Torschütze Weixler musste ins Tor

Erst jubelte Kurt Weixler über sein 2:1 in Kastl und in den Schlussminuten musste er für den verletzten Kao ins Tor.
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Erst jubelte Kurt Weixler über sein 2:1 in Kastl und in den Schlussminuten musste er für den verletzten Kao ins Tor.

Kastl – Der SB Chiemgau Traunstein ist im vorletzten Auswärtsspiel des Jahres beim TSV Kastl in der Fußball-Landesliga Südost nicht über ein 2:2 hinausgekommen.

Mit dem Punktgewinn zeigte sich Rainer Elfinger hinterher nur bedingt zufrieden: „Wenn man auswärts zweimal in Führung geht, dann sollte man das über die Zeit bringen“, betonte der SBC-Coach. Vor allem ärgerte es ihn, dass Kastl „durch zwei unnötige Standardsituationen“ zu Torerfolgen gekommen ist. „Am Ende muss man sagen, ein Punkt ist besser als keiner“, ergänzte er.

So sah es auch der Kastler Abteilungsleiter Thomas Genz: „Mit dem Punkt können wir zufrieden sein, das 2:2 geht unter dem Strich in Ordnung“, fasste er zusammen. „Es war wichtig für die Moral, dass wir noch ausgeglichen haben und unsere Serie damit Bestand hat.“

In der 33. Minute gab es für den SBC dann eine Schrecksekunde. Kapitän Patrick Schön musste minutenlang nach einem Foul behandelt werden. Für ihn ging’s auch nicht mehr weiter und Schön wurde sogar ins Krankenhaus gebracht. „Mittlerweile gibt es aber Entwarnung“, berichtete Elfinger. Die Gäste steckten den Ausfall ihres Kapitäns aber gut weg und sie gingen noch vor der Pause in Führung.

Elfinger musste in der Pause dann den nächsten verletzungsbedingten Wechsel vornehmen. Divkovic klagte wieder über Leistenprobleme und konnte nicht mehr weitermachen. „Goran wird deswegen jetzt auch operiert“, informierte Elfinger.

Nach dem Wechsel kamen die Kastler schnell zum Ausgleich. Opara foulte nach Sicht von Schiedsrichter Michael Freund Tobias Urban im eigenen Strafraum. Dominik Grothe nahm das Geschenk an und verwandelte sicher zum 1:1 (53.). Doch die Antwort der Traunsteiner ließ nur drei Minuten auf sich warten: Der für Divkovic eingewechselte Kurt Weixler lief Richtung Kastler Tor und zog aus 20 Metern einfach mal ab – und sein Schuss saß! „So ein Tor macht nur der Kurt“, lachte Elfinger.

Der SBC-Coach wechselte in der 70. Minute noch einmal: Adrian Furch ersetzte Julian Galler. Das war ein Fehler, wie sich kurz darauf herausstellen sollte und der SBC-Coach fasste sich auch selbst an die Nase: „Ich habe früh den dritten Wechsel gemacht, das würde ich jetzt anders machen. Das war nicht so glücklich von mir.“ Denn kurz danach signalisierte Opara nach einem Laufduell, dass er wegen Oberschenkelproblemen raus wollte. In der Schlussphase rannte Kastl nun an, fand zunächst aber kein Durchkommen gegen die Traunsteiner Defensive. In der 79. Minute klappte es dann aber doch. Nach einer Ecke bekamen die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone und der Ball landete bei Timo Pagler, der die Kugel im langen Eck zum 2:2 versenkte.

Die letzten Minuten der Partie mussten die Gäste dann zu zehnt überstehen. Nach einem Foul an SBC-Tormann Marko Kao ging es für ihn nicht mehr weiter und weil Elfinger ja bereits dreimal gewechselt hatte, stellte sich Weixler ins Tor.

SB Chiemgau Traunstein: Kao, Sandner, König, Schön (38. Topic), Divkovic (46. Weixler), Opara, Vogl, Galler (69. Furch), Nag, Savric.

Tore: 0:1 Mike Opara (45.), 1:1 Dominik Grothe (53.), 1:2 Kurt Weixler (56.), 2:2 Timo Pagler (79.).

Schiedsrichter: Michael Freund (SV Perlesreut).

Zuschauer:165. sb

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