Trainer Leo Haas zu den 90 Moniten: „Es war ein kampfbetontes Spiel, das beide Mannschaften aufgrund der Chancen gewinnen können. Insgesamt war es aber ein gerechtes Unentschieden.

Die Partie begann für den SB Chiemgau mit einem Paukenschlag. Es war nicht mal eine Minute gespielt, da saß der erste Angriff der Traunsteiner – und der war auch noch ganz stark gespielt! Ethan Monaghan flankte von der rechten Seite auf Mike Opara, der schaute kurz und legte auf Kapitän Stefan Mauerkirchner auf. Der fackelte nicht lange, zog ab und der Ball flog wunderschön über Wasserburgs Torwart Georg Haas hinweg zum 1:0 in die Maschen.

Nach zwei Wasserburger Chancen spielte der SB Chiemgau weiter nach vorne. In der 26. Minute hatten die Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen. Goran Divkovic zog an der Strafraumgrenze ab, Torwart Georg Haas war geschlagen, doch der Ball klatschte an den linken Pfosten – Glück für Wasserburg! Auf der Gegenseite probierte es Dominik Haas noch einmal, doch Tanzer fing den Ball sicher. Nach weiteren Traunsteiner Chancen ging es mit einer 1:0- Führung für die Heimelf in die Kabine – und die war mehr als verdient!

Auch in der zweiten Halbzeit hielt der SB Chiemgau mit. Ja, mehr noch: Gleich nach fünf Minuten hatte die Heimelf die nächste gute Gelegenheit, auf 2:0 zu stellen. Mauerkirchner schickte Monaghan mit einem Traumpass auf die Reise, der lief völlig frei Richtung Tor. Doch anstatt selbst abzuziehen, passte er auf den mitgelaufenen Divkovic und den Ball fing in letzter Sekunde ein Wasserburger ab. Eine Ecke führte zum bitteren 1:1 (68.) aus SBC-Sicht. Der Ball landete plötzlich bei Robin Ungerath und der köpfte die Kugel über die Linie.

Die Partie war jetzt ein offener Schlagabtausch. Ein Wasserburger hätte den Spielverlauf in der 84. Minute fast auf den Kopf gestellt. Matthias Haas zirkelte eine Ecke in den Strafraum, dort lauerte Markus Hartl, der den Ball an den Pfosten setzte. Das war die letzte Chance in einer rassigen Partie.

SB Chiemgau Traunstein: Tanzer, Sandner, Monaghan (67. Probst), Karayün, Opara, Köberich, Kraus, Divkovic, Daniel, Mayer, Mauerkirchner (75. Fenninger).

TSV Wasserburg: Georg Haas, Höhensteiger, Scheitzeneder (67. Hartl), Dominik Haas, Stephan, Schaberl (58. Hundschell), Hain (35. Knauer), Matthias Haas, Lindner, Weber, Ungerath.

Tore:1:0 Mauerkirchner (1.), 1:1 Ungerath (68.)

Gelb-RoteKarte: Karayün (90./SBC).

Zuschauer:610.

Schiedsrichter: Yannick Eberhardt (München). sb

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