Nch über 800 Tagen ohne Heimniederlage: Mühldorfer Volleyballer lassen Federn

Auch Hauke Ferchkonnte den Deggendorfer Sieg nicht mehr verhindern, das Team um Consti Schmid (im Block) überzeugte in allen Spielelementen. Rainer Press

Die Drittliga-Volleyballer des TSV Mühldorf müssen die erste Heimniederlage seit November 2017 hinnehmen. Der TSV Deggendorf war an diesem Abend einfach zu stark.

Mühldorf – Im Spitzenspiel der 3. Liga Ost bewiesen die Niederbayern eindrucksvoll, dass sie in dieser Liga das Team der Stunde sind. Mühldorf lief das ganze Spiel hinterher und verlor am Ende vor knapp 250 Zuschauern verdient mit 1:3.

Die Zeichen vor dem Derby standen gut für ein richtiges Spitzenspiel, mit dem besten Volleyball, dass die 3.Liga zu bieten hat. Beide Teams waren mit einem Sieg gegen Dresden in das neue Jahr gestartet und hoch motiviert ihre Serie fortzusetzen.

Die Innstädter starteten in Satz Nummer eins mit der gewohnten Stammformation und es entwickelte sich bis 10:10 der erwartete Schlagabtausch auf Augenhöhe. Leichte Unkonzentriertheiten auf Mühldorfer Seite und starke Abwehraktionen der Deggendorfer brachten den Gästen die Führung 13:15 und 17:20, die sie bis zum Ende des Satzes nicht mehr aus der Hand gaben, 22:25.

In Durchgang zwei bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Spannende Ballwechsel in einem hochklassigen Spiel mit ständigen Führungswechseln 7:9, 11:10, 14:15, bevor sich die Donaustädter leicht absetzen konnten zum 17:19. Mühldorf reagierte mit einer Aufschlagserie von Zuspieler Alex Brandstetter und holte sich die Führung zum 22:20 zurück. Michi Mayers Team blieb souverän und sicherte sich mit 25:22 den Satzausgleich. „Die Serie von Alex war leider der einzige kleine Wackler von Deggendorf im ganzen Spiel.“, stellte Außenangreifer Fabian Bartsch später ernüchternd fest.

Die Mühldorfer verschliefen nach der 10-Minuten-Pause den Start in Durchgang drei und lagen nach zwei Annahmefehlern direkt mit 1:4 zurück. Mühldorf brachte keinen Ball mehr in das gegnerische Feld und Trainer Mayer musste reagieren. Mit einem Doppelwechsel beim Spielstand von 4:11 kamen Zuspieler Jonas Zusann und Diagonalspieler Fabian Liemer für Alexander Brandstetter und Dennis Nelson aufs Feld. Doch auch dieser Wechsel brachte keine Besserung. Deggendorf marschierte weiter, allen voran mit einem überragenden Constantin Schmid auf Diagonal, der sowohl im Angriff, als auch im Aufschlag nicht zu stoppen war und dafür nach dem Spiel auch verdient zum Gold-MVP gekürt wurde. 7:17, 9:21 waren die deutlichen Zwischenstände, die zu einem Satzergebnis von 16:25 führten.

Auch in Satz vier bekamen die Innstädter kein Bein auf den Boden. Ein früher Rückstand 1:3 und im weiteren Verlauf nahezu keine Punkte bei eigenem Aufschlag resultierten zur Mitte des Satzes in einem 10:13. Nach einer Deggendorfer Aufschlagserie von Johannes Schwarz brachte Michi Mayer Hauke Ferch für Fabian Bartsch auf der Außenposition und beim 12:17 sollte der Doppelwechsel, dieses Mal mit Lars Rommel statt Jonas Zusann, noch eine Wendung bringen. Doch auch das half an diesem Tag nichts und Deggendorf punktete sich nach Belieben zum 15:25.

„Wir haben in Block und Abwehr keinen Zugriff bekommen und selbst Probleme gehabt unser Side-Out zu halten, auch wenn die Annahme vorne war.“, fasst Mühldorfs Kapitän und Silber-MVP Thomas Brandstetter das Spiel zusammen. „Deggendorf in dieser Verfassung war bis jetzt mit Abstand unser stärkster Gegner.“, meint er außerdem.

Mühldorf (30 Punkte aus 13 Spielen) ist somit gleichauf mit Verfolger Eibelstadt, der jedoch ein Spiel mehr hat. Auf Platz drei mit einem Spiel mehr und 27 Punkten rangiert der TSV Friedberg, der am Sonntag eine deutliche 0:3 Niederlage gegen Dresden hinnehmen musste und fünf Punkte zurück mit der gleichen Anzahl an Spielen findet sich der TSV Deggendorf wieder. Doch bevor Mühldorf das nächste Mal ran darf, erneut in einem Spitzenspiel am 15. Februar zu Hause gegen den TSV Eibelstadt, duelliert sich Deggendorf am 1. Februar mit Friedberg und am 8. Februar mit Eibelstadt.

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