Nächster Heimsieg

Trotz weiterer Ausfälle: Starbulls-Eishockeyspieler landen Arbeitssieg gegen Weiden

Tobias Meier jubelt nach seinem Treffer zum 2:1 während Weidens Spieler geschlagen am Boden liegen.
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Tobias Meier jubelt nach seinem Treffer zum 2:1 während Weidens Spieler geschlagen am Boden liegen.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Statt der erhofften sechs Punkte zum Wochenende sind es für die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd nur vier geworden – dennoch war Starbulls-Trainer John Sicinski nach dem 3:1-Heimerfolg über die Blue Devils Weiden mit der Bilanz nicht unzufrieden.

Rosenheim – „In Höchstadt haben wir bekommen, was wir verdient hatten“, urteilte Sicinski noch zwei Tage danach hart über die Overtime-Niederlage in Höchstadt und vermutete dabei auch, dass seine Mannen den Gegner etwas auf die leichte Schulter genommen hätten. Die Zufriedenheit des Rosenheimer Coaches kam mit dem 3:1-Sieg über Weiden: „Mir war deshalb die Reaktion der Mannschaft wichtig.“

Das 2:1 der Starbulls Rosenheim gegen Weiden: Tobias Meier trifft nach schöner Vorarbeit von Simon Heidenreich.

Maxi Vollmayer und Kilian Steinmann fehlten gegen Weiden

Einmal mehr schafften es die Starbulls dabei, etliche Hürden zu bezwingen. Beispielsweise schon bei der Aufstellung, denn zu den schon in Höchstadt fehlenden Dennis Schütt, Sebastian Stanik, Enrico Henriquez-Morales und Kevin Slezak gesellten sich diesmal auch noch Maxi Vollmayer und Kilian Steinmann. Verteidiger Vollmayer wurde als Vorsichtsmaßnahme nicht nominiert, weil er als Kontaktperson in einem Corona-Verdachtsfall gelten könnte, Angreifer Steinmann hatte sich in Höchstadt in der Schlussphase verletzt. „Es hat mehr als ein kompletter Block gefehlt“, meinte Sicinski – und setzte einmal mehr auf den Nachwuchs. Mit Alexander Biberger feierte ein weiterer DNL-Spieler sein Debüt, letztlich stand in jeder der drei Verteidigungsreihen ein Akteur, der eigentlich noch für die Rosenheimer Junioren spielberechtigt ist.

Der Rosenheimer Ausgleich zum 1:1 durch Kyle Gibbons. Der Puck rutscht unter Weidens Keeper Bätge durch.

Rückstand nach 58 gespielten Sekunden

Die nächste Hürde, die man überwinden musste, ergab sich bereits nach 58 gespielten Sekunden. Da lagen die Starbulls schon im Rückstand, als Weidens Trainersohn Louis Latta nach einem Schlenzer von der blauen Linie aus kurzer Distanz einschoss. „Wir hatten Startschwierigkeiten“, musste Sicinski zugeben. Er präzisierte: „Wir hatten Probleme im Aufbau und Schwierigkeiten, unseren Spielfluss zu finden.“ Und so mühten sich die Rosenheimer und hatten mehr Torschüsse als die Gäste, sie waren allerdings nicht zwingend. Weidens Torhüter Timon Bätge – nach dem verletzungsbedingten Ausfall der beiden Goalies Luca Endres und Philipp Lehr verpflichtet – musste keine Großtat vollbringen, um seinen Kasten längere Zeit sauber zu halten. Die beste Starbulls-Gelegenheit vergab Alexander Höller freistehend, ehe 69 Sekunden vor der Sirene doch noch Jubel bei den Hausherren aufkam: Youngster Michael Gottwald spielte Kyle Gibbons vor dem Tor an und dieser war aus der Drehung erfolgreich.

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Weidens Trainer Ken Latta war mit der Schiedsrichterleistung nicht zufrieden.

„Wir hatten viele freie Schüsse und Abpraller nicht genutzt.“

So ein Tor gibt oft Sicherheit, und so war es auch bei den Rosenheimern. „Danach hatten wir mehr Zug zum Tor“, befand Sicinski, fand aber auch gleich Potenzial für Verbesserung: „Wir hatten viele freie Schüsse und Abpraller nicht genutzt.“ Gibbons, Curtis Leinweber und Höller vergaben gute Möglichkeiten, was sich beinahe gerächt hätte: Nach einem Fehlpass von Dominik Kolb hämmerte Weidens Michael Kirchberger die Scheibe an den Pfosten. Auf der anderen Seite nutzten die Starbulls einen ähnlichen Fauxpas von Weidens Dominik Müller: Simon Heidenreich zog vors Tor und beidente Tobias Meier, der für die Rosenheimer Führung sorgte. „Wir haben im zweiten Drittel alles falsch gemacht, was zuvor richtig war“, kritisierte Gäste-Trainer Ken Latta. Der haderte immer wieder mit Schiedsrichter Wohlgemuth – vor allem, als sein Angreifer Martin Heinisch zunächst verletzt in die Kabine und dann zur Untersuchung ins Krankenhaus musste.

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Chance für die Starbulls durch Simon Heidenreich, der an Weidens Keeper scheiterte.

Leinweber nach einem Gibbons-Anspiel per Rückhand erfolgreich

„Im letzten Drittel haben wir alles gegeben, aber es hat nicht gereicht“, so Latta. Kollege Sicinski freute sich hingegen, „dass wir dann so wenig zugelassen haben“. Müller hatte eine Doppelchance, mehr war aber nicht. Zu diesem Zeitpunkt führten die Starbulls aber schon mit 3:1, weil Leinweber nach einem Gibbons-Anspiel per Rückhand erfolgreich war. Der Arbeitssieg war unter Dach und Fach.

Alexander Höller kam freistehend zum Schuss traf aber nur die Maske von Weidens Keeper.

Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – Blue Devils Weiden 3:1 (1:1, 1:0, 1:0). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Dietrich, Krumpe; Gottwald, Kolb; Draxinger, Beck; Biberger – Bakos, Baindl, Höller; Bosecker, Leinweber, Gibbons; Meier, Daxlberger, Heidenreich; Maierhofer, Bauer, Lode.

Tore: 0:1 (1.) Louis Latta/Homjakovs, Palka, 1:1 (19.) Gibbons/Gottwald, Daxlberger, 2:1 (36.) Meier/Heidenreich, Daxlberger, 3:1 (48.) Leinweber/Gibbons, Bosecker; Schiedsrichter: Wohlgemuth; Strafminuten: Rosenheim 4, Weiden 8.

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