FC Töging genießt Außenseiterrolle

Verteidiger Simon Hefter (links) ist in Karlsfeld wieder im Kader des FC Töging. Eschenfelder
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Verteidiger Simon Hefter (links) ist in Karlsfeld wieder im Kader des FC Töging. Eschenfelder

Töging. – Im drittletzten Spiel vor der Winterpause muss der Fußball-Landesligist FC Töging heute (13 Uhr) beim aktuellen Tabellenführer TSV Karlsfeld antreten.

Ein Spiel, in dem die Mannschaft von Trainer Mario Reichenberger als Neunter Außenseiter ist.

Die Ausgangslage ist eindeutig. Der TSV Karlsfeld ist mit 37 Punkten aktueller Spitzenreiter, hat bislang nur vier Spiele verloren und daheim nur eins. Und so pendelt der TSV seit Saisonbeginn beständig zwischen Platz eins und zwei der Liga. „Das ist eine sehr stabile Mannschaft“, hat auch FC-Trainer Reichenberger beobachtet. „Die spielen ihr Ding runter und brechen auch nicht ein, wie es manche erwartet haben.“

Anders der FC Töging. Er ist mit 29 Punkten Neunter und hat nur noch acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsrelegation. Aber bedenklicher ist die Entwicklung: Nach dem Höhenflug, der bis zum zweiten Platz führte, geht es für den FC in der Tabelle nur noch nach unten. Der letzte Sieg datiert vom 27. September in Kastl. Seitdem gab es in sechs Spielen keinen Sieg mehr. Und selbst das 1:1 vor einer Woche gegen den Vorletzten aus Dachau musste schon als Erfolg gewertet werden.

„Ich denke, dass wir trotzdem etwas machen können“, meint Reichenberger vor dem Spiel beim Spitzenreiter. „Karlsfeld spielt einen sehr schönen, offensiven Fußball. Das sind Mannschaften, die uns liegen. Wir haben nichts zu verlieren und werden locker aufspielen“, so der FC-Coach.

Dabei muss er wohl erneut seine Mannschaft umbauen. Zwar sind Stürmer Martin Stefcak und Verteidiger Simon Hefter, die am vergangenen Wochenende verhindert waren, wieder im Kader, dafür ist aber ein Einsatz von Kapitän Hannes Ganghofer wegen Rückenproblemen fraglich. Und so wird sich erst nach dem Abschlusstraining und kurz vor dem Anpfiff die tatsächliche Aufstellung entscheiden.

Doch das ist für den FC-Trainer ohnehin nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass wie gegen Dachau die Einstellung wieder stimmt und gekämpft wird. Immerhin ist Töging auswärts immer noch das drittbeste Team der Liga und hat erst zwei Spiele auf fremden Plätzen verloren. Außerdem hat das Team mit dem TSV noch eine Rechnung offen: Zu Saisonbeginn hat die Reichenberger-Truppe daheim 0:2 verloren. Wie vor zwei Jahren. Damals hatte der FC das Rückspiel dann 2:1 für sich entschieden.

So meint Reichenberger, der mit der Leistung gegen Dachau zufrieden war und die Außenseiterrolle genießt: „Ich denke schon, dass wir in Karlsfeld einen Punkt holen können. Das sollte das Ziel sein.“ Und wenn es mehr wird, würde sich auch keiner dagegen sträuben. esc

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