Trotz 43:10 Torschüssen: Starbulls Rosenheim zittern sich gegen den Tabellenletzten zum Sieg

Die 1:0-Führung für die Starbulls:Dominik Daxlberger stand goldrichtig und staubte ab. Ziegler

„Ich freue mich richtig über das Ergebnis. Jetzt werden wir am Sonntag Höchstadt mit Sicherheit nicht auf die leichte Schulter nehmen“, erklärte Starbulls-Coach John Sicinski am Freitag nach dem Spiel gegen den Tabellenletzten. 4:3 haben die Starbulls trotz drückender Überlegenheit und einem Schussverhältnis von 43:10 gewonnen.

Rosenheim – Am Ende wurde es am Freitag für die Starbulls sogar zu einer Zitterpartie, als die Gäste aus Höchstadt ihren starken Keeper Benjamin Dirksen vom Eis nahmen. „Benjamin hat uns mit tollen Parade lange im Spiel gehalten und endlich haben wir auch einmal ein paar Tore erzielt“, lobte Höchstadts Trainer Martin Sekera nach der Partie.

Wieder zu viele Torchancen vergeben

Seine Einschätzung, dass sein Team eventuell sogar einen Punkt verdient gehabt hätte, war aber dann doch ein bisschen optimistisch. Auch wenn die Gäste zum Beispiel eine Riesenmöglichkeit zum 3:3 durch Maul hatten. Rosenheim aber besaß von dieser Güteklasse mindestens zehn Stück – nur verwertet haben sie davon die wenigsten. Das musste man den Hausherren ankreiden und auch, dass sie in einer Phase, als das Spiel tatsächlich eng wurde, unnötige Strafzeiten kassierten.

Ansonsten hätte die Truppe um den starken Kapitän Michael Baindl (ein Tor, drei Assists) die Partie lange vorher entscheiden müssen. Höchstadt gab aber zu keiner Phase des Spiels auf und spielte vor allem, als tatsächlich die Chance auf ein noch besseres Ergebnis da war, ziemlich mutig. Trotzdem sah Starbulls-Coach John Sicinski über 60 Minuten „ein gutes Spiel“ seines Teams und deshalb nahm er die „drei wichtigen Punkte auch gerne mit“.

Die nächsten drei Zähler sollen am Sonntag beim „Rückspiel“ in Höchstadt dazukommen. Dann fehlen wohl immer noch Verteidiger Matthias Bergmann, der sich laut Sicinski einer „kleinen Operation“ unterziehen musste und Dominik Daxlberger, der während des Spiels in der Kabine blieb, weil er einen Schuss abbekommen hatte. Beide Spieler sollen aber am 26. Dezember im „Volle Hütte-Heimspiel“ gegen Deggendorf wieder mit von der Partie sein.

Statistik: Starbulls Rosenheim – Höchstadter EC 4:3 (2:0, 2:2, 0:1). Starbulls: Steinhauer (Endres) – Draxinger, Krumpe; Heidenreich, Vollmayer; Reiter, Linden (Enk) – Höller, Baindl, Zick; Fröhlich, Kumeliauskas, Mitchell; Bucheli, Daxlberger, Henriquez Morales; Litesov, Stanik, Wellhausen.

Tore: 1:0 (13.) Daxlberger (Draxinger, Baindl), 2:0 (20.) Fröhlich (Baindl, Vollmayer PP1), 2:1 (21.) Seelmann, 3:1 (24.) Krumpe (Baindl, Mitchell), 3:2 (34.) Aab (Petrak, Neugebauer), 4:2 (38.) Baindl (Höller, Draxinger – PP1), 4:3 (51.) Petrak (Aab - PP1).

Zuschauer: 1670

Strafzeiten Rosenheim 6, Höchstadt 16

Schiedsrichter: Dominic Erdle. bz

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