Dritte über 3.000 Meter

TSV Mühldorf: Läuferin Magdalena Mayerhofer beeindruckt bei Kader-Testwettkampf

Magdalena Mayerhofer vom TSV Mühldorf wurde Dritte über 3000 Meter.
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Magdalena Mayerhofer vom TSV Mühldorf wurde Dritte über 3000 Meter.
  • vonLudwig Stuffer
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Auch in der Leichtathletik dürfen aktuell nur die Kader-Athleten trainieren oder Wettkämpfe bestreiten. Einen Testwettkampf führten die besten bayerischen Kadersportler im Münchner Olympiapark durch. Dabei lieferte Magdalena Mayerhofer vom TSV Mühldorf eine beachtliche Leistung ab.

München – Die Leichtathletik-Mittelstreckenläuferin Magdalena Mayerhofer vom TSV Mühldorf hat mit einer Spitzenzeit beim offiziellen Kader-Testwettkampf Süd im Münchner Olympiapark geglänzt.

Die Meisterschaftssaison in der Halle wurde heuer im Zuge der Corona-Pandemie komplett abgesagt, deshalb gab es bislang auch kaum Wettkämpfe in der Leichtathletik. Wegen der Corona-Auflagen durch die Behörden durften noch oben drauf lediglich Kader-Athleten als „Berufssportler“ trainieren.

Um den Kader-Athleten nun eine erste Chance auf einen Leistungstest unter offiziellen Wettkampfbedingungen zu geben, veranstaltete nun der Bayerische Leichtathletik-Verband (BLV) ein Hallen-Meeting mit besonders strengen Hygienemaßnahmen und einem vorbehaltlichen Zutritt nur für die Athleten, Kadertrainer und Kampfrichter.

Ohne Zuschauer und damit auch ohne Unterstützung durch einen Heimtrainer arbeiteten sich die geladenen Athleten dennoch zu beachtlichen Resultaten.

Einziger Hallen-Wettkampf in dieser Saison

Als Mitglied des bayerischen Lauf-Kaders durfte bei diesem Ereignis auch Magdalena Mayerhofer vom TSV Mühldorf an den Start gehen. Damit war es für die Mühldorfer Ruperti-Gymnasiastin ein erster guter Test: „Ich wollte einfach mal sehen, wo ich aktuell mit meinem Leistungsstand und dem Training stehe“, so die 16-Jährige.

Allerdings war es auch der erste, aber auch schon wieder letzte Hallen-Wettkampf in dieser Winter-Saison, denn auch im Cross fallen alle Rennen wegen Corona und einer Verschiebung in den Herbst komplett aus.

Neue persönliche Bestzeit

In der Werner-von-Linde-Halle ging die Mühldorferin auf der 3000-Meter-Distanz der weiblichen Jugend U18 gegen die bayerische Konkurrenz an den Start. Nach diversen Führungswechseln lief die eigentliche Cross-Spezialistin auf den dritten Platz. Mit 10:39,49 Minuten arbeitete sie sich zu einer neuen persönlichen Hallen-Bestzeit und steigerte ihre alte Marke um 9,77 Sekunden.

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Nicht zu bezwingen war hier Linda Meier vom LAC Passau mit 10:02,11 Minuten vor Karla Hiss vom MTV Pfaffenhofen mit 10:31,01 Minuten. In der heuer ruhigen Hallen-Saison auf Bundesebene ist Magdalena Mayerhofer nun übrigens Dritte in der aktuellen deutschen Jahresbestenliste der weiblichen Jugend U18, Sechste in der Klasse U20, Achte bei den Juniorinnen und sogar auf Rang 14 bei den Frauen mit ihrer Leistung.

Viel Durchhaltevermögen gefordert

Ein Blick in die Welt der Nicht-Kader-Athleten als eine sehr schwierige Situation, denn wegen der Corona-Auflagen und des Lockdowns seit November durfte kein „normaler“ Sportler ein Hallen-Training alleine oder in der Gemeinschaft absolvieren. Alle Trainings mussten deshalb bei jedem Wetter draußen absolviert werden – und dies erfordert viel Durchhaltevermögen bei allen Beteiligten oder auch zur Aufgabe des Sports.

Bei den Verantwortlichen des BLV gibt es derzeit massiven Grund zur Besorgnis. Trotz der Förderung der Kaderathleten macht sich Präsident Gerd Neubauer echte Sorgen um den Nachwuchs: „In normalen Jahren verlieren Vereine so im Schnitt zehn bis 15 Prozent an Sportlern, allerdings kommt auch diese Zahl in etwa immer neu dazu.“ Seit Beginn der Corona-Pandemie hätten Vereine diese Zahlen allerdings nur stetig verloren und keine Zugewinne gemacht.

„Ich hoffe, dass kein dritter Lockdown im Zuge eines mutierten Virus die nächste Zeit auf uns zukommt“, so Neubauer, der sich seine „aktive Zeit“ als Präsident mit kreativeren Fördermaßnahmen der Athleten vorstellen würde. BLV-Vize-Geschäftsführer Martin Kallmeyer: „Ich hoffe, dass wir ein halbwegs normales Wettkampfjahr ab dem Sommer haben werden, allerdings ist dies aktuell überhaupt nicht planbar.“

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