Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Macht keinen Sinn mehr, eigenständig zu bleiben”

TSV Übersee und ASV Grassau starten Spielgemeinschaft - das sind die Gründe

Der ASV Grassau und der TSV Übersee spielen künftig auch im Herrenbereich in einer Spielgemeinschaft.
+
Der ASV Grassau und der TSV Übersee spielen künftig auch im Herrenbereich in einer Spielgemeinschaft.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
    schließen

Der ASV Grassau und der TSV Übersee spielen ab der kommenden Saison in einer Spielgemeinschaft und gehen in der A-Klasse und der C-Klasse an den Start. beinschuss.de hat sich bei beiden Vereinen umgehört und sowohl über die Gründe für den Zusammenschluss als auch die Ziele der neuen SG gesprochen.

Grassau/Übersee - Immer mehr Vereine in Bayern und auch im Kreis Inn/Salzach gehen, wie bereits im Jugendbereich zahlreich praktiziert, auch eine Spielgemeinschaft im Herrenbereich ein. So nun auch der ASV Grassau und der TSV Übersee.

Abteilungsleiter Kurz: „Auf lange Sicht hätten wir uns selber schwergetan“

“Der ASV Grassau ist auf uns zugekommen, da sie kein Team mehr stellen konnten”, sagt Übersees Abteilungsleiter Andi Kurz im Gespräch mit beinschuss.de. “Da wir bereits im Jugendbereich eine Spielgemeinschaft haben, erweitern wir diese nun auf den Herrenbereich aus.”

Zwar habe der TSV Übersee derzeit noch kein personelles Problem und hätte zwei Herrenmannschaften stellen können, doch Kurz gibt zu: “Auf lange Sicht hätten wir uns selber schwergetan.” 

Grassau hätte keinen Spielbetrieb mehr aufrechterhalten können

In Grassau dagegen sieht die Lage anders aus. “Wir hätten keinen vernünftigen Spielbetrieb mehr aufrechterhalten können”, sagt Ernst Enzmann, langjähriger Jugendtrainer und ehemaliger Abteilungsleiter des ASV. “Seit Jahren bedarf es eines hohen Aufwandes, damit wir ein Team stellen können. Deshalb macht es keinen Sinn mehr, eigenständig im Herrenbereich zu bleiben.”

Dabei sei die Entwicklung beim ASV schon seit Jahren negativ. “Immer mehr Kinder hören frühzeitig dem Fußball auf. Andere ziehen weg zum Studieren oder haben einfach keine Zeit mehr”, so Enzmann weiter. “Corona hat das ganze noch einmal verstärkt. Die jungen Menschen wollen nicht mehr so gebunden sein, da hat der Fußball nicht mehr Stellenwert wie früher.”

„Wir setzten uns erstmal keine sportlichen Ziele“

Neben Grassau und Übersee gingen in diesem Sommer auch der TSV Altenmarkt und der TSV Stein/St. Georgen sowie der SV Söllhuben und der SC Frasdorf eine Spielgemeinschaft ein. “Dass jedes Dorf seine eigene Mannschaft hat, wird es wohl auf kurz oder lang nicht mehr geben”, so Enzmann. “Ich gehe davon aus, dass immer mehr Klubs sich zusammentun müssen.”

Die SG Übersee/Grassau geht künftig mit der 1. Mannschaft in der A-Klasse 2 auf Punktejagd, die Zweite spielt in der C-Klasse 2, zusammen mit dem neu gegründeten Verein Young Boys Rosenheim. “Wir setzen uns erstmal keine sportlichen Ziele”, erklärt Übersees Abteilungsleiter Kurz. “Das Team soll erst einmal zusammenwachsen und sich entwickeln.” 

Schnurrer wird Cheftrainer, Enzmann wird sein Assistent

Trainieren wird die Mannschaft Manuel Schnurrer zusammen mit Enzmann als Co-Trainer. Gespielt und trainiert soll dabei abwechseln in Grassau und Übersee. “Noch ist alles nicht ganz spruchreif, aber wir sind mit den Verantwortlichen des ASV in einem guten Austausch”, so Kurz weiter.

Nun soll also eine Spielgemeinschaft die Zukunft für beide Vereine sein. Ob dies gelingt, wird sich zeigen.

ma

Kommentare