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Langdistanz-Weltmeisterschaft im slowakischen Samorin

Triathlet Frederic Funk holt WM-Bronze: Dieser Fehler kostete ihn rund eine Minute

Julian Erhardt war mit seiner WM-Premiere zufrieden. Er belegte in Samorin Platz 17.
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Julian Erhardt war mit seiner WM-Premiere zufrieden. Er belegte in Samorin Platz 17.

Frederic Funk kann kaum gestoppt werden. Bei der Langdistanz-Weltmeisterschaft von World-Triathlon im slowakischen Samorin zeigte der Unterwössener erneut eine starke Leistung, musste aufgrund eines Fehlers aber wertvolle Zeit liegen lassen.

Samorin – Der Unterwössener Profitriathlet Frederic Funk vom Team Erdinger Active hat bei der Langdistanz-Weltmeisterschaft von World-Triathlon im slowakischen Samorin den dritten Platz gefeiert. „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden“, betonte der 25-Jährige. „Und auch mit meinem dritten Platz, mehr war an diesem Tag nicht drin.“

Den Sieg über die zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 18 Kilometer Laufen sicherte sich der Franzose Pierre Le Corre, der eine Woche zuvor bei der Kurzstrecken-EM in München den zweiten Platz belegt hatte, mit einer Zeit von 3:11:15 Stunden. Zweiter wurde Funks Teamkollege Florian Angert (3:13:29). Funk benötigte für die Strecke 3:15:40 Stunden.

Auch Julian Erhardt war in Samorin am Start. Der Überseer Profi, der für Triathlon Grassau startet, belegte am Ende den 17. Platz (3:28:34). Er war damit unter dem Strich zufrieden. „Bei meiner ersten WM war mein Minimalziel unter die Top 20 zu kommen und das habe ich geschafft“, resümierte er.

Blöde Entscheidung beim Schwimmen

Frederic Funk zeigte in allen drei Disziplinen sehr solide Leistungen. Nur beim Schwimmen hatte er „eine blöde Entscheidung“ getroffen, wie er selbstkritisch eingestand. Er schwamm mit einem anderen Athleten ziemlich weit rechts, um so der Strömung zu entgehen. Doch weil es an diesem Tag fast keine Strömung gab, ließ er „rund eine halbe bis eine Minute liegen“. Le Corre verließ die unruhige Donau zusammen mit dem Südafrikaner Jamie Riddle als Erster.

Auf dem Rad spielte Funk dann bei starkem Wind seine Stärken aus und war auf dem flachen Radkurs schnell ganz vorne dabei. Angert führte zu diesem Zeitpunkt das Feld an, Le Corre fiel hinter Funk auf Rang drei zurück.

„Das ist halt schon frustrierend“

Der Unterwössener, der mittlerweile in Nürnberg lebt, zeigte sich schon im Vorfeld mit der 12-Meter-Abstandsregel nicht glücklich. „Das ist halt schon frustrierend“, sagte er auch nach dem Rennen. Und teilweise habe es Le Corre auch übertrieben – sprich: Sein Abstand war deutlich weniger und er reizte das Windschattenfahren damit mehr als erlaubt war aus. Funk zeigte sich hinterher aber als fairer Sportsmann: Er erkannte neidlos an, dass der Franzose „eine gute Leistung gezeigt hat und beim Laufen unschlagbar gewesen ist“. Beim Lauf legte Le Corre dann nämlich nochmals eine Schippe drauf und lief deutlich schneller als Angert und Funk.

Erhardt hadert mit seinem Schwimmen

Julian Erhardt hingegen war mit seinem Schwimmen gar nicht zufrieden. „Ich habe im Wasser zu viel Zeit verloren. Das ist ausbaufähig“, betonte er. Was ihn im Wasser auch sehr ärgerte, war die Tatsache, „dass manche Athleten das Ganze mit einem Boxkampf verwechseln“. So habe er von einem Kontrahenten permanent Schläge auf den Kopf bekommen, berichtete er. Auch deshalb sei die Ausgangslage für die letzten beiden Disziplinen dann nicht mehr so gut für ihn gewesen. „Aber mit meiner Rad- und Laufleistung bin ich unter dem Strich sehr zufrieden.“

Erst Zell am See, dann die USA

Für die beiden heimischen Triathleten geht es jetzt an diesem Wochenende gleich mit den nächsten Wettkämpfen weiter – allerdings an unterschiedlichen Orten. Frederic Funk wird am Sonntag beim Ironman 70.3 in Zell am See starten. 2019 wurde er bei diesem Mitteldistanz-Rennen über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen bereits Zweiter. „Diesmal würde ich gerne gewinnen„“, sagt er selbstbewusst und ergänzt: „Und ich denke, ich habe ganz gute Chancen, auch wenn das Rennen gut besetzt ist.“

Danach steht für Funk nur ein kurzer Zwischenstopp in seiner Heimat an, ehe es am Sonntag, 11. September, für ihn für zwei Monate nach Amerika geht. Neben einem Höhentrainingslager stehen für Funk in den USA auch zwei Rennen auf dem Programm. Er wird am 18. September in Dallas bei den US Open der Professional Triathletes Organisation (PTO) starten. Bei der Premiere dieser Rennserie im Juli bei den Canadian Open in Edmonton glänzte Funk und wurde trotz starker Konkurrenz Fünfter über die Mitteldistanz. Ende Oktober steht für ihn dann noch die Ironman-70.3-WM in St. George im Kalender.

Julian Erhardt bleibt derweil in Europa. Der Überseer startet am Samstag jetzt beim Sprint in Viernheim. Es ist das letzte Rennen der Rhein-Neckar-Cup-Serie – und diese hat Erhardt bereits vorzeitig gewonnen und damit das Triple geschafft! Für Erhardt geht es dann gleich nach Frankreich weiter. Dort steht für ihn am Samstag, 3. September, das Mitteldistanz-Rennen in Gerardmer auf dem Plan.

bst

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