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Hoffen auf einen ruhigen Corona-Herbst

Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer bereiten sich auf die Saison vor: Bislang zwei Neuzugänge

Einen ruhigen Herbst in Sachen Corona erhoffen sich die Volleyballer des TSV Mühldorf. Im vergangenen Jahr fand der Großteil der Spiele ohne Publikum statt. Mit dem entsprechenden Hygienekonzept hoffen Ateilungsleiter Stefan Bartsch und Co., dass zumindest 200 Zuschauer in die Halle dürfen.
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Einen ruhigen Herbst in Sachen Corona erhoffen sich die Volleyballer des TSV Mühldorf. Im vergangenen Jahr fand der Großteil der Spiele ohne Publikum statt. Mit dem entsprechenden Hygienekonzept hoffen Ateilungsleiter Stefan Bartsch und Co., dass zumindest 200 Zuschauer in die Halle dürfen.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Die zweite Saison in der in der Zweiten Bundesliga steht für die Volleyballer des TSV Mühldorf an. Spieler, Trainer und Verantwortliche des Vereins befinden sich mitten in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit, die wegen Corona mit vielen Unsicherheiten starten wird.

Mühldorf – Das Abenteuer Bundesliga geht in die zweite Runde – wobei der Sportdirektor der Mühldorfer Volleyballer, Paul Brandstetter, den Begriff eigentlich nicht mag. „Nein, das ist kein Abenteuer. Wir wissen nämlich genau, auf was wir uns eingelassen haben, was wir tun und was wir wollen. Das ist Volleyball auf hohem Niveau und das Ergebnis vieler Personen in der Volleyball-Abteilung des TSV Mühldorf“, betont der Manager der Zweitliga-Mannschaft aus der Innstadt immer wieder.

Jetzt geht das Ganze in die zweite Saison, nachdem die Mühldorfer ihren Premierenauftritt im vergangenen Jahr mit einem soliden achten Tabellenplatz beendet hatten. Damit hatte anfangs niemand gerechnet. Entsprechend hoch sind die Erwartungen für die kommende Spielzeit, die am 11. September mit einem Auswärtsspiel gegen den Fünfplatzierten TSV Mimmenhausen beginnt. Doch der TSV muss einige Abgänge kompensieren, nachdem einige Juniorenspieler zurück in ihre Heimatvereine gegangen sind.

Aust, Besenböck und Großmann sind weg

So ist Zuspieler Tim Aust wieder zurück zum TSV Grafing gewechselt, wo er die Nachfolge des besten Spielers der vergangenen Bundesliga-Saison, Fabian Wagner, antreten wird. Sprungwunder und Diagonalspieler Tobi Besenböck wird in der nächsten Spielzeit in seinem Heimatverein Dachau angreifen. Und Zwei-Meter-Mann und Mittelblocker Luis Großmann konzentriert sich auf sein Medizinstudium in Regensburg.

Alles rund um die Mühldorfer Volleyballer finden Sie im OVB-Dossier.

„Wir hätten die Spieler gerne behalten, aber es hilft ja nichts“, bedauert Abteilungsleiter Stefan Bartsch diese Abgänge, die er allerdings auch nachvollziehen kann. Die Juniorenspieler waren nach Mühldorf gekommen um Spielpraxis zu sammeln. Denn der Spielbetrieb war in der Saison 2020/2021 lediglich den Ligen eins und zwei vorbehalten. Alles andere ab der 3. Liga war wegen Corona abgebrochen worden, Aust, Besenböck und Großmann hätten in die Röhre geschaut.

Auch der Coach geht

Mit den Abgängen der Spieler müssen die Mühldorfer auch den Abschied von Co-Trainer Sepp Wolf verkraften. Mit seiner enormen Erfahrung und seiner akribischen Art hatte Sepp Wolf letzte Saison als Co-Trainer einen entscheidenden Anteil daran, dass sich das Mühldorfer Team so gut in der 2. Volleyball-Bundesliga etablieren konnte. Jetzt zieht es ihn mit Besenböck wieder zurück zum ASV Dachau, wo er ab dieser Saison als Teammanager in der 3. Liga tätig sein wird.

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Nicht der einzige Aderlass, den die Mühldorfer zu kompensieren haben. Schon seit Januar ist Außenangreifer Zied Chalgmi nicht mehr im Kader. Er hatte wegen Knieproblemen passen müssen. Diagonalspieler Fabian Liemer geht wieder zurück nach München, um bei seinem Heimatverein VSG Isar-Loisach in der Bezirksliga Akzente zu setzen. Und Zuspieler Jonas Zusann studiert im fernen Bayreuth.

Zwei Neuzugänge

Dem gegenüber stehen zwei Neuzugänge: Laurenz Welsch kommt von den WWK Volleys Herrsching aus der 1. Bundesliga und unterschreibt für die nächste Saison. Der 18-jährige Juniorennationalspieler ist auf der Position des Außenangreifers zu Hause und durfte letzte Saison in Herrsching mit mehreren Kurzeinsätzen schon Erstligaluft schnuppern. Jetzt wechselt der 1,95 Meter große, athletische Herrschinger vom Ammersee an den Inn, um in der 2. Bundesliga Spielpraxis zu sammeln.

