Tristesse beim Weltcup-Team der Skilangläufer

Für die Langläufer des Stützpunkts Ruhpolding war es vor Weihnachten beim Sprint-Weltcup in Dresden nicht so recht gelaufen, während es beim ersten Continentalcup des Winters in Formazza (Italien) einige gute Ergebnisse gegeben hat.

Ruhpolding – In Dresden erfüllten Nadine Herrmann (Bockauer SV), Alexandra Danner (SC Lenggries), Anian Sossau (SC Eisenärzt) und Jonas Schröter (SCMK Hirschau) die Erwartungen nicht ganz. Die besten Ergebnisse fuhren die beiden Damen ein: Danner kam im Freistil-Sprint auf Platz 17, direkt dahinter reihte sich Herrmann ein. „Wir hatten uns schon mehr erhofft – vor allem bei den Jungs“, betonte Frank Nitsch aus dem Trainerteam des Stützpunkts Ruhpolding. „Wir wollten da in die Punkte rein.“ Doch nur Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen) überstand im Freistil-Sprint über 1,2 km als einziger DSV-Läufer den Prolog, war dann im Viertelfinale aber chancenlos – und das, obwohl die Top-Sprint-Nationen Norwegen und Schweden wegen der Corona-Krise gar nicht erst angereist waren. Als 32. hatte Anian Sossau nur 0,17 Sekunden Rückstand auf Platz 30, verpasste also nur ganz knapp die Qualifikation. Pech hatte auch Schröter (Platz 56). „Jonas hat in der zweiten Runde Zeit liegen gelassen“, erklärte Nitsch, der feststellen musste: „Bei uns klemmt einfach noch das Gaspedal. Bis zum WM muss eine Steigerung kommen.“

Anian Sossau im Pech

Im Mannschafts-Wettbewerb hatte Anian Sossau mit seinem Teamkollegen Janosch Brugger (WSG Schluchsee) dann Pech. „Anian war beim Wechsel in einen Sturz verwickelt.“ Damit gingen wertvolle Sekunden verloren, am Ende stand ein 19. Platz zu Buche. Nadine Herrmann ging den Team-Wettbewerb gemeinsam mit Antonia Fräbel (WSV Asbach) an und belegte Rang zwölf. Frank Nitsch hofft, dass der Knoten bei seinen Athleten jetzt bald platzen wird – eben auch hinsichtlich der Heim-Weltmeisterschaft in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März 2021). „Sie brauchen jetzt bald mal ein Erfolgserlebnis.“

Mit Florian Knopf (SLV Bernau), Albert Kuchler (SpVgg Lam) und Kim Hager (SC/TV Gefrees) waren auch drei Athleten des Stützpunkts beim Continentalcup-Rennen in Italien im Einsatz. Der Wettkampf wurde von Isolaccia nach Formazza verlegt. Dort fanden diesmal nur die Rennen für die U23 statt. Die Junioren durften nicht starten. Wegen der Corona-Pandemie sollen die Teilnehmerfelder gerade ja kleiner als üblich gehalten werden.

Knopfs Material passte nicht

Gleich am ersten Wettkampftag zeigte Kuchler seine Klasse. Der 22 Jahre alte Athlet kam über 15 km im klassischen Stil auf Platz 13. Er schaffte mit diesem Ergebnis auch die Teil-Qualifikation zur U23-WM. Bei Knopf lief es hingegen nicht rund. Er stieg am letzten Anstieg aus. Knopfs Material passte einfach nicht zu 100 Prozent – und so war nach 12 km Schluss. Am zweiten Tag über 20 km Freistil lief es dann besser. Platz 18 stand da am Ende für den 21 Jahre alten Langläufer zu Buche. Pech hatte Kim Hager. Sie war in der Spitzengruppe liegend in einen Sturz verwickelt und klagte danach über Schmerzen im Bein. Im Rennen über 10 km klassisch stand für Hager am Ende Platz 19, über 15 km Freistil wurde sie 22. Beste deutsche Athletin war Lisa Lohmann mit den Plätzen sechs und sieben; sie schaffte damit die Qualifikation für die U23-WM. who

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