Trotz schneller 3:0-Führung gegen Füssen: Starbulls-Eishockeyspieler zittern sich zum Sieg

Das 2:0 für die Starbulls Rosenheim durch einen Schuss von Felix Linden (nicht auf dem Bild). Ziegler

9:0 gewannen die Rosenheimer Eishockeyspieler das erste Aufeinandertreffen mit dem EV Füssen im Rofa-Stadion und als es am Sonntagabend nach 18 Minuten 3:0 für die Gastgeber stand, mussten die Gäste aus dem Allgäu erneut mit einer Abfuhr rechnen

Rosenheim –. „Rosenheim ist saugut aus der Kabine gekommen, hat und überrollt und gerade, als ich glaubte, dass wir ins Spiel finden, haben die Starbulls zweimal eiskalt zugeschlagen“, analysierte Gäste- Coach Andi Becherer das erste Drittel. Warum es dann am Ende beim Rosenheimer 3:1-Sieg trotzdem noch eine enge Kiste wurde, hat zwei Gründe: Füssen wurde von Minute zu Minute stärker und frecher, Rosenheim ließ wieder einmal viele Chancen liegen und spielte zu nachlässig. So zitterten sich die Rosenheimer quasi zum Sieg und konnten sich in der Schlussphase zweimal auf ihren glänzend reagierenden Torhüter Luca Endres verlassen.

„Alles reingeworfen und gut gekämpft“

„Wir haben da alles reingeworfen und gut gekämpft und deshalb bin ich letztendlich zufrieden“, sagte Trainer John Sicinski, der auch die Leistung von Neuzugang Dennis Schütt positiv bewertete: „Bei ihm hat alles Hand und Fuß. Er ist ruhig an der Scheibe, er spielt hervorragende Pässe und wenn er unsere Systeme noch mehr verinnerlicht hat, werden wir viel Freude an ihm haben“.

Fehlen von Kumeliauskas machte sich bemerkbar

Die Starbulls erwischten einen guten Start und gingen bereits nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung, als Enrico Henriquez seinen Sturmpartner Michael Fröhlich bediente und der keine Mühe hatte zu treffen. Rosenheim diktierte das Spiel und sorgte mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung. Erst fand ein Schuss von Felix Linden den Weg ins Füssener Tor und dann traf Kevins Slezak im doppelten Überzahlspiel. Die Partie schien frühzeitig gelaufen, aber weil Rosenheim seine Chancen vergab – da machte sich wie schon in Regensburg das Fehlen von Torjäger Tadas Kumeliauskas bemerkbar – und Füssen aufdrehte, wurde es noch einmal spannend. „Wir haben es versäumt das 4:0 zu machen“, sagte Sicinski. Die dickste Chance hatte Josh Mitchell, der mit seinem Handgelenkschuss zentral vor dem Füssener Gehäuse nur das Torgestänge traf.

Sanitäter auf der Starbulls-Bank

So wurde es nach dem Anschlusstreffer durch Meier in den letzten zehn Minuten noch einmal richtig spannend. In der Schlussphase mussten sogar die Sanitäter noch einmal zur Rosenheimer Bank. Tobi Draxinger wurde vom Puck unter dem Knie getroffen, hatte kein Gefühl mehr im Fuß, doch es gab schnell Entwarnung. Und so fand alles ein gutes Ende – zumindest aus Starbulls- Sicht.

Starbulls Rosenheim – EV Füssen 3:1 (3:0, 0:0, 0:1).

Starbulls, Tor: Endres (Schunda); Verteidigung: Draxinger, Schütt; Vollmayer, Bergmann; Reiter, Linden. Sturm: Zick, Baindl Höller; Fröhlich, Henriquez, Mitchell; Slezak, Bucheli, Litesov; Heidenreich, Stanik, Wellhausen.

Tore: 1:0 (3.) Fröhlich (Henriquez, Mitchell), 2:0 (16.) Linden (Henriquez, Höller), 3:0 18.) Slezak (Mitchell, Vollmayer – PP2), 3:1 (50.) Meier (Deubler, Rott).

Zuschauer: 1840.

Schiedsrichter: Ruben Kapzan – Strafzeiten: Rosenheim 14, Füssen 18. bz

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