Testspiel-Tourismus ins Ausland

Mannschaftstraining ist im bayerischen Amateurfußball wieder möglich, Testspiele sind aber noch nicht erlaubt.

Einige Testspiele waren für das kommende Wochenende in Bayern angesetzt, werden aber nicht wie geplant stattfinden können, weil die Erlaubnis durch die Landesregierung noch nicht vorliegt. Nichtsdestotrotz haben die ersten Partien im Juli auf Umwegen schon stattgefunden.

Die Regionalliga-Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth fährt bereits zu ihrem zweiten Testspiel zum Nachwuchs von Viktoria Pilsen. Die U23 des Kleeblatts bestritt ihr erstes Vorbereitungsspiel bei Kickers Offenbach (0:2). Dies war nur möglich, weil Offenbach als Profiverein eingestuft wurde. Ansonsten gilt in Hessen wie in Bayern weiterhin ein Verbot von Testspielen. Dies führt zurzeit zu einem „Testspiel-Tourismus“ in andere Regionen, in denen Testspiele wieder erlaubt sind. Die Junioren der SpVgg Ansbach spielten bereits in Württemberg, in Oberfranken würden sich für grenznahe Vereine wie beispielsweise die SpVgg Bayern Hof einige Optionen ergeben. Deren Teammanager Thomas Popp erklärt: „Wir könnten nach Thüringen, Sachsen und Tschechien ausweichen.“

Im Süden könnte der Grenzübertritt nach Österreich verlocken. Hansjörg Kroneck, Sportlicher Leiter des TSV 1860 Rosenheim, will jene Option aber nicht ziehen: „Wir hoffen, dass wir unsere Testspiele bald austragen können. In Österreich darf zwar schon gespielt werden, aber wir haben da im Moment noch nichts geplant. Zudem besteht das Problem, dass in Österreich Anfang August die Regionalliga mit der Saison beginnt. Dann ist es schwierig, einen Gegner zu finden. Sollten alle Stricke reißen und wir kein Testspiel bestreiten dürfen, würden wir den Ligapokal als Vorbereitung hernehmen.“ dme

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