Trainer Michi Mayer fordert: „Wir müssen den Spaß wiederfinden!“

Ein Sieg muss her beim Heimspielam Samstagabend in der Mittelschulturnhalle. Auf Nico Philipeit (im Angriff) muss Trainer Michi Mayer zwar verzichten. Er zeigt sich aber zuversichtlich, dass Mühldorf drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg holt. Fabian Bartsch

Volleyball 3. Liga: TSV Mühldorf ist ab sofort zum Siegen verdammt – am Samstag um 19 Uhr zu Hause gegen Dachau

Mühldorf – 2:0 geführt, und dann trotzdem das Spiel noch aus der Hand gegeben und gegen Niederviehbach mit 2:3 verloren. Was war da mit den Mühldorfer Drittliga-Volleyballern los, letzte Woche im Hexenkessel der Niederbayern? Die Spieler von Trainer Michi Mayer hatten im Kampf um den Aufstieg in die zweite Bundesliga wichtige Punkte auf der Strecke gelassen. Anstelle der anvisierten drei Zähler war es schließlich ein mageres Pünktchen, das den Mühldorfer zumindest half, den Anschluss zum Tabellenführer aus Eibelstadt zu halten.

Denn der führt derzeit die Tabelle mit 40 Punkten an, Mühldorf mit aktuell 33 Zählern hat noch einiges aufzuholen, um die Tabellenführung wieder an sich zu reißen. Während Eibelstadt noch zwei Spiele zu absolvieren hat, stehen bei Mühldorf noch fünf Spiele an, um in einem erhofften fulminanten Endspurt die Meisterschaft zu sichern. „Keine gute Konstellation, die der Spielplan hier offenbart. Gewinnen zu müssen, das setzt die Spieler ordentlich unter Druck!“, weiß natürlich auch Mühldorfs Trainer Mayer vor dem wichtigen Spiel am Samstag, zu Hause gegen den ASV Dachau (Beginn 19 Uhr/Mittelschule).

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Ein Druck, dem sie bereits letzte Woche in Niederviehbach nachgegeben hatten. „Mir ist es als Trainer nicht gelungen, das Team so zu coachen, dass es seine Leistung abrufen kann“, zeigt sich Mayer selbstkritisch. Doch weiß er auch, dass die Spieler in der Lage sein sollten, ihre individuelle Leistung abzurufen. „Ich kann da nicht mit Handauflagen anfangen!“ Was dem Mühldorfer Trainer aktuell etwas abgeht, ist die Unbekümmertheit, die der Liganeuling zu Beginn der Saison noch zu Tage gelegt hatte. Sieben Siege in Folge – davon sind die Mühldorfer aktuell weit entfernt. „Weil der Druck einfach zunimmt. Vorher hieß es: Wir können Meister werden. Jetzt will jeder, aber jeder einzelne setzt sich gewaltig unter Druck und ist entsprechend nervös!“ Dies zeige sich besonders bei den Aufschlägen, sagt Mayer, der betont, „dass wir letzte Woche ja nicht gegen den TSV Hanswurst gespielt haben. Niederviehbach ist saustark!“ Nach dem 2:0 hätten dann aber alle zu rechnen begonnen und schon sei der Fadern gerissen gewesen.

Seine Vorgabe: „Wir müssen den Spaß wiederfinden!“ Nicht viel rechnen, sondern einfach gewinnen, dann wäre Mühldorf auf der sicheren Seite. Den Auftakt zu diesem Endspurt soll das Spiel gegen den Siebten aus Dachau liefern. Eine junge Truppe, die zuletzt damit aufgefallen ist, dass sie zwar zu Hause eine Macht ist, drei Heimspiele in Folge nicht verloren hat. Doch auswärts hagelte es in den vergangenen fünf Partien nur Niederlagen. „Wir müssen aufpassen, dass wir Fabian Bergmoser in den Griff bekommen. Ihn auszuschalten, das sollte möglich sein“, so Mayer, der auf einen fast kompletten Mühldorfer Kader zugreifen kann, nachdem die vorher erkrankten Charles Kahn und Lars Rommel am Freitagabend wieder ins Training eingestiegen sind. Einzig Nico Philipeit steht beim Heimspiel nicht zur Verfügung, er muss arbeiten, „was sehr schade ist, denn Nico hatte zuletzt sehr gut trainiert“, bedauert Mayer, der aber mit Flo Gschwendtner, Iven Ferch und Charles Kahn gleich drei Alternativen im Mittelblock zur Verfügung hat. je

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