TISCHTENNIS

„Berlin Paroli bieten, wenn alle fit sind“ – Kolbermoors Kristin Lang vor dem Top-Spiel

Kolbermoors Kristin Lang möchte weiterhin um einen der vorderen Plätze mitmischen.
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Kolbermoors Kristin Lang möchte weiterhin um einen der vorderen Plätze mitmischen.

Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende geht es für Kolbermoors Tischtennisdamen erneut gegen den Serienmeister aus Berlin. Kristin Lang gibt Auskunft über die Erwartungen für die nächsten Spiele

Kolbermoor– Das vergangene und das kommende Wochenende hatte und hat für Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen zwei Spiele gegen den eigentlich Klassenprimus TTC Berlin eastside zu bieten. Frontfrau Kristin Lang gibt Auskunft über die knappe Niederlage im ersten Duell beziehungsweise über die Erwartungen für die nächsten Spiele.

Das erste Duell der beiden Top-Mannschaften endete mit einer 3:5-Niederlage für Kolbermoor. Hätten Sie ein solches Ergebnis erwartet?

Kristin Lang:Nein. Mit dieser jungen Mannschaft (Laura Kaim, 15 Jahre, Naomi Pranjkovic 16 Jahre, Laura Tiefenbrunner, 19 Jahre/Anm. d. Red.), noch dazu gegen Berlin, hätte ich dieses Ergebnis überhaupt nicht erwartet.

Die Mannschaft hat sich achtbar geschlagen. Was hat Sie am meisten gefreut?

Lang:Der Kampfgeist aller Spielerinnen. Es war vor dem Spiel klar, dass es sehr schwer für uns werden würde. Aber niemand hat auch nur einen Ball aufgegeben und jede hat an sich geglaubt, egal wer auf der anderen Seite als Gegner stand. Das fand ich super!

Sie haben gegen Berlin wiederum zwei Fünfsatzspiele absolviert. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn es zum Entscheidungssatz kommt?

Lang: Das ist mir auch erst nach den Spielen aufgefallen, dass ich die letzten Begegnungen immer im fünften Satz gewonnen habe – außer gegen Langstadt, da hat es im Entscheidungssatz nicht geklappt. Prinzipiell versuche ich, locker zu bleiben und Punkt für Punkt zu spielen – egal, wie es steht. Dann denke ich, dass, wenn ich alles versuche und um jeden Ball kämpfe, ohne dass es am Ende reicht, ich mir keinen Vorwurf machen muss. Meine Gegnerinnen trainieren ja auch und wir kennen uns untereinander alle gut. Manchmal liegt es einfach an der Tagesform. Deswegen versuche ich immer alles zu geben. Wenn es ein Play-off-Spiel gewesen wäre, wäre ich aber deutlich nervöser gewesen.

Am Wochenende spielen Sie mit ihrer Mannschaft zwei Mal. Wie hoch sind die Chancen, sowohl für das Berlin-Spiel wie auch einen Tag später beim TSV Schwabhausen?

Lang:Gegen Berlin wird es wieder sehr schwer sein, einen Punkt zu holen. Aber wir haben gezeigt, dass es auch mit einer jungen Mannschaft möglich ist und wir, wenn auch alle fit sind, Berlin Paroli bieten können. Allerdings wird uns Berlin jetzt auch ohne unsere Nummer eins Fu Yu nicht mehr unterschätzen. Gegen Schwabhausen wollen wir gewinnen, damit wir auf den vorderen Rängen in der Tabelle bleiben.

Bei Schwabhausen kann man es sich fast ausrechnen, wer spielen wird. Welche Mannschaft erwarten Sie bei Berlin?

Lang:Berlin wird, denke ich, mit der gleichen Aufstellung spielen, wie zuletzt. Ich mir vorstellen, dass Ding Yaping ihre Mannschaftskollegin Britt Eerland ersetzen wird, falls sie noch etwas Matchpraxis vor den Play-offs sammeln möchte.

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