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Bei der Triathlon-Hitzeschlacht am Chiemsee: Thomas Steger feiert seinen dritten Sieg

Bei den hohen Temperaturen tat jede Erfrischung gut. Weitz
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Bei den hohen Temperaturen tat jede Erfrischung gut. Weitz

In einer Hitzeschlacht hat der Österreicher Thomas Steger am Sonntag den 8. Eberl Chiemsee Triathlon vor dem dreifachen Europameister Michael Raelert auf der Mitteldistanz gewonnen. Die Schweizerin Caroline Steffen war schnellste Frau über die zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen. Auf der kürzeren Olympische Distanz (1,5/40/10 km) konnte Marc Eggeling erneut das Podium erobern, im Frauenfeld war kein Vorbeikommen an der Australierin Kelly-Ann Perkins.

Chieming –Insgesamt haben am vergangenen Wochenende 1247 Triathletinnen und Triathletenüber die verschiedenen Distanzen einzeln oder in der Staffel bei dem Triathlon-Festival in Chieming gefinisht.

Thomas Steger siegte zum dritten Mal am Chiemsee.

Wie im allerersten Jahr des Chiemsee Triathlons war auch in die achte Auflage eine Hitzeschlacht: Kaum bis gar keine Wolken, kein Wind, aber Temperaturen knapp unter 40 Grad.

Kein Neoprenanzug

Am frühen Vormittag stürzten sich die Teilnehmer in die Fluten des Bayerischen Meers. Diesmal auch ohne Neoprenanzug – denn dafür war der See mit über 24 Grad zu warm. Auf der Mitteldistanz setzte sich der hochfavorisierte Raelert erwartungsgemäß an die Spitze. Sogar den Top-Schwimmer Christof Wandratsch ließ er hinter sich. Auf der Radstrecke zeigte der Mitteldistanz-Experte, welch Klasse in ihm steckt und dominierte weitgehend das Feld. Horst Reichel, Julian Erhardt oder auch Steger eröffneten die Jagd auf ihn. Auf der Laufstrecke machte dann Steger mit jedem Kilometer Boden gut, bis er Raelert auf den letzten beiden der vier 5-Kilometer-Runden gepackt und distanziert hatte. Steger sicherte sich mit 3:39:58 den dritten Sieg am Chiemsee. Raelert, der von Frankfurt in den Süden Bayerns gewechselt hatte, wurde Zweiter vor dem Local-Matador Julian Erhardt.

„Die Radstrecke ist umwerfend“

Bei den Frauen kam Caroline Steffen zwar nicht an der Spitze aus dem Wasser. Auf dem Rad und dann auf der Laufstrecke spielte sie ihre Erfahrung und ihr Können aus. Mit einer Zeit von 4:07:57 brachte sie den Sieg nach Hause. „Die Radstrecke ist umwerfend“, lobte die sechsfache Ironman-Siegerin und zweifache Ironman-Vizeweltmeisterin das Rennen.

Danach kam fast schon die Überraschung des Tages: Mit einer absoluten Powerleistung hat sich Laura Zimmermann von Platz fünf auf den zweiten vorgekämpft. „Ich habe noch einmal alles rausgehauen“, sagte sie und lobte die Anwohner und Helfer vor Ort.„Die Einwohner haben mir quasi das Leben gerettet, Danke für die sämtlichen Wasserschläuche da draußen.“ Viele Chiemgauer hatten es für die Sportlerinnen und Sportler „regnen“ lassen. Dritte wurde die Britin Chantal Cummings.

Marc Eggeling wiederholte seinen Sieg aus dem Vorjahr

Die Australierin Kelly Ann Perkins siegte auf der Kurzdistanz.

