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Kolbermoorerin siegt im Doppel

„Mit Gold habe ich nicht gerechnet“: Laura Tiefenbrunner ist deutsche Tischtennis-Meisterin

Die Kolbermoorer Bundesligaspielerin Laura Tiefenbrunner sorgte im Doppel dafür, dass zumindest ein Titel an die Mangfall wanderte.
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Die Kolbermoorer Bundesligaspielerin Laura Tiefenbrunner sorgte im Doppel dafür, dass zumindest ein Titel an die Mangfall wanderte.

Laura Tiefenbrunner nahm mit ihrer Partinerin Sabine Winter im Doppel als einzige Kolbermoorerin eine Goldmedaille von den deutschen Tischtennis-Meisterschaften mit nach Hause. Kristin Lang flog im Halbfinale raus.

Bremen – Wenn alles gut gelaufen wäre, dann hätte es für die Tischtennisspielerinnen des SV-DJK Kolbermoor bei den deutschen Titelkämpfen in der ÖVB-Arena in Bremen ein großes Erfolgserlebnis gegeben – es blieb beim „Wenn“, denn am Ende sprang nur einer von mehreren möglichen Siegen heraus. Der hatte es aber in sich, denn Laura Tiefenbrunner holte im Doppel mit der Ex-Kolbermoorerin Sabine Winter (jetzt Schwabhausen) Gold im Doppel!

Der Weg ins Finale war mit klaren Siegen gepflastert – darunter einem 3:1 im Halbfinale gegen das Duo Bondareva/Klee (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim). Das erhoffte Traumfinale blieb zwar aus, da die Konkurrentinnen Krämer/Göbel zuvor Lang/Mittelham aus dem Weg geräumt hatten. Dennoch ließen Tiefenbrunner/Winter beim 3:0-Erfolg (11:9/11:4/11:9) keine Zweifel daran, wer an der Platte den Ton angibt. Spannung kam nochmals auf, als man im dritten Durchgang bei eigenem Aufschlag zwei Matchbälle hatte und den ersten zunächst vergab.

„Das Einzel war ungewohnt“

„Das Einzel war cool, aber ein wenig ungewohnt, da ja jetzt so lange kein Turnier war. Im Doppel war mein Ziel eine Medaille. Ich wusste, dass wir gut zusammenspielen können. Dass es Gold wird, damit habe ich nicht gerechnet“, so Tiefenbrunner.

Im Einzel erledigte Tiefenbrunner ihre Pflichtaufgabe zunächst mit einem klaren 4:0-Sieg gegen Luisa Reising (Alemania Riestedt), hatte dann aber das Pech, auf die Berlinerin Nina Mittelham zu treffen. Am Ende hieß es 2:4, wobei Tiefenbrunner auch in zwei weiteren Sätzen nahe dran war.

„Nur“ zweimal Bronze für Lang

Kristin Lang verpasste zwar ihren vierten deutschen Meistertitel, konnte sich aber mit zwei Bronzemedaillen trösten.

Für Kristin Lang hingegen entwickelten sich diese Titelkämpfe eher zum Albtraum. Die 36-Jährige war in allen drei Bewerben (Einzel, Doppel, Mixed) an Position eins gesetzt und musste sich dann letztlich mit zwei Bronzemedaillen zufrieden geben. Im gemischten Doppel landete sie mit Michael Servaty (SV Buschhausen) einen ungefährdeten Dreifacherfolg gegen das Duo Lemmer/Mohr (TSV Langstadt/NSU Neckarsulm) und meinte dann: „Das hat recht gut geklappt. Wir haben zum ersten Mal zusammengespielt, wollen aber den Ansprüchen als Nummer eins der Setzliste gerecht werden.“ Im Doppelbewerb, den sie mit der Berlinerin Nina Mittelham bestritt, stand Lang automatisch in der zweiten Runde.

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Und im Einzel startete sie mit einem ungefährdeten 4:0-Sieg gegen Lea Grohmann (TTK Anröchte). Kolbermoors Spitzenspielerin lieferte auch weiterhin überzeugende Leistungen ab, musste aber dann drei Begegnungen in drei Bewerben innerhalb von weniger als zwei Stunden absolvieren. Mit Michael Servaty verlor sie das Mixed-Halbfinale gegen Franziska Schreiner (TSV Langstadt) und deren Partner Tobias Hippler (1. FC Köln) sang- und klanglos mit 8:11/3:11/1:11. Im Doppel-Viertelfinale siegte Lang mit Nina Mittelham gegen die Paarung Caroline Hayok (Hannover 96)/Vivien Scholz (ESV Weil/Rhein) mit 3:1.

