Italo-Kanadier David Vallorani ist ein Wunschspieler von Franz Steer

Topskorer aus Mailand

David Vallorani stümt nächste Saison für die Starbulls Rosenheim.
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David Vallorani stümt nächste Saison für die Starbulls Rosenheim.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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In einem Interview am 15. Juni mit der OVB-Sportredaktion sprach Starbulls-Eishockeytrainer Franz Steer von einem 1,73 Meter großen Stürmer mit dem er in Verbindung steht - jetzt hat genau dieser Angreifer einen Vertrag bei den Rosenheimern unterschrieben.

Es handelt sich dabei um den 26-jährigen, wieselflinken und technisch beschlagenen Außenstürmer David Vallorani. Ein Spielertyp, der in den letzten Jahrzehnten schon mehrfach in Rosenheim für Furore sorgte und ganz schnell zum Publikumsliebling avancierte - klein, flink, technisch stark und unberechenbar in der Spielweise. Da fallen einem spontan vor allem Dale Derkatch, Doug Derraugh oder Greg Squires ein. Das Zeug dazu, in deren Fußstapfen zu treten, hat Vallorani definitiv. Er wirbelte in der letzten Saison bei den Milano Rossoblu die gesamte italienische Liga durcheinander. In 43 Spielen erzielte der gebürtige Kanadier mit italienischem Pass 36 Tore und 40 Assists, davon elf Punkte in neun Play-off-Spielen. Damit war er in Mailand Topskorer und in der gesamten italienischen Liga rangierte er ohne die Play-off-Spiele mit 65 Skorerpunkten (34 Spiele/31 Tore/34 Assists) auf Rang zwei. Zum Vergleich: Eric Johansson, nächste Saison großer Hoffungsträger beim SC Riessersee, landete mit 44 Punkten (25/19) in 37 Spielen auf Rang 18.

Nach seiner Universitätszeit bei UMass-Lowell, wo er vier Jahre immer unter den besten Skorern zu finden war, stürmte er zwei Spielzeiten sehr erfolgreich in der East Coast Hockey League (ECHL). Ein Jahr zusammen mit dem Rosenheimer Philipp Grubauer (siehe Interview rechts) und ein Jahr mit Jamie MacQueen, der letzte Saison für Crimmitschau in 43 Spielen 30 Tore und 31 Assists in der DEL2 verbuchte. Bei den Utah Grizzlies war Vallorani Topskorer (69 Spiele/24 Tore/35 Assists), wobei MacQueen bei 36 Spielen (19 Tore/13 Assists) in etwa auf den gleichen Schnitt wie Vallorani kam. Bei den Reading Royals war der in Hamilton (Kanada) geborene Stürmer zweitbester Skorer. In 137 ECHL-Spielen erzielte der Italo-Kanadier 41 Tore und 77 Assists (Schnitt 0,86 Punkte pro Spiel). Er weiß also wo das Tor steht und wo seine Mitspieler gut postiert sind.

"Vallorani hatte ich ganz oben auf meiner Liste stehen und ich bin froh, dass er sich für uns entschieden hat", sagt Franz Steer. Der Starbulls-Coach hat sich mehrfach über Vallorani erkundigt und "alle Informanten haben mir nur Positives über ihn berichtet", erklärte Steer, der jetzt noch zwei, drei Spieler hat, die sofort unterschreiben würden. "Aber da bin ich jetzt ganz relaxt und lasse mir Zeit. Wenn ich allerdings hundertprozentig von einem Spieler überzeugt bin, kann es sein, dass ich sofort zuschlage. Da ist es dann egal, ob es ein Mittelstürmer, ein Außen oder ein Verteidiger ist", ist Steer nicht wählerisch. Vielleicht ist ja wieder ein Ausländer, den er im Interview am 15 Juni schon erwähnt hat. Zum Beispiel ein 1,95 Meter großer Brecher.

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