Tischtennis aus Waldkraiburg

Waldkraiburg – Gleich zwei Spiele mussten die Waldkraiburger Tischtennis Herren am vergangenen Wochenende bestreiten.

Zunächst mußte man beim TSV Babensham antreten, einer Mannschaft, die man bisher noch nicht kannte und deren Spielstärke man daher nicht richtig einschätzen konnte. Nach den bisherigen Ergebnissen war jedoch klar, dass es ein schweres Spiel für die Waldkraiburger werden würde.

Und es wurde tatsächlich der erwartet harte Kampf, den die Waldkraiburger schließlich nach über vier Stunden Spielzeit mit 9:6 für sich entscheiden konnte. Ausschlaggebend für den knappen Sieg war, wie schon beim ersten Auswärtserfolg der Saison in Dorfen, wiederum eine ausgeglichene Mannschaftsleistung, bei der jeder Spieler einen Punkt zum Gesamtsieg beisteuern konnte. Überragend auf Waldkraiburger Seite war Abwehrstratege Fabian Nagelsdiek mit zwei Siegen im hinteren Paarkreuz. Insbesondere im zweiten Spiel musste er ein Marathonmatch absolvieren, um seinen Gegner, ebenfalls einen Abwehrspieler, niederzuringen. Erwähnenswert: in diesem Spiel dauerte ein einziger Ballwechsel fast fünf Minuten und ein einzelner Satz deutlich länger als zehn Minuten, so dass schließlich die Zeitspielregel in Kraft treten mußte. Bei dieser Regel muss der aufschlagende Spieler den Punkt spätestens bis zum 13. Ballwechsel gemacht haben; ansonsten bekommt der Gegner den Punkt zugesprochen.

Hier erwies sich der Waldkraiburger als der bessere Angreifer und konnte den fünften Satz dann klar für sich entscheiden.

Dieser Auswärtserfolg gegen einen als schlagbar eingestuften Gegner war für die Waldkraiburger besonders wichtig. Denn aufgrund des Spielplans war von Anfang an klar, dass man nach diesem Spiel nur noch gegen sehr spielstarke Mannschaften antreten würde, gegen die man nur Außenseiterchancen hat.

Das bekamen die Waldkraiburger gleich im nächsten Heimspiel gegen die spielstarke Mannschaft vom TSV Polling zu spüren, die im letzten Jahr noch eine Liga höher gespielt hatte. Hier erwischten die Waldkraiburger mit 0:3 einen miserablen Start im Doppel. In den anschließenden Einzeln konnten die Waldkraiburger, wie schon in den Spielen zuvor, ihre homogene Mannschaftsleistung bestätigen und in allen Paarkreuzen punkten. Doch, obwohl sie gut mithalten und die Partie noch ausgeglichen gestalten konnten, gelang es ihnen nicht mehr, den Rückstand aus den Doppeln wettzumachen und sie verloren das Spiel schließlich mit 5:9.

In den restlichen Vorrundenspielen stehen für die Waldkraiburger nur noch sehr schwere Brocken auf dem Programm, die von der Papierform her auch höher eingestuft sind. Deshalb müssen sie jetzt in jedem Spiel ihr Bestes geben, um noch den ein oder anderen Punkt zu holen und sich damit weiter von der Abstiegszone zu entfernen. Das dürfte allerdings schwer werden.

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