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FINALE UM DIE DEUTSCHE MEISTERSCHAFT

Trotz 3:5-Niederlage ist für Kolbermoors Tischtennisdamen noch nichts verloren

Kolbermoors Fu Yu gewann das Auftakteinzel gegen Nina Mittelham klar mit 3:0 Sätzen.
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Kolbermoors Fu Yu gewann das Auftakteinzel gegen Nina Mittelham klar mit 3:0 Sätzen.

Trotz der 3:5-Niederlage: Das erste Finale um die Deutsche Tischtennis-Meisterschaft hat gezeigt, dass das Kolbermoor durchaus in der Lage ist mit dem Bundesligakrösus Berlin mithalten zu können.

Kolbermoor – Mit einer 3:5 Heimniederlage haben Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen am Sonntag das erste Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen Berlin abgeschlossen. Am kommenden Samstag benötigen sie daher im Rückspiel in der Bundeshauptstadt einen Sieg um noch ein mögliches Entscheidungsspiel am Sonntag zu erzwingen.

Fu Yu hatte im Auftaktmatch Nina Mittelham immer im Griff

Das erste Finale war eine Begegnung, die gezeigt hat, dass das heimische Quartett durchaus in der Lage ist, mit dem Bundesligakrösus mithalten zu können. Drei Spiele gingen in den entscheidenden fünften Satz und in allen drei Fällen musste man den Berlinerinnen zum Sieg gratulieren.

Dabei fing eigentlich alles nach Plan an, hatte doch Fu Yu im Auftaktmatch ihre Gegnerin Nina Mittelham immer im Griff und gewann nicht unverdient mit 3:0 Sätzen. Doch das Unheil sollte die Gastgeberinnen – insbesondere Kristin Lang – schnell einholen.

Die 36-jährige hatte gegen Xiaona Shan bis auf den ersten Satz sehr gute Chancen, Punkt Nummer zwei auf dem Habenkonto zu verbuchen. Allerdings sollte sich der dritte Durchgang, in dem sie noch mit 5:3 führte als Knackpunkt erweisen. Als Lang nach einem Rückstand bis auf 9:10 an ihre Gegnerin herangekommen war, nahm Shan eine Auszeit und gesiegte Kristin Lang mit 11:9.

Nach dem Ausgleich zum 2:2 – der vierte Satz endete mit 12:10 – lag die Kolbermoorerin im fünften Durchgang mit 2:4 im Rückstand, nahm ein Timeout und konnte den Zwei-Punkte-Rückstand bis zum Seitenwechsel nicht mehr aufholen. Zwar gelang es ihr in der Schlussphase, kurzzeitig das Blatt zu wenden und eine 8:7-Führung zu erzielen. Am Ende stand sie nach der 8:11-Niederlage doch wieder mit leeren Händen da.

Im hinteren Paarkreuz recht unglücklich agiert

Im hinteren Paarkreuz agierte man ebenfalls recht unglücklich, wenngleich die beiden Dreisatzniederlagen durch Yuan Wan gegen die Ex-Kolbermoorerin Yaping Ding und Svetlana Ganina gegen Britt Eerland auf den ersten Blick ein anderes Bild geben. Dieser 1:3-Rückstand sorgte dafür, dass der Druck nicht unbedingt leichter wurde.

Während man auf der Gastgeberseite mit der ein oder anderen vergebenen Chance haderte, freute sich auf der Gegenseite Berlins Trainerin Irina Palina über das Zwischenergebnis. „Das Spiel ist zwar noch nicht aus, aber es läuft derzeit doch sehr gut für uns“, meinte sie in einem kurzen Statement.

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Duell der „Penholder-Spielerinnen“

Für den zweiten Durchgang hatte Kolbermoors Trainer Michael Fuchs nochmals ein paar Worte an seine Mannschaft gerichtet, die auch Früchte zu tragen schienen. Im Duell der „Penholder-Spielerinnen“ zwischen Fu Yu und Xiaona Shan führte die Portugiesin beispielsweise im ersten Satz mit 5:1.

Doch der sicher geglaubte Satzgewinn gelang nicht, verlor doch die auf Madeira lebende Spielerin am Ende noch mit 9:11. Im Entscheidungssatz, der notwendig wurde, lag Fu Yu schnell mit 4:1 in Führung, ehe Xiaona Shan ein Timeout nahm. Obwohl Yu beim Seitenwechsel noch mit 5:4 führte, geriet sie mit der Zeit in Rückstand und hatte plötzlich drei Matchbälle gegen sich. Schon den ersten konnte sie nicht abwehren und unterlag mit 7:11.

Unentschieden war noch möglich

Nach der Niederlage zum 1:4 wäre ein Unentschieden durchaus noch möglich gewesen. Kristin Lang arbeitete gegen Nina Mittelham auch daran und mit dem 11:9 Sieg im ersten Satz sogar recht erfolgreich. Allerdings sollte es auch hier in den Entscheidungssatz gehen, in dem Lang bei einer 5:4-Führung beim Seitenwechsel sogar noch leichte Vorteile zu haben schien.

Als sie dann auch noch mit 6:4 führte, Nina Mittelham eine gelbe Karte vom Zählrichter gezeigt bekam und auch noch ein Timeout nahm, schien der Weg zum Sieg vorgegeben zu sein. Doch nicht Mittelham kam aus dem Tritt, sondern Kristin Lang. Aus dem Zwei-Punkte-Vorsprung wurde ein 6:7-Rückstand, der die Kolbermoorerin veranlasste, ihrerseits noch ein Timeout zu nehmen. Das war aber wenig hilfreich, denn nach wenigen Ballwechseln stand es aus ihrer Sicht 9:10 und kurz darauf führte ein Fehler zur 9:11-Niederlage, was gleichbedeutend mit dem 1:5 Rückstand war.

Ein kurioses Ende des Spiels

Das Ende verlief dann etwas kurios. Zwar gingen sowohl Yuan Wan, die auf Britt Eerland traf und auch Svetlana Ganina – sie hätte es mit Yaping Ding zu tun gehabt – noch in die Boxen. Aber noch vor dem jeweiligen Spielbeginn gaben die beiden Berliner Spielerinnen ihre Begegnungen verletzungsbedingt ab, sodass am Ende ein 3:5 auf der Anzeigetafel stand. Michael Fuchs meinte nach Spielende: „Wir hätten vorne schon noch zwei Punkte benötigt um eine Chance zu haben. Aber Kristin Lang hat ziemlich Pech mit ihren Niederlagen gehabt“.

Auf der Gegenseite sagte Irina Palina: „Ein wenig Glück war schon dabei. Aber wir haben auch sehr gut gespielt“. (re)

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