Töging vor Lokalderby Favorit

Christopher Scottist wieder fit und wird für den verhinderten Hannes Ganghofer in die Startelf rücken. Eschenfelder

Töging. – Wenn der Tabellenvierte, der zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen hat, einen abstiegsbedrohten Vierzehnten empfängt, dann ist die Rollenverteilung eigentlich klar.

Nicht so beim Fußball-Landesligaspiel des TSV Kastl beim FC Töging heute Abend (19.30 Uhr). Zumindest sieht es der FC-Trainer Mario Reichenberger so: „Das ist ein Lokalderby. Da steht es 50 : 50.“

Trotzdem kommt der FC Töging nicht um die Favoritenrolle. Immerhin hat die Truppe von Mario Reichenberger zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen, ist damit derzeit das stärkste Team der Liga und mit 23 Punkten nur zwei Punkte hinter den Aufstiegsplätzen, während der Vorsprung auf die Abstiegsrelegation bereits zehn Punkte beträgt. Das ist auch der Vorsprung auf den TSV Kastl, der in den jüngsten sechs Spielen daheim drei Siege holte, aber dreimal auswärts verlor. Kastl ist überhaupt extrem schwach auf fremden Plätzen. Der TSV holte nur zu Saisonbeginn Mitte Juli in Traunstein den einzigen Auswärtssieg. Seitdem verlor die Truppe von Jürgen Gal alle Auswärtsspiele. Gleichzeitig holte Töging in sechs Heimspielen drei Siege und ein Unentschieden.

Hinzu kommt, dass sich das Töginger Lazarett wieder lichtet und Christoph Baumann, Vitaly Blinov und Christopher Scott wieder im Kader stehen. Scott rückt sogar in die Startelf, wo er Hannes Ganghofer ersetzt, der sich auf Hochzeitsreise befindet. Baumann und Blinov werden zunächst nur auf der Bank Platz nehmen. Reichenberger: „Ansonsten wird sich an unserer Aufstellung nichts ändern.“

Auch das stärkt die Töginger Position. Zumal auch Reichenberger befindet: „Wir sind gut drauf, spielen vorne gut und stehen hinten stabil.“ Das ist auch nötig. Kastl, bei denen nach dem dritten Vereinswechsel inzwischen der Ex-Töginger Yunus Karayün spielt, sei gegen Töging „immer top motiviert“ und das Lokalderby „ist schwieriger als ein normales Spiel“. Reichenberger: „Wir werden aber sicher auf Sieg spielen.“

Denn nach dem ersten Drittel der Saison hat sich sein Team nach dem Holperstart gefunden und im oberen Tabellenfeld festgesetzt. Dennoch geht es für Reichenberger derzeit nur um den Klassenerhalt: „Aber wir haben das Potenzial, die Saison im ersten Drittel abzuschließen.“

Derzeit gehe es darum bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich zu sammeln und die Leistung zu stabilisieren. „Dann können wir mal schauen und eventuell reagieren“, so Reichenberger. „Im Moment schauen wir aber nur von Spiel zu Spiel.“ Und da gilt der Fokus jetzt dem Lokalderby und dem angestrebten sechsten Sieg in Folge. esc

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