Großes Negativerlebnis im Einzel-Viertelfinale

Das große Negativerlebnis folgte aber im Einzel-Viertelfinale gegen Annett Kaufmann (SV Böblingen): Lang lief sie zunächst einem 1:2 Satzrückstand nach und drehte Durchgang Nummer vier nach einem 8:9-Rückstand noch in einen 11:9-Sieg um. Nach dem klaren 11:1-Erfolg im fünften Satz schien der Widerstand der 15-jährigen Kaufmann gebrochen zu sein. Doch weit gefehlt: Satz Nummer sechs ging mit 11:7 an die Böblinger Spielerin, die vor wenigen Wochen bei den Jugend-Europameisterschaften drei Goldmedaillen gewann.

Im entscheidenden siebten Satz führte Kristin Lang beim Seitenwechsel noch mit 5:3, geriet dann aber mit 7:9 in Rückstand. Obwohl die 36-Jährige in der Folge noch zum 9:9 kam, entschied Kaufmann den Krimi mit 11:9 für sich. „Insgesamt habe ich im Einzel nicht schlecht gespielt. Gegen Annett Kaufmann habe ich 1:0 nach Sätzen und 9:5 geführt. Bei einem 2:0 schaut es vielleicht anders aus. Aber gegen sie zu verlieren, ist keine Schande. Sie hat in den letzten Wochen sehr gute Ergebnisse gebracht“, merkte Lang an.

0:11-Satzverlust im Doppel-Halbfinale

Und im Doppel-Halbfinale wurde dem an Nummer eins gesetzten Duo die Grenzen aufgezeigt. Gegen Jessica Göbel (ttc eastside berlin) und Tanja Krämer (TSV Langstadt) musste man sich überraschend mit 0:3 Sätzen – in Durchgang Nummer zwei bekam man sogar die Höchststrafe von 0:11 aufgebrummt – beugen. Am Ende nahm Lang – da die dritten Plätze nicht ausgespielt wurden – zwei Bronzemedaillen (Mixed und Doppel) mit nach Hause. Es waren die DM-Medaillen Nummer 27 und 28. „Im Doppel haben wir schlecht gespielt. Ich habe mit Nina Mittelham schon zwei Jahre nicht mehr zusammengespielt. Und unsere Gegnerinnen haben fast alles getroffen“, resümierte Lang.

Die Jüngste im Bunde aus Kolbermoorer Sicht, Naomi Pranjkovic, zog sich achtbar aus der Affäre. Im Mixedbewerb, den sie mit Hermann Mühlbach (TV Hilpoltstein) absolvierte, traf sie in der ersten Runde auf den Dortmunder Erik Bottrof sowie die Ex-Kolbermoorerin Katharina Michajlova (jetzt in Diensten des TTC Grün-Weiß Staffel) und konnte zunächst einen 0:2-Satzrückstand wettmachen. Im Entscheidungssatz fehlte ein wenig das Glück. Dem 3:0-Sieg im Doppel mit der Lang-Bezwingerin Annett Kaufmann gegen Hildebrandt/Reising (TSV Radeburg/Alemania Riestedt) folgte im Viertelfinale eine 0:3-Niederlage gegen die ebenfalls zuletzt in Kolbermoor spielende Anastasia Bondareva (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim) und deren Partnerin Sophia Klee (TTC Weinheim).

Sehenswerter Auftritt von Pranjkovic

Eine sehenswerte Vorstellung lieferte die 16-jährige Schülerin im Einzel ab. Schon in der ersten Runde bezwang sie die U18-Bundeskaderspielerin Anna Schüler (SV Friedrichsgabe) deutlich mit 11:2/11:7/11:6/11:5. Auch wenn Pranjkovic im Achtelfinale der 41-jährigen Tanja Krämer (TSV Langstadt) zum Sieg gratulieren musste, so war sie trotz der 2:4-Niederlage über weite Strecken ebenbürtig. Den Beweis lieferte sie in den Sätzen drei und vier ab, die sie mit 11:8 beziehungsweise 11:7 gewann. Auch in Durchgang sechs war sie bis zum 9:9 ebenbürtig. eg

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