Und auch Leo Tille kommt zurück an den Inn. Der 26-Jährige hat in Mühldorf von seinem Vater Jogi Tille das Volleyballspiel quasi in die Wiege gelegt bekommen. Als zigfacher Jugend- und Junioren-Nationalspieler wechselte er nach Kempfenhausen und Berlin in die erste und zweite Bundesliga, zuletzt spielte er beim österreichischen Erstligisten Waldviertel, dort als Libero und zuletzt als Außenangreifer. In Mühldorf wird er der Allrounder sein.

„Unglaublich talentierte Jungs aus dem eigenen Nachwuchs“

„Mit Fritz Vähning und Kilian Nennhuber verfügen wir über schlagkräftige Jugendliche, die gerade von einem Deutschen Meistertitel im Beachvolleyball zum nächsten eilen. Unglaublich talentierte Jungs aus dem eigenen Nachwuchs“, sagt Abteilungsleiter Bartsch und so verfolgt die Abteilung auch das Ziel, weitere Jungspunde an die erste Herrenmannschaft heranzuführen. Moritz Wöls zum Beispiel spielte in diesem Jahr bereits mehrmals mit dem deutschen Adler auf der Brust.

Der 16-jährige trainiert ebenso mit der ersten Mannschaft wie James Feuchtgruber (Jahrgang 2005) und Felix Schinko (Bayerischer Beachmeister der U16/Jahrgang 2006). „Alles eigener Nachwuchs mit enormen Potenzial, sie sind engagiert und haben Lust“, meint Bartsch.

Im Außenangriff gut besetzt

Mit Blick auf dem Kader findet der Abteilungsleiter, dass das Team im Außenangriff mit „Capitano“ Tom Brandstetter, Fritz Vähning und Neuzugang Laurenz Welsch sehr gut aufgestellt ist. Auch Leo Tille wäre eine Option für die Außenposition, doch ist noch offen, ob der annahmestarke Profi der Mannschaft auf der Libero-Positon besser helfen könnte. „Er ist auf jeden Fall unser Zuspielerersatz, wenn Alex Brandstetter ausfallen sollte“, so Bartsch.

Außerdem eine Option für den Liberoposten ist Hauke Ferch. Und der annahme- und nervenstarke Kilian Nennhuber hat ja in seiner ersten Zweitliga-Saison gezeigt, was er in der Annahme kann. Über die Diagonalposition kämen Fabian Bartsch und Neuzugang Laurenz Welsch in Frage. Einzig die Mittelblockerposition bereitet noch etwas Kopfzerbrechen. Hier stehen mit David Fecko, Flo Gschwendtner und Charles Kahn nur drei Optionen zur Wahl. „Ein Vierter würde nicht schaden“, weiß auch Stefan Bartsch. „Wir sind noch an einem, Mittelbocker dran, aber das ist noch alles offen.“

Hallenboden wegen Starkregen beschädigt

Offen ist auch, ob die Mühldorfer nun definitiv in die Halle können. Starkregenereignisse hatten die Mittelschulturnhalle unter Wasser gesetzt. Es stand zu befürchten, dass der Boden so arg beschädigt sein könnte, dass er komplett ausgetauscht werden muss. Doch Bartsch geht aktuell nicht davon aus, dass sich die Mühldorfer eine Ersatzhalle suchen müssten. „Die Halle ist zwar noch gesperrt, aber ich denke, dass wir spielen können, nachdem die Aufwölbungen, die sich nach den Regenereignissen gezeigt haben, wieder zurückgebildet haben.“ Ohnehin sei nur der Rand der Halle betroffen, nicht aber das Spielfeld im Zentrum der Mittelschulturnhalle. Letztlich erteile die Stadt die Freigabe.

Zuversichtlicher als noch im vergangenen Jahr ist Stefan Bartsch bei der Frage nach den Zuschauern. Nach den ersten beiden Heimspielen war in der Saison 2020/ 21 Schluss. Wegen Corona waren keine Zuschauer mehr in der Halle erlaubt. Diesmal geht Bartsch davon aus, dass ein gewisses Zuschauerkontingent dauerhaft möglich ist. „Allerdings unter Einhaltung der 3G-Regeln und mit entsprechendem Abstand.“ Basierend auf dem Hygienekonzept des vergangenen Jahres wird die Abteilung noch an einigen Stellschrauben drehen, damit den Mühldorfern Volleyball auf Zweitliga-Niveau, live vor Ort angeboten werden kann.

Bartsch hofft auf 200 Zuschauer

„Circa 200 Zuschauer könnten dann möglich sein“, hofft Bartsch auf einen ruhigen Corona-Herbst. Doch auch für alle anderen Eventualitäten ist man gerüstet. Nachdem die 2. Bundesliga verpflichtend auch einen Livestream vorsieht, wird parallel zur Moderation in der Halle Volleyball zu Hause in die heimischen Wohnzimmer übertragen. Das Moderatoren-Duo Eric Hagendorn und Josef Enzinger wird auch in dieser Saison wieder auf die gewohnt launige Art und Weise via Internet kommentieren.enk

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