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Ultraläufer zum 15. Mal durch den Chiemgau

Ulrich von Grossmann aus Siegsdorf hat bei jedem „Chiemgauer100“ gefinisht.

Ruhpolding – Zum 15. Mal findet am Wochenende der „Chiemgauer 100“ in Ruhpolding statt.

Start- und Zielpunkt ist in diesem Jahr neu in der Chiemgau-Arena. Dort, wo sonst die Biathleten nur wenige Kilometer zurücklegen, schicken sich die Ultraläufer an, Strecken von 75 Kilometern, 100 Kilometern, oder der Königsdisziplin 100 Meilen (161 km) mit 7500 Höhenmetern zu absolvieren.

Wie in den Vorjahren legen die Auflagen der höheren Naturschutzbehörde Oberbayerns die Teilnehmerzahl für den Samstag auf 150 Starter fest. Fast alle Startplätze sind bereits vergeben, bei kurzfristigen Absagen gibt es eventuell noch einen Startplatz. Die Bedeutung des Laufes zeigt sich an der Beteiligung von Läufern aus 15 Nationen. Mit den „Internationalen“ messen sich neun einheimische Athleten. Zwei von ihnen gehen bei den 100 Meilen an den Start. Martin Stahala aus Chieming und Ulrich von Grossmann. Der Siegsdorfer war bis jetzt bei allen Rennen am Start.

Eine große Herausforderung war es, nach dem heftigen Winter mit viel Schneebruch die Wege wieder begehbar zu machen. Dank der Kooperationsbereitschaft der Förster und vieler Helferstunden wurden überall gute Lösungen gefunden. Ausgehend vom neuen Startpunkt in der Chiemgau-Arena, konnte so auch die Streckenführung noch etwas interessanter gestaltet werden. Dabei wird hautsächlich über alpine Wander- und Forstwege gelaufen. Der Verlauf der 100-km-Distanz besteht aus zwei Runden im Gebiet von Ruhpolding: Zunächst wird der Rauschberg umrundet (29 Kilometer) und danach werden 71 Kilometer auf die Hörndlwand und im Hochfelln-Gebiet gelaufen. Auf der Strecke gibt es sechs Verpflegungs- und mehrere Wasserstationen.

Bereits am Freitagnachmittag treffen sich die Athleten im Café Biathlon zur Startnummernausgabe, Briefing und dem gemeinsamen Nudelessen. Zwischen 14 und 19 Uhr starten die 100-Meilen-Läufer, bei selbst gewählter Startzeit jeweils zur vollen Stunde. Sie laufen in einem „Vorspann“ über Zinnkopf, Teisenberg, Adl gaß, Kohleralm und Weißbach zur Reiter Alm, wo sie in die 100-Kilometer-Strecke einfädeln. Die Streckenmarkierungen bestehen aus Schildern und rot-weißem Markierungsband an Bäumen und Sträuchern sowie Pfeilmarkierungen am Boden und den Beschilderungen der Wanderwege.

Den Streckenrekord über 100 Kilometer hält bei den Männern seit 2009 Petru Muntenasu mit 10:45 Stunden. Bei den Frauen gilt es die Zeit von 27:33 Stunden zu schlagen, welche 2010 von Iris Dillinger gelaufen wurde. Die Bestzeit auf der 100-Meilen-Strecke hat Tom Wagner letztes Jahr mit 21:19 Stunden aufgestellt. pfa

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