Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt: Knabl und Feuersinger siegen beim Vorsilvesterlauf

Kampf um den Gesamtsieg:Der spätere Zweite Filimon Abraham (LG Festina Rupertiwinkel) aus Teisendorf in Front vor dem Sieger Alois Knabl (Rückenwind Innsbruck).

649 Finisher und jede Menge guter Stimmung in einer nächtlichen Atmosphäre gab es beim 11. Aschauer Vorsilvesterlauf. Am Ende gab es in den Hauptläufen zwei österreichische Sieger.

Aschau – Spannende Rennen gab es bei der 11. Auflage des Aschauer Vorsilvesterlaufs: Direkt im Ortskern gab es mit 649 Finishern wieder jede Menge Stimmung und schönen Laufsport in einer nächtlichen Atmosphäre.

Sehr gute Bedingungen für alle Starter

Trockenes und zugleich kalte Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ebneten für die Teilnehmer diesmal sehr gute Laufbedingungen bei dieser Veranstaltung vom Aschauer Gewerbeverein und dem Lauffeuer Chiemgau. Hinsichtlich der Startplatzvorgaben blieb auch heuer wieder die Zahl der Starter stabil und deshalb gab es eine Steigerung von „nur“ zwei Läufern mehr im Vergleich zum Vorjahr. Ganz klar der schnellste Lauf des Tages war das Hauptrennen über 5 Kilometer im Kossmann-Nachtlauf mit 249 Finishern.

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Favoriten übernahmen schnell das Koomando

Früh nach dem Startschuss kristallisierten sich bei den Männern schon vorab alle Favoriten auf die begehrten „Top-8-Spitzenplätze“ heraus und am Ende gab es nach wechselnden Führungen auch einen sehr knappen Endspurt im Ziel: Der Österreicher Alois Knabl vom SK Rückenwind Innsbruck hatte die besten Spurtreserven. Der Tiroler Spitzenläufer arbeitete sich im Ziel auf beachtliche 14:51 Minuten und verwies damit den mitfavorisierten Filimon Abraham von der LG Festina Rupertiwinkel/TSV Teisendorf hauchdünn mit 14:53 Minuten auf den zweiten Rang. Der Vorjahreszweite Julian Erhardt vom Triathlon-Team aus Grassau sicherte sich mit 15:41 Minuten den dritten Platz: Der Profi-Triathlet konnte diesmal nicht ganz an seine schnelle Zeit vom Vorjahr anknüpfen. Gemeinsam auf den fünften Platz kämpften sich als schnellste regionale Vertreter zwei Athleten vom PTSV Rosenheim: Der Rosenheimer Stadtmeister Michael Pritzl und Michael Eder erzielten gute 16:05 Minuten.

Klare Verhältnisse in der Frauen-Konkurrenz

In der Frauen-Konkurrenz gab es klare Verhältnisse im Kampf um den Sieg: Die letztjährige Zweitplatzierte Therese Feuersinger vom Wave Tri Team der TS Wörgl setzte sich früh von der Konkurrenz ab und gab ihre Führung. Die Österreichische Staatsmeisterin auf der Tritahlon-Sprint-Distanz und Junioren-WM-Vierte 2017 eroberte den Sieg mit ausgezeichneten 17:40 Minuten. Damit war die 21-Jährige sogar 16 Sekunden schneller als im Vorjahr. Die Rosenheimer Stadtmeisterin und nationale Top-Bergläuferin Amelie Gugglberger vom PTSV Rosenheim bewährte sich ebenfalls mit einer deutlich schnelleren Leistung als bei ihrem dritten Platz im Vorjahr: Mit 18:02 Minuten spurtete sie am Samstag auf den zweiten Platz vor Katka Paprancova von der LG Würm Athletik/TSV Gilching mit 18:29 Minuten (3.) und der mehrfachen Bayerischen W14-Meisterin Anna Thaumiller von der SG Schönau mit 18:50 Minuten. Die zweifache Crosslauf-Vize-Europameisterin Kerstin Esterlechner vom gastgebenden Lauffeuer Chiemgau glänzte mit 18:52 Minuten als Fünfte. Der PTSV Rosenheim stellte zwei weitere Läuferinnen in der „Top 8“ der schnellsten Frauen: Amelie Hofbauer belegte den siebten Platz mit 19:03 Minuten vor Stefanie Walter (8./19:05 Min.).

Regionale Sieger bei den Kinderläufen

Im 1,7 Kilometer langen Café-König-Kinderlauf kamen die drei schnellsten Läuferinnen diesmal sogar aus der Region: Anita Blersch von den Triathleten des TSV Brannenburg holte den Gesamtsieg bei den Mädchen mit 7:14 Minuten. Dabei blieb ihr ihre Vereinskameradin Matylda Jozwiak dicht auf den Fersen mit 7:19 Minuten (2.) vor Helena Düring vom WSV Aschau mit 7:56 Minuten (3.). Zugleich war dies auch die „Top 3“ in der Klasse der weiblichen Jugend U12. Der schnellste männliche U12-Läufer des Tages war über 1,7 Kilometer Lukas Nörr vom Post-SV Tübingen mit 6:39 Minuten. In einem spannenden Finish kämpfte sich hier Jonas Hümmer vom TSV Brannenburg mit 6:40 Minuten auf den zweiten Platz vor Johannes Gaßner vom TSV Wasserburg (3./6:50 Min.). Rundum zufrieden zeigten sich die beiden Lauffeuer-Vorstände Stephan Danhauser und Christine Heckl