Triathlet Michael Ager mischt jetzt bei den Profis mit

Michael Agerstartet erstmals mit einer Profi-Lizenz.

Beim letzten Rennen des vergangenen Jahres hat Michael Ager seiner ohnehin schon überragenden Saison mit vielen Top-Platzierungen und Siegen das i-Tüpfelchen aufgesetzt. Der Unterwössener Triathlet war im Oktober bei der Challenge Mallorca bester Altersklassen-Athlet und reihte sich im Gesamtklassement als starker 13. ein.

Unterwössen– Auch die neue Triathlon-Saison soll nun so erfolgreich laufen. Der 28-Jährige schlägt jetzt auch einen neuen Weg ein: Er hat sich für diese Saison nämlich erstmals eine Profi-Lizenz bei der Deutschen Triathlon Union (DTU) geholt – und damit auch eine Wette eingelöst. Die hat gelautet: „Wenn ich auf Mallorca gut abschneide, dann mache ich das.“ Uns so kam’s jetzt eben auch. „Ich will das jetzt mal eine Saison probieren und schauen, wie es so läuft“, sagt Michael Ager, der für Triathlon Grassau startet.

Weiter bei der Bereitschaftspolizei

Freilich weiß der Unterwössener auch, dass er die etablierten Profis „nicht gleich richtig ärgern wird“. Auch weil Ager seinem Beruf bei der Bereitschaftspolizei weiter in Vollzeit nachgehen wird. „Mir ist bewusst, dass ich deshalb nicht noch mehr trainieren kann“, sagt er. Wöchentlich sei sein Pensum bei rund 15 Stunden. „Das werde ich versuchen, auch so beizubehalten“, sagt er.

So ein wenig Profi-Luft konnte Ager aber auch schon die vergangenen Jahre immer wieder schnuppern. Denn er trainiert oft zusammen mit dem Überseer Profi-Triathleten Julian Erhardt, der übrigens auch seit rund drei Jahren sein Trainer ist. „Die Zusammenarbeit läuft sehr gut und ich bin Julian sehr dankbar“, sagt Ager.

Der Triathlet war übrigens schon immer sportlich unterwegs. Früher hat er in Unterwössen JuJutsu gemacht und war im Schwimmverein aktiv. „Beim Schwimmen bin ich dann hängen geblieben“, erzählt er. Über einen Freund sei er dann zu den Grassauer Triathleten gestoßen – und dort hat er schnell die Leidenschaft für diesen Sport entdeckt. „Dass man gleich drei Sportarten machen kann, finde ich reizvoll“, sagt er. „Man muss sich also nicht auf eine Sportart spezialisieren.“ Und: „Triathlon ist ein sehr ehrlicher Sport“, findet Ager, der übrigens am liebsten mit dem Rad unterwegs ist.

Hauptaugenmerk auf die Mitteldistanz

Seit 2015 taucht der Name von Michael Ager in den Ergebnislisten bei diversen Triathlon- und Laufveranstaltungen immer ganz weit vorne auf. Wie weit es in diesem Jahr für ihn nach vorne gehen wird, wird sich bald schon zeigen. Sein Rennkalender für die erste Saisonhälfte steht jedenfalls schon fest. Ager, der sich bisher eher auf die kurzen Rennen konzentriert hat, legt sein Augenmerk ab sofort verstärkt auf die Mitteldistanz-Rennen – dabei müssen die Athleten meistens 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen. Ager startet – sofern die Rennen wegen der Coronavirus-Krise stattfinden können – bei der Challenge Riccione (10. Mai), bei der Challenge St. Pölten (24. Mai) und bei der Challenge Heilbronn (21. Juni). Auch beim Eberl-Chiemsee-Triathlon (28. Juni) wird der Sportler aller Voraussicht nach am Start sein. In und um Chieming findeen in diesem Jahr ja zum zweiten Mal die bayerischen Polizeimeisterschaften über die Kurzdistanz statt. 2018 gewann Ager am Chiemsee den Titel. Das zweite Halbjahr ist dann noch offen. Aber der ehrgeizige Triathlet möchte auch hier, noch „ein bis zwei Mitteldistanz-Rennen machen“.

Zudem will er auch für seinen zweiten Verein, den TSV Eintracht Karlsfeld, bei ein oder zwei Regionalliga-Wettkämpfen am Start sein. Sein Heimatverein, Triathlon Grassau, musste sich hingegen von der Liga abmelden. Was Ager, der auch Teamkapitän gewesen ist, sehr schade findet. Aber die Personalnot habe den Schritt unumgänglich gemacht, erklärt er. bst

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