Auf der Kurzdistanz wiederholte Marc Eggeling seinen Sieg aus dem Vorjahr. „In einem Rennen wie dem Chiemsee Triathlon ist es wahnsinnig wichtig, die Strecke zu kennen.“ Die Erfahrung von vier Teilnahmen in Chieming brachte ihm den zweiten Titel ein – vor Nikolaus Wihlidal und Maximilian Kirmeier, der am Vortag dafür souverän die Volksdistanz (0,5/20/5 km) gewonnen hatte. Bei den Frauen ging der Sieg nach Down-Under: Kelly-Ann Perkins rauschte über die Strecken und kam mit großem Abstand vor Vorjahressiegerin Caroline Lehrieder sowie Pauline Neidel ins Ziel. „Ich hatte eine großartige Zeit draußen auf den großartigen Strecken“, so die Australierin Perkins im Zielinterview.

Biathlon-Star Vanessa Hinz: “Ein Highlight des Jahres für mich

Julian Erhardt belegte den dritten Platz aud der Mitteldistanz.

Der Eberl Chiemsee Triathlon lockte auch in diesem Jahr nicht nur etliche namhafte Profis, sondern auch viele, viele ambitionierte Altersklassen-Athleten sowie diverse bekannte Quereinsteiger und Szene-Größen. Biathlon-Star Vanessa Hinz hatte im vergangenen Jahr ihre Premiere über die Kurzdistanz und in diesem Jahr – trotz Hitze – mit 2:33:41 ihre Zeit von damals sogar noch einmal um zwei Minuten unterboten. „Das ist schon immer ein Highlight des Jahres für mich“, sagte sie.

Der Chiemsee Triathlon bietet auch immer eine Heimat für Triathleten mit Behinderung. Dieses Jahr kämpften sechs Paratriathleten um die Deutsche Meisterschaft über die Kurzdistanz und mit Ulrich Sedlmeier (GSC Nürnberg) war auch wieder ein gehörloser Athlet am Start.

Erneut hat sich Maximilian Kirmeier am Samstag den Sieg über die Volksdistanz geholt. Beim Auftakt für das Triathlon-Festival am Bayerischen Meer war er mit einer Zeit von 1:00:33 der schnellste über die 500 Meter Schwimmen im Chiemsee, der 40-Kilometer-Jagd im Sattel durch das Chiemgauer Voralpenland und den fünf Kilometern in den Laufschuhen am Seeufer entlang.

Schnellste Frau war Sarah Schönfelder vom Triathlon Grassaumit einer Zeit von 1:09:21. Ihr folgten Kerstin Troch vom FTZ Mühldorf Team Siebzehnrübl (1:10:39) und Kerstin Hagerer vom CIS Amberg (1:11:16).

Mixed-Team-Relay ein voller Erfolg

Volksdistanz-Damensiegerin war Sarah Schönfelder, Triathlon Grassau.

Ein voller Erfolg war die Premiere der Mixed-Team-Relay . 20 mitunter hochkarätig besetzte Staffeln waren bei diesem neuen Wettkampfformat angetreten, das im kommenden Jahr in ähnlicher Form auch olympisch sein wird. Hohes Tempo brachten die Distanzen in den Wettkampf: 200m Schwimmen, 6,8 km Radfahren und 2 km Laufen.

„Das ist ein sehr kurzweiliges, aber sehr intensives Format“, sagte Triathlon-Weltmeister Daniel Unger, der mit seiner Frau Zuzka Unger und Tri-Legende Thomas Hellriegel, dem ersten deutschen Ironman-Hawaii-Sieger, an den Start gegangen war. Sein „Sportfreund Team“ schaffte es auf Platz 7.

Der Sieg in der Gesamtwertung ging nach Österreich. Das Team „BSP Mitte #luckysgang“ um den zweifachen Paralympics Champion Günther Matzinger sicherte sich den Titel

Die Vereinsmeisterschaft blieb im Austragungsort: Die ging an TSV Chieming Triathlon 2. Den Familien-Cup holte sich „LT Zwecks Da Gaudi – Familie Lang“.

Alle Infos und Ergebnisse gibt es unter chiemsee-triathlon.com re

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