Töging gegen Vorletzten unter Erfolgsdruck

Christopher Scott (rechts) wird gegen Dachau voraussichtlich wieder in die Töginger Defensive rutschen und für Sicherheit sorgen. Eschenfelder
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Christopher Scott (rechts) wird gegen Dachau voraussichtlich wieder in die Töginger Defensive rutschen und für Sicherheit sorgen. Eschenfelder

Töging. – Der Fußball-Landesligist FC Töging steht am Samstag (14 Uhr) in seinem vorletzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den Vorletzten ASV Dachau gehörig unter Druck.

Zu ernüchternd waren die Ergebnisse im Oktober, zu enttäuschend war der Auftritt vor einer Woche beim abstiegsbedrohten Lokalrivalen TSV Ampfing.

FC-Trainer Mario Reichenberger las nach dem 4:5 in Ampfing und dem zwischenzeitlichen 0:4 seinem Team öffentlich die Leviten und machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Gerade gegen Teams aus den unteren Tabellenregionen würden es seine jungen Spieler an der nötigen Einstellung fehlen lassen. Die Folge: Im Oktober gelang seinem Team in fünf Spielen kein Sieg mehr. Zwei Unentschieden waren das höchste der Gefühle. Gegen Landshut, Rosenheim und Ampfing setzte es Niederlagen. Die gute Herbst-Serie ist damit fast schon wieder egalisiert. Töging ist vom zweiten Platz ins Tabellenmittelfeld auf Rang acht (28 Punkte) abgerutscht und hat beim eigenen Publikum (wieder einmal) Kredit verspielt.

Das soll sich gegen Dachau ändern. „Mir ist auf alle Fälle wichtig, dass wir anders auftreten.“ Um das zu erreichen, gab es unter der Woche eine „Ansage“, wie Reichenberger erzählt. Anscheinend mit Wirkung: „Die Jungs haben mit Vollgas trainiert. Ich gehe davon aus, dass die Einstellung wieder eine andere sein wird.“

Um das zu beweisen ist der ASV eigentlich der passende Gegner. „Dachau ist die negative Überraschung der Saison“, fasst Reichenberger deren Situation zusammen. Der Kader habe sich gegenüber dem Vorjahr, als Dachau Vierter wurde, nicht verändert; dennoch steht er jetzt mit elf Punkten auf einem Abstiegsplatz.

Dennoch sei Dachau nicht zu unterschätzen. Reichenberger: „Die haben sich in den letzten Wochen etwas gefangen.“ So gab es einen 1:0-Erfolg über Hallbergmoos und ein 2:2 gegen Unterföhring – beides auf eigenem Platz. Auswärts gab es für Dachau bislang nur einen Sieg und ein Unentschieden; dafür aber sieben Niederlagen. Der letzte Auswärtspunkt gelang Anfang September in Ampfing.

Personell wird Reichenberger umbauen müssen: Martin Stefcak ist auf der Hochzeit seines Bruders und Simon Hefter ist wegen einer Schulung verhindert. Christopher Scott, Daniel Ziegler, Vitaly Blinov und Manuel Schwaighofer werden in der Startelf gegenüber Ampfing wohl auf neuen Positionen stehen. Im Sturm werden entweder Jerome Faye oder Razvan Rivis auf Torchancen lauern. Reichenberger: „Das bringen wir das schon hin.“

Entscheidend werde ohnehin die Einstellung sein. „In der Liga geht es nur mit hundert Prozent“, betont Reichenberger noch einmal. Egal, gegen welchen Gegner es gehe. Der FC-Trainer ist davon überzeugt, dass es wieder besser wird: „Bisher war es immer so, dass sich die Burschen, wenn es Probleme gab, wieder zusammengerissen haben. Wenn der Einsatz wieder stimmt, dann kommt auch wieder was raus.“ Und das muss am Samstag sein: rehabilitieren und gewinnen. esc

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