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Löwen lassen Sonne scheinen

TSV Wasserburg beendet Sieglos-Serie: Wieso der Nachmittag in der Altstadt nie zu enden schien

Wasserburgs Janik Vieregg, der das 1:0 erzielte, wird von Karsfeld Keeper Fabio Di Salvo von den Beinen geholt.
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Wasserburgs Janik Vieregg, der das 1:0 erzielte, wird von Karsfeld Keeper Fabio Di Salvo von den Beinen geholt.

Vier Ligaspiele hat der TSV Wasserburg zuletzt auf einen Sieg warten müssen. Gegen Eintracht Karlsfeld war es nun wieder soweit, dabei schien der Nachmittag nie enden zu wollen.

Wasserburg – Der Fußballnachmittag in der Wasserburger Altstadt schien nie enden zu wollen. Dabei hätte er fast nicht begonnen: Die starken Regenfälle hatten die Markierungen derart verwaschen, dass Schiedsrichter Jakob Putz nicht anpfeifen wollte.

Mit vereinten Kräften und einer Extraladung Kalk wurde die Linie dann doch noch sichtbar gemacht, sodass die Landesliga-Partie gegen Eintracht Karlsfeld mit 30-minütiger Verzögerung angepfiffen werden konnte.

Simeth vergibt vom Punkt

Mit dem Anpfiff brach über Karlsfeld ein Sturm herein. Von Beginn an dominierten die Gastgeber die Partie und es war deutlich spürbar, dass die Mannschaft von Trainer Harry Mayer ihre Negativserie beenden wollte. Schon nach acht Minuten gab es Elfmeter für Wasserburg.

Daniel Kononenko war energisch in den Strafraum eingedrungen und per zu spät gesetzter Grätsche von den Beinen geholt worden. Wasserburgs etatmäßiger Schütze Michael Kokocinski war verletzt, daher übernahm der junge Leon Simeth die Verantwortung, scheiterte jedoch an Fabio di Salvo.

Vieregg besorgt die Führung

Von diesem Fehlschuss ließen sich die Löwen aber nicht beirren und gingen in der 19. Minute in Führung. Erneut war Kononenko auf links durchgebrochen und fand mit seiner Hereingabe Janik Vieregg, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob. Vieregg war es auch, der kurz darauf die Großchance zu seinem zweiten Treffer hatte, der Torjäger legte jedoch frei vor di Salvo uneigennützig quer und verfehlte dabei aber den mitgelaufenen Manuel Kerschbaum (25.). Gäste-Trainer Ugur Alkan war mit dem Auftritt seiner Elf derart unzufrieden, dass er bereits vor der Pause neben einem verletzungsbedingten zwei leistungsbedingte Wechsel vornahm.

Knauer vergibt auch den zweiten Strafstoß

Nach der Halbzeit brachte Mayer mit Moritz Knauer und Marko Dukic zwei frische Offensivkräfte, um das Spiel endgültig zu entscheiden. Dukic war es in der 54. Minute, der die Pläne des Trainer aufgehen ließ. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld ging es schnell, Vieregg war über rechts durch und seine Hereingabe versenkte der Joker per Dropkick aus acht Metern zum 2:0. Die Löwen machten sich nun drauf und dran, Karlsfeld auseinanderzunehmen, doch dann wurde das Spiel unterbrochen. Nach einem Zusammenstoß lag Karlsfelds Dominik Pöhlmann blutend am Boden, Schiedsrichter Putz wollte das Spiel erst nach Eintreffen des Rettungswagens fortführen. So dauerte es 30 Minuten, ehe der Ball wieder rollte und die Löwen da weitermachen konnten, wo sie aufgehört hatten.

Einziger Vorwurf an diesem Nachmittag: Bei besserer Chancenverwertung wäre aus dem Chancenregen ein Torhagel geworden. So blieb neben zahlreichen Großchancen durch Dukic, Stephan und Ferreira Gonvcalves auch noch ein zweiter Strafstoß ungenutzt. Rauscher war im Strafraum zu Boden gebracht worden und Lucas Knauer scheiterte vom Punkt an di Salvo (74.). Die anschließende Ecke versenkte Innenverteidiger Dominik Brich dann jedoch am langen Pfosten zum 3:0 (75.).

Am Ende eines langen verregneten Nachmittags schien an der Landwehrstraße 10 sogar kurz die Sonne. Dass eben jene auch noch stärker über der Tabelle erstrahlt, müssen die Innstädter konstanter werden und Leistungen wie gegen Karlsfeld zum Standard erheben.

Wasserburg: Boschner, Köhler (ab 64. Köhler), Scherhag (ab 64. Stephan), Brich, Kononenko, Vorderwestner (ab 46. Dukic), Lucas Knauer, Kerschbaum (ab 82. Lindner), Simeth (ab 46. Moritz Knauer), Ferreira Goncalves, Vieregg.

Zuschauer: 215.

Schiedsrichter: Jakob Putz.

Tore: 1:0 Janik Vieregg (19.), 2:0 Marko Dukic (54.), 3:0 Dominik Brich (75.).

jah

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