Thiem-Bezwinger kommt – Italiener Thomas Fabbiano nächster Hochkaräter beim TC 1860 Rosenheim

1860-Neuzugang Thomas Fabbianohat vor einigen Wochen Dominic Thiem bei den US Open bezwungen. dpa
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1860-Neuzugang Thomas Fabbianohat vor einigen Wochen Dominic Thiem bei den US Open bezwungen.

Die Planungen beim TSV 1860 Rosenheim für die erste Saison im Tennis-Oberhaus laufen auf Hochtouren. Die Verantwortlichen konnten nun drei weitere Neuzugänge und eine Vertragsverlängerung für den Erstliga-Kader präsentieren.

Rosenheim– Der TC 1860 Rosenheim, Aufsteiger in die 1. Tennis-Bundesliga, bleibt dabei auch der italienischen Schiene treu, die von den Sechzigern eingeschlagen wurde. Nach Top-Spieler Lorenzo Sonego kommen mit Thomas Fabbiano (30) und Lorenzo Giustino (28) zwei weitere Spieler vom Stiefel.

Fabbiano, der im vergangenen Jahr für Erstliga-Absteiger Weinheim aufschlug, ist aktuell Nummer 116 der ATP-Weltrangliste und hatte 2019 seine Highlights bei den Grand-Slam-Turnieren: In Wimbledon schaffte er es bis in die dritte Runde und konnte dabei unter anderem den Griechen Stefanos Tsitsipas, Nummer sechs der Welt, in fünf Sätzen bezwingen. Bei den US Open warf er Österreichs Top-Star Dominic Thiem, Nummer vier der Welt, in vier Sätzen aus dem Bewerb.

Forza Italia! Neapolitaner schlägt für 1860 Rosenheim auf

Der gebürtige Brasilianer Christian Lindellspielt auch weiterhin in Rosenheim.

Giustino kennen die Rosenheimer Tennis-Fans bereits aus der abgelaufenen Saison, denn da spielte der gebürtige Neapolitaner für den schärfsten Konkurrenten Reutlingen – und gewann an der Pürstlingstraße gegen den 1860-Topspieler Federico Coria mit 6:4 und 6:3. „Da hat er eine ganz feine Klinge geschwungen“, schwärmt der Rosenheimer Teammanager Bernhard Gleißner von Giustino – und prophezeiht: „Mit ihm werden wir viel Freude haben.“ Auch er hat übrigens schon gegen Tsitsipas gewonnen.

Francisco Cerundolo gilt als eines der größten Talente in Südamerika

Ebenfalls neu im 1860-Kader ist Francisco Cerundolo. Der 21-jährige Argentinier gilt als eines der größten Talente seines Jahrgangs in Südamerika und hat sich in der ATP-Weltrangliste in großen Schritten verbessert: Ende 2017 stand er auf Rang 1211, Ende 2018 auf Platz 571 und aktuell ist er schon an Nummer 250 notiert. „Er hat richtige Sprünge gemacht, von ihm kann man durchaus etwas erwarten“, so Gleißner.

Der Schweden-Brasilianer bleibt in Rosenheim

Weiterhin an Bord ist Christian Lindell, der in der vergangenen Saison mit drei Siegen im Einzel und drei im Doppel eine makellose Bilanz für Rosenheim aufwies. „Er hat einen guten Aufschlag und ist am Netz gut“, sagt Gleißner. Und Vorstand Wolf-Dieter Dörfler ergänzt: „Er kann im Doppel für uns ganz wichtig sein.“ Der 28-jährige gebürtige Brasilianer wird seine ganze Routine mit einbringen und – ganz wichtig – zählt aufgrund seines schwedischen Passes als EU-Bürger. Wichtig deshalb, weil der Deutsche Tennis-Bund (DTB) beschlossen hat, dass nur ein Nicht-EU-Spieler pro Begegnung aufgeboten werden darf. „Eine Entscheidung gegen den Willen der Mehrheit der Bundesligisten“, sagt Thomas Detterbeck, der entscheidende Mann für Sponsoring bei den Sechziger-Tennisspielern.

Der halbe Kader steht bereits fest

Mit den Neuzugängen Sonego, Fabbiano, Giustino und Cerundolo sowie den verbliebenen Spielern Matteo Viola, Riccardo Bellotti, Lindell und Doppelspezialist Samuel Weissborn steht der halbe Kader für die neue Spielzeit bereits fest. Weitere Akteure stehen kurz vor der Unterschrift. Wenn es nach Vorstand Dörfler geht, dann soll auch ein Platz für den 17-jährigen Österreicher Lukas Neumayer freigehalten werden, der zuletzt in der zweiten Mannschaft gespielt hat. Auf der Junioren-Tour belegt das Talent aktuell Rang 59 und ist für die Orange Bowl, die Weltmeisterschaft für den Tennis-Nachwuchs, qualifiziert

Fünf Heimspiele: Dauerkarte für 40 Euro geplant

.Halten sich die 1860-Verantwortlichen weiterhin so ran, dann dürfen sich die Tennisfans in der Region freuen. Für die hat Detterbeck übrigens ein besonderes Schmankerl parat: „Wir planen eine Dauerkarte für den Preis von 40 Euro. Das ist für fünf Heimspiele mit absolutem Weltklasse-Tennis ein Spitzenangebot.“

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