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Pleite zum Jahresauftakt

„Ein gebrauchter Tag“ – Kolbermoors Damen unterliegen Weil/Rhein mit 3:6

Svetlana Ganina fiel wegen einer Rückenverletzung beim Einspielen kurzfristig aus.
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Svetlana Ganina fiel wegen einer Rückenverletzung beim Einspielen kurzfristig aus.

Als einen gebrauchten Tag beschrieb Kolbermoors Trainer und Abteilungsleiter Michael Fuchs das Auswärtsspiel in Weil/Rhein. Erst verletzte sich Svetlana Ganina beim Einspielen, dann kamen die Kolbermoorerinnen mit 3:6 unter die Räder.

Weil/Rhein – Irgendwie scheint bei Kolbermoors Erstliga-Tischtennisdamen in dieser Saison der Wurm drin zu sein. Zwar lief es bei der deutschen Pokalmeisterschaft vor einer Woche mit dem Titelgewinn geradezu genial. Aber in der Meisterschaft stottert der Motor doch sehr. Zum Rückrundenauftakt musste sich das heimische Quartett, das derzeit nur im Mittelfeld der Tabelle zu finden ist, mit einer 3:6-Auswärtsniederlage beim ESV Weil/Rhein begnügen.

„Kolbermoors Damen sind natürlich Favorit, aber wir wollen versuchen, sie ein wenig zu ärgern“, war von Weils Abteilungsleiterin Doris Spiess im Vorfeld dieser Begegnung zu hören. Für die Gastgeberinnen hat es am Ende wunderbar geklappt. Für den derzeitigen Tabellenfünften, der jetzt sogar mit einem negativen Punktekonto belastet ist, ging dagegen fast nichts auf. Hinzu kam, dass das heimische Quartett kurzfristig auf Svetlana Ganina verzichten musste. Die 43-jährige Russin verletzte sich beim Einspielen so stark am Rücken, dass an einen Einsatz nicht mehr zu denken war.

Lang und Wan kamen schwer in Fahrt

Trotzdem war Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs nicht ganz mit dem zufrieden, was er so sah. Man konnte zwar anfangs einen Punkt auf dem Habenkonto durch das Doppel verbuchen, aber Kristin Lang und ihre Partnerin Yuan Wan kamen nur schwer in Fahrt. Besonders im ersten Satz, in dem sie von Anfang an einem Rückstand nachlaufen mussten, bekamen sie nur wenige Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen. In der Folge gewannen sie zwar die nächsten drei – zwei davon knapp mit 11:9 – Durchgänge, liefen aber zunächst immer einem 0:3 beziehungsweise 1:3 Rückstand nach. Beachtlich allerdings, dass sie im vierten Satz, als sie mit 5:9 im Hintertreffen waren, zu einem Spurt ansetzten, der ihnen – bei einem zwischenzeitlichen Timeout des ESV Weil beim Stand von 9:8 aus Sicht der Baden-Württembergerinnen – sechs Punkte am Stück einbrachte.

Lesen Sie auch: Das Ziel für Kolbermoors Tischtennis-Damen: Die Play-off-Runde und dann angreifen

Im vorderen Paarkreuz trennte man sich ebenfalls unentschieden, wobei sich die Begegnung von Yuan Wan gegen Polina Trifonova zu einem Wellenbad der Gefühle entwickeln sollte. Nach dem 11:9 im ersten Satz war sie im zweiten Durchgang mit der 7:3 Führung ganz klar auf der Siegerstraße. Als dann ihre Gegnerin beim Stand von 7:6 ein Timeout nahm, riss bei der Kolbermoorerin der Faden, was sich in einem 9:10 Rückstand bemerkbar machte. Wan hatte zwar dann nochmals einen Satzball, doch letztendlich setzte es eine 12:14 Niederlage in der Verlängerung. Es kam schließlich zu einem Entscheidungssatz, in dem sich die 24-Jährige beim Seitenwechsel eine 5:2-Führung erarbeitete. In der Schlussphase machte sie es nochmals spannend, als sie beim Stand von 10:5 zunächst zwei Matchbälle nicht verwerten konnte.

Kristin Lang verliert deutlich

Als Kristin Lang gegen Izabela Lupulesku, wo sie im ersten Satz mit der 2:11-Niederlage förmlich überfahren wurde, in vier Sätzen den Kürzeren zog und den Punkt zum 2:2-Ausgleich hinnehmen musste, hatte das Quartett aus dem Dreiländereck sein vermeintliches Zwischenziel, den Gegner zu ärgern, eigentlich schon erreicht. Für Kolbermoors Damen sollte es aber noch schlimmer kommen.

Zunächst einmal blieb Naomi Pranjkovic der erste Saisonsieg durch die Dreisatzniederlage gegen Ievgeniia Sozoniuk – in Durchgang zwei wehrte sie drei Satzbälle ab, unterlag aber in der Verlängerung mit 14:16 – verwehrt und dann verlor Kolbermoor auch noch einen kampflosen Punkt. Nach dem 2:4 Rückstand standen die Oberbayerinnen mit dem Rücken zur Wand. Lang konnte das sich anbahnende Unheil zunächst noch einmal mildern, als sie Polina Trifonova klar in drei Sätzen in die Schranken wies und auf 3:4 verkürzte. Eigentlich schien man nun auf einem guten Weg zu sein, zumindest einmal für den Ausgleich zu sorgen, als Yuan Wan gegen Polina Trifonova im ersten Satz mit 6:0 und später auch noch mit 10:8 führte.

„Im Endeffekt war es ein gebrauchter Tag“

Aber sie nutzte ihre Gelegenheiten und verlor mit 11:13 in der Verlängerung. Obwohl sie den zweiten Satz knapp mit 11:9 für sich entschied, stellte sich einerseits ihre Gegnerin immer besser auf sie ein und andererseits ging ihr doch ein wenig die Luft aus. Mit diesem Minuspunkt war Kolbermoors Niederlage perfekt, den letzten Zähler bekamen die Gastgeberinnen wieder geschenkt. Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs erklärte anschließend: „Der Boden in der Halle war etwas rutschig, was ich aber nicht als Entschuldigung gelten lassen möchte. Für mich war überraschend, dass Izabela Lupulesku im vorderen Paarkreuz zwei Punkte macht. Im Endeffekt war es ein gebrauchter Tag.“

Für Kolbermoor punkteten: Doppel: Lang/Wan (1); Einzel: Lang, Wan (je 1).

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