VOLLEYBALL 2. BUNDESLIGA

TSV Mühldorf ist heiß auf die Revanche: L. E. Volleys aus Leipzig zu Gast

Henrik Kamphausen und Lorenz Deutloff im Block (von links). Am Netz attestiert Mühldorfs Trainer Michi Mayer den Leipzigern enormes Potenzial. Doch auch Mühldorfs Fabian Bartsch (Nummer 14) zeigte sich zuletzt in bester Angriffslaune.
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Henrik Kamphausen und Lorenz Deutloff im Block (von links). Am Netz attestiert Mühldorfs Trainer Michi Mayer den Leipzigern enormes Potenzial. Doch auch Mühldorfs Fabian Bartsch (Nummer 14) zeigte sich zuletzt in bester Angriffslaune.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Zum Sieg hat es am vergangenen Sonntag noch nicht gereicht, aber zumindest war eine deutliche Formsteigerung zu sehen, als die Mühldorfer in der 2. Volleyball-Bundesliga bei den Blue Vollyes in Gotha antraten. An diese Leistung wollen die Mühldorfer am Samstag gegen Leipzig anknüpfen.

Mühldorf – Immerhin einen Punkt nahmen die Innstädter mit nach Hause. Und Mühldorfs Trainer Michi Mayer hat dieser Punkt ziemlich zufrieden gestimmt. „Ganz ehrlich: Wenn wir auch den Leipzigern einen Punkt stibitzen könnten, wäre das in Ordnung“, bleibt Mayer bescheiden, wenn die Sachsen beim Geisterspiel, also abermals ohne Publikum, am Samstagabend um 19 Uhr (Live-stream über sporttotal.tv) in der Mühldorfer Mittelschulturnhalle aufschlagen werden.

Erinnerungen an die Niederlage – Mühldorf kam frisch aus der Quarantäne

Bescheiden ist Michi Mayer in seiner Erwartungshaltung, weil ihm das Ergebnis aus dem Hinspiel noch in guter Erinnerung ist. Das erste Aufeinandertreffen in der Brüderhalle in Leipzig hatten die Gastgeber dominiert. Mit 3:1 hatten die Sachsen die Partie gewonnen.

„Wir kamen damals frisch aus der Corona-Quarantäne, hatten ein Trainingsdefizit“, erklärt Mayer. Das Ergebnis spiegle deswegen nicht das Potenzial wider, was die Mühldorfer zu leisten im Stande gewesen wären, ist sich Mayer sicher.

Leipzig stark im Mittelblock

Doch der Mühldorfer Coach weiß natürlich auch um die Stärken der Leipziger, „besonders im Mittelblock!“. Henrik Kamphausen und Jerome Ptock hatten es beim Hinspiel den Mühldorfern schwer gemacht, nicht nur im Block, sondern auch mit ihren Schnellangriffen überzeugten der 1,96 Meter große Kamphausen und Zwei-Meter-Mann Ptock. Mit seinen 1,82 Metern nicht der größte, aber dafür umso so schnellkräftiger ist dem Mühldorfer Trainer auch Außenangreifer Lorenz Deutloff noch in bester Erinnerung. Dreimal wurde er schon zum MVP gewählt.

Ausführliche Infos zu den Mühldorfer Volleyballern finden Sie auf unserer Themenseite

Zwei Wochen hatten die L.E. Pause seit dem erfolgreichen 3:0-Auftritt bei Mainz-Gonsenheim. Der eigentlich geplante Doppelspieltag am Bodensee im Anschluss wurde aus Corona-Gründen verschoben. Und auch die Tatsache, dass die Leipziger eine knapp fünfstündige Anfahrt in auf nehmen müssen, macht dem Mühldorfer Trainer Mut, darunter könne erfahrungsgemäß die Dynamik leiden, besonders zu Beginn des Spiels, meint Mayer, der noch mit der Mannschaftsaufstellung hadert.

„Wenn Mühldorf im Aufschlag keinen Rhythmus findet, dann sind wir chancenlos!“

Mühldorfs Trainer Michi Mayer

Fabian Bartsch über Außen und Tobias Besenböck über Diagonal? Oder andersrum? Da lässt sich Mayer nicht in die Karten schauen. „Fakt ist, dass Fabi und Tobi super drauf sind, immer für Rambazamba am Netz sorgen und den Block nach außen ziehen.“ Das schafft Handlungsspielraum für den ebenfalls bestens aufgelegten Zuspieler Alex Brandstetter, der in den beiden zurückliegenden Spielen jeweils zum wertvollsten Spieler gewählt worden ist.

Zied Chalghmi fällt weiterhin aus

Die Verletztenliste bei den Mühldorfern ist immer noch lang: Zied Chalghmi, Fabian Liemer und Jonathan Helm scheiden verletzungsbedingt aus. Aber Mühldorfs Trainer Mayer hat bei 13 Spielern, darunter auch zahlreiche junge Ergänzungsspieler, immer noch die Qual der Wahl.

Entscheidend für den Spielausgang werde sein, wie hart und platziert die Mühldorfer aufschlagen werden. Gegen Hammelburg war der Aufschlag ein einziges Fiasko, gegen Gotha einen Tag später dann bärenstark. Die Thüringer schienen lange Zeit am Rande einer Niederlage. „Wir haben im Training den Fokus auf den Aufschlag gelegt, auch am Samstagvormittag vor dem Spiel ist noch eine Trainingseinheit geplant“, sagt Mayer. Denn eines sei auch klar: „Wenn Mühldorf im Aufschlag keinen Rhythmus findet, dann sind wir chancenlos!“

Leipzig in der Tabelle direkt hinter Mühldorf

Leipzig – in der Tabelle als Achter mit 27 Punkten auf Tuchfühlung zu den Mühldorfern auf Rang sieben (29 Zähler) – rechnet mit allem. „Sie könnten gereizt sein und eine Jetzt-erst-recht-Reaktion zeigen wollen“, sagt Außenangreifer Jannik Kühlborn im Vorfeld der Partie. Möglich wäre laut Kühlborn aber auch eine gewisse Niedergeschlagenheit nach der Niederlagenserie.

Fabian Bartsch zuversichtlich: „Wir können noch eine Schippe drauflegen!“

Darüber kann man in Mühldorf allerdings nur schmunzeln. „Niedergeschlagenheit kennen wir nicht. Wir brennen auf die Revanche, diesmal aber mit dem besseren Ende für uns. Der Punkt letzten Sonntag war wichtig, auch für das Selbstbewusstsein. Auf dieser Leistung können wir aufbauen und auch noch etwas draufpacken!“, ist Außenangreifer Fabian Bartsch überzeugt.

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