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Dank Finanzspritze eines Sponsors

TSV Buchbach möchte ein neues Sportheim - Nutzungskonzept ist umstritten

Das Sportheim des TSV Buchbach ist klein und wenig repräsentativ. Dank der Finanzspritze eines Sponsors soll ein neues, attraktiveres Sportheim gebaut werden. Anwohnern und dem Marktgemeinderat ist das aktuelle Nutzungskonzept für das Sportheim aber ein Dorn im Auge.
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Das Sportheim des TSV Buchbach ist klein und wenig repräsentativ. Dank der Finanzspritze eines Sponsors soll ein neues, attraktiveres Sportheim gebaut werden. Anwohnern und dem Marktgemeinderat ist das aktuelle Nutzungskonzept für das Sportheim aber ein Dorn im Auge.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Der TSV Buchbach kickt erfolgreich in der Regionalliga. Ganz anders schaut es bei seinem Sportheim aus. Da haben vielleicht 30 bis 40 Personen Platz, sagte der TSV-Vorsitzende Anton Maier, als er dem Marktgemeinderat die Pläne vorstellte, ein neues Sportheim samt Nebengebäude zu bauen.

Buchbach – Der TSV Buchbach kickt erfolgreich in der Regionalliga. Ganz anders schaut es bei seinem Sportheim aus. Da haben vielleicht 30 bis 40 Personen Platz, sagte der TSV-Vorsitzende Anton Maier, als er dem Marktgemeinderat die Pläne vorstellte, ein neues Sportheim samt Nebengebäude zu bauen.

Maier, der seit 22 Jahren Vorsitzender des TSV Buchbach ist, führte aus, dass der Sportverein derzeit räumlich eingeschränkt sei. Der Stauraum reiche nicht aus, um alle Liegenschaften des TSV „ordentlich durch den Winter zu bringen“. Deshalb brauche man ein Funktionsgebäude.

Dazu kommt ein neues, größeres Sportheim, in dem auch Platz für mehr Toiletten ist. Damit würde man es auch schaffen, die „Leutebei Heimspielen des TSVins Sportheim zu bringen. Derzeit stehen sie zwangsläufig draußen im Freien“, so Anton Maier.

Verein muss für Jugend attraktiv sein

Maier argumentierte aber auch, dass sich der Verein mit seinen Abteilungen Fußball, Ski, Tennis, Turnen, Stockschützen und derFaschingsgesellschaft Bubariafür den Nachwuchs attraktiver machen müsse. Aktuell trainieren beim TSV rund 600 Kinder und Jugendliche, sagte Maier. Ohne die Erweiterung sieht er für die Zukunft schwarz. In diesem Zusammenhang sprach er auchden geplanten Allwetterplatzan, der ebenfalls ein Mosaikstein sei, die Attraktivität des TSV Buchbach zu steigern.

Der TSV-Vorsitzende berichtete zudem, dass der Verein von der Marktgemeinde keine Zuschüsse für die Baumaßnahme brauche. Sponsoren, vor allem der Erdinger Weißbräu, sowie der TSV würden sich um die Finanzierung kümmern.

Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) sprach aus, was alle Marktgemeinderäte dachten: Man zollt dem Verein viel Anerkennung für dessen Arbeit und sehe auch, mit wieviel Herzblut die Ehrenamtlichen am Werk sind.

Nutzungskonzept des Sportheims stößt auf wenig Gegenliebe

Allerdings sprach Einwang auch das vorgelegte Nutzungskonzept an, das zahlreiche Veranstaltungen in dem neuen Sportheim vorsieht. Das stoße nicht nur bei den Anwohnern auf Skepsis.

Philipp Rinberger (Umlandliste Buchbach) versicherte, dass er gegen den Sportheimbau nichts einzuwenden habe. Das Nutzungskonzept könne er aber nicht mittragen. So sehe er die außersportliche Nutzung des Sportheimes kritisch. Er erinnerte daran, dass beispielsweise Public Viewing-Veranstaltungen bisher vom Verein „Kaba-Klopfer“ organisiert werden. „Mit dem Sportheim-Neubau sollen alle Weihnachtsfeiern dort stattfinden. Das schadet der örtlichen Gastronomie“, so Rinberger weiter. Salih Akyildiz (CSU/FWB) riet dazu, das Nutzungskonzept des TSV mit den Nachbarn abzustimmen.

Dritte Bürgermeisterin Maria Vitzthum (CSU/FWB) sagte, dass ihr der zweigeschossige Neubau zu wuchtig erscheine. Sie würde einen eingeschossigen Bau lieber sehen. Zudem wollte sie wissen, was mit dem alten Sportheim passieren wird.

Dazu erläuterte Maier, dass dieses zur TSV-Geschäftsstelle umgebaut wird. Zudem werden die Kabinen für die Schiedsrichter und die heimische Mannschaft erweitert. Gleichzeitig erklärte er, dass es der Wunsch des Sponsors Erdinger Weißbräu sei, das Sportheim zu nutzen, um dort mit Gästen zu feiern.

Marktgemeinderäte fordern Nachbesserungen

Manfred Kroha (CSU/FWB) sieht in dem geplanten Sportheim eine Aufwertung des gesamten Areals. Zudem nannte er es „eine Hochleistung des Vereins, einen Sponsor zu finden, der das Projekt fast alleine finanziert“. Allerdings schloss er sich der Kritik von Philipp Rinberger an und meinte, das geplante Nutzungskonzept sollte zum einen präzisiert und zum anderen mit den Nachbarn abgestimmt werden.

Fachlich führte Karl-Heinz Kammerer noch aus, dass das Sportheim eigentlich an einer anderen Stelle geplant gewesen sei. Das Landratsamt hatte allerdings Bedenken wegen des Brandschutzes geäußert und ein „sehr kostspieliges Brandschutzkonzept gefordert“. So sei der jetzt geplante Standort zustande gekommen.

Am Ende sprachen sich die Marktgemeinderäte einstimmig für den Bau eines neuen Sportheimes samt Nebengebäude aus. Das letzte Wort habe sowieso das Landratsamt als Genehmigungsbehörde. Das Nutzungskonzept lehnte der Marktgemeinderat allerdings geschlossen ab.

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