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VORFREUDE AUF GROßE GEGNER

Tennisspieler von 1860 Rosenheim sind bereit für die Bundesliga - Saisonstart wegen Corona ungewiss

Neu: Pedro Sousa aus Portugal.
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Neu: Pedro Sousa aus Portugal.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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„Uns muss man erst einmal schlagen!“ Die Verantwortlichen des Tennis-Bundesligisten TC 1860 Rosenheim blicken optimistisch auf die neue Saison. Ob allerdings überhaupt gespielt werden kann, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden.

Rosenheim– Groß war die Freude, als die Tennisspieler von 1860 Rosenheim im Sommer 2019 die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd errungen hatten. Und noch größer war die Vorfreude bei den Verantwortlichen im Frühjahr 2020, als man den Kader für die erste Spielzeit der Rosenheimer im deutschen Oberhaus beisammen hatte.

Dann aber kam Corona und die Sechziger-Premiere in der Bundesliga wurde vertagt. In diesem Jahr soll der nächste Anlauf folgen: Die Spieltermine stehen, die Sechziger haben ihr Mannschaftsaufgebot beisammen – ob die Liga aber wirklich ausgetragen werden kann, ist aber noch ungewiss.

Lange auf erste Bundesliga hingearbeitet

„Grundsätzlich wollen wir schon spielen, schließlich haben wir ja darauf hingearbeitet, in der ersten Bundesliga spielen zu können“, sagt 1860-Tennis-Vorstand Dieter Dörfler. Er sorgt parallel zu den Planungen für die Profi-Mannschaft auch dafür, dass ab kommender Woche der Tennis-Nachwuchs wieder trainieren darf.

Thomas Detterbeck und Dieter Dörfler (von links) können einen schlagkräftigen Kader für die erste Bundesliga-Saison von 1860 Rosenheim präsentieren.

Wie es mit der Bundesliga und ihren zehn Vereinen tatsächlich weitergeht, ist aber wegen der Pandemie noch unklar.

Sonntags-Spieltermine in der Bundesliga werden schwierig

„Natürlich weiß, wie sich die Infektionszahlen entwickeln. Es ist nicht klar, ob es Quarantäne-Pflicht für Spieler gibt, die von Turnieren aus dem Ausland einreisen. Zudem verlangt die ATP-Tour wegen Corona derzeit eine frühzeitige Anreise zu ihren Turnieren. Und wenn die am Montag beginnen und die Spieler zwei Tage davor bereits angereist sein müssen, dann können wir die Sonntags-Spieltermine in der Bundesliga vergessen“, zählt Thomas Detterbeck, zuständig für das Management der Bundesliga-Mannschaft, die Unwägbarkeiten auf.

Und die wichtigste Komponente: Dürfen überhaupt Zuschauer kommen? Und wenn ja, wie viele? „Wir wollen ja für die Fans aus der Region spielen“, sagt Dörfler. Geht dies nicht, weil keine Zuschauer bei den Partien erlaubt sind, „dann macht es keinen Sinn, dann müssen wir die Saison nochmal verschieben“, fordert Detterbeck.

Ein paar Änderungen zum geplanten Kader von 2020

Gegenüber dem eigentlich geplanten Kader aus dem Frühjahr 2020 haben sich ein paar Änderungen ergeben. So stehen Lorenzo Sonego, Thomas Fabbiano, Francisco Cerundolo, Ricardo Bellotti und Dominic Inglot nicht mehr im Aufgebot. Sonego hätte man aufgrund seiner Turniererfolge – unter anderem besiegte er Novak Djokovic in Wien – nicht mehr neu verpflichten können, der Wechsel des mehrere Jahre zuverlässigen Punktesammlers Bellotti „war eine schwere Entscheidung für uns“.

Der Sympathieträger, der nun mehr auf die Trainerschiene geht, spielt künftig für Pforzheim. Brisanz birgt der Abgang von Südamerika-Talent Cerundolo zum Liga-Krösus Großhesselohe mit Teammanager Christopher Kas. „Die schwärmen immer von ihrem weltweiten Scouting und kommen bei den wichtigen Spielern dann nicht weiter als bis nach Rosenheim“, so Dörfler mit einem Augenzwinkern über den bereits dritten Abwanderer nach Großhesselohe.

Zurück: Der Österreicher Sebastian Ofner.

Österreicher Sebastian Ofner ist zurück

Allerdings haben sich die Sechziger auch einen Spieler von dort geschnappt: Der Österreicher Sebastian Ofner, der schon für Rosenheim gespielt hat, ist zurück. „Er kann wahnsinnig schnell von der Grundlinie spielen und kann fast jeden schlagen, wenn es bei ihm läuft“, urteilt Dörfler.

Mit Unterstützung von Scout Bernhard Gleissner sind auch der Portugiese Pedro Sousa und der Kolumbianer Daniel Elahi Galan neu in Rosenheim. Sousa sei als typischer Sandplatzspieler „ein richtiger Wadlbeißer“, Galan einer von vielen Daviscup-Spielern in den Reihen der Sechziger.

Neu: Daniel Galan aus Kolumbien.

Thomas Detterbeck: „Man muss uns erst einmal schlagen“

Vor allem im Doppel, das in der Bundesliga besondere Bedeutung besitzt, hat man noch einmal zugelegt: Zum erfahrenen Oliver Marach kommt sein gleichaltriger österreichischer Landsmann Alexander Peya. Beide standen einst auf Platz zwei und drei der Doppel-Weltrangliste. „Sie sind ein klarer Pluspunkt für uns“, meint Detterbeck, der sich beim Blick auf den Kader kämpferisch gibt: „Uns muss man erst einmal schlagen!“

Attraktive Heimpaarungen gegen Mannheim und Düsseldorf

Der Spielplan würde den Sechzigern attraktive Heimpaarungen gegen Meister Mannheim, Vizemeister Rochusclub Düsseldorf und Derby-Kontrahent Großhesselohe bescheren. Auch deshalb wäre das Feuer bei den Verantwortlichen entfacht. Die Entscheidung ob gespielt werden kann, dürfte noch im April fallen.

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