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Vor 473 Zuschauern - Sarjo mit Doppelpack

Bergen dreht in Unterzahl Topspiel gegen Unterwössen - die Stimmen zum Spiel

Pure Freude über das Siegtor von Bergens Musa Sarjo.
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Pure Freude über das Siegtor von Bergens Musa Sarjo.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Was war das für ein Fußballabend! Trotz Unterzahl drehte der Tabellenführer TSV Bergen vor 473 Zuschauern gegen den SV Unterwössen einen 0:1-Rückstand und gewann am Ende mit 2:1. Damit steht Bergen mit einem Bein in der Kreisklasse, der SVU ist jetzt auf einen Ausrutscher der SG Chieming/Grabenstätt angewiesen. beinschuss.de hat die Stimmen zum Spiel zusammengetragen.

Unterwössen - Es war alles angerichtet am Dienstagabend für das Topspiel zwischen dem Tabellendritten SV Unterwössen und dem Spitzenreiter TSV Bergen. Bei herrlichem Sonnenschein pilgerten 473 Zuschauern ins Stadion und diese wurden mit einem umkämpften und spannenden Spiel belohnt.

Kohlmaier brachte Unterwössen in Führung - Meindl sah die Rote Karte

In der ersten Halbzeit kam der Gast aus Bergen schwer in die Partie und Unterwössen agierte spielbestimmend. Der Gastgeber hatte die ersten Tormöglichkeiten und wurde schließlich in der 36. Spielminute belohnt. Nach einer Flanke stand Daniel Kohlmaier im Strafraum goldrichtig und köpfte den Ball zur 1:0-Führung in den Kasten. Dies war auch gleichzeitig der Pausenstand.

Gleiches Bild auch im zweiten Durchgang, dem TSV Bergen fehlte in der Offensive die Durchschlagskraft und die Unterwössener hatten alles im Griff. Ab der 65. Minute waren die Gäste dann nur noch zu zehnt, nachdem sich Maximilian Meindl zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und völlig zurecht die glatt Rote Karte sah.

Nach einer Tätlichkeit sah Bergens Meindl die Rote Karte.

Sarjos Doppelpack bescherte Bergen den wichtigen Auswärtssieg

Dies schien allerdings der Hallo-Wach-Effekt bei der Mannschaft von Trainer Herbert Bischof gewesen zu sein. Denn nur kurz nach dem Platzverweis wurde der Schuss von Musa Sarjo von einem Unterwössener Abwehrspieler unglücklich abgefälscht, sodass Keeper Dominik Schiege keine Abwehrchance mehr hatte.

Im Anschluss entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In der 76. Minute drehten die Gäste tatsächlich die Partie. Nach einer Flanke sprang ein SVU-Abwehrspieler unter dem Ball durch und Sarjo köpfte die Kugel in einer Bogenlampe zur 2:1-Führung über Schiege hinweg ins Tor.

In den letzten Minuten warf Unterwössen alles nach vorne und hatte durchaus noch die Möglichkeiten auf den Ausgleich, ließ diese aber liegen. In einer langen Nachspielzeit brachte der TSV Bergen die knappe Führung schließlich über die Zeit und der Jubel kannte im Lager der Gäste keine Grenzen mehr. beinschuss.de war nach dem Spiel auf Stimmenfang.

„Über meine zwei Tore bin ich sehr glücklich“

Bergens Doppeltorschütze Musa Sarjo: Es war ein schweres Spiel heute, aber ich bin stolz auf die Mannschaft, wie wir uns zurückgekämmpft haben. Über meine zwei Tore bin ich sehr glücklich, vor allem weil ich eigentlich nicht für meine Kopfballstärke bekannt bin (lacht). Jetzt hoffe ich, dass es so weitergeht und wir am Ende der Saison in die Kreisklasse aufsteigen.

„Mit dieser Mannschaft ist alles möglich“

Bergens Kapitän Johann Berdan: Manchmal muss was passieren, damit ein Ruck durch die Mannschaft geht und das war heute die Rote Karte. Mir war bewusst, dass mit dieser Mannschaft alles möglich ist und nach dem Ausgleich hatten wir es im Griff. Wir mussten aber noch bis zum Schluss um den Sieg zittern. Ich bin unglaublich stolz auf mein Team, wir haben heute richtig gut zusammen gehalten. Die Euphorie im Verein ist groß und wir wollen jetzt den Meistertitel.

„Jetzt dürfen wir träumen“

Bergens Trainer Herbert Bischof: Wir haben schwer in das Spiel hineingefunden, waren zu verhalten und wollten keinen Fehler machen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass wir nach dem Platzverweis, der vollkommen gerechtfertigt war, noch einmal so zurückkommen. Ich wollte kurz davor umstellen, aber der Plan war dann erledigt. Wir haben einmal mehr gezeigt, dass wir konditionell gut sind und die Moral stimmt. Wir haben uns klasse zurückgekämpft und die Führung mit viel Einsatz über die Zeit gebracht. Am Ende muss man aber sagen, dass es ein glücklicher Erfolg war. Jetzt dürfen wir träumen, denn wir brauchen nur noch einen Sieg für den Aufstieg. Und das wollen wir im besten Fall schon kommendes Wochennde klar machen.

„Für uns heißt es jetzt Kopf hoch und weitermachen“

Unterwössens Trainer Kilian Lehrberger: Eine bittere Niederlage für uns. Der Ausgleich, der sehr unglücklich war, hat uns aus der Bahn geworfen. Der Platzverweis hat zudem Bergen Auftrieb gegeben und uns in vielleicht in falscher Sicherheit gewiegt. Dennoch sah ich uns 80 Minuten spielbestimmend. Leider können wir uns davon nichts kaufen, denn Fußball ist ein Ergebnissport. Bergen muss man gratulieren, wenn du aufsteigen willst, musst du solche Spiele eben gewinnen. Für uns heißt es jetzt Kopf hoch und weitermachen. Wir haben es bedauerlicherweise nicht mehr selber in der Hand und müssen auf einen Patzer von Chieming/Grabenstätt hoffen.

Bergen braucht nur noch einen Sieg - Unterwössen muss hoffen

Durch den Auswärtssieg hat der TSV Bergen jetzt fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten SG Chieming/Grabenstätt und könnten am kommenden Wochenende mit einem Dreier im Heimspiel gegen den WSV Aschau den Meistertitel und den Aufstieg in die Kreisklasse unter Dach und Fach bringen.

Der SV Unterwössen dagegen ist weiterhin Tabellendritter und muss bei noch zwei ausstehenden Partien auf einen Ausrutscher von Chieming/Grabenstätt hoffen, um noch auf den Relegationsplatz springen zu können. Am kommenden Samstag empfängt die Lehrberger-Elf den TSV Bernau.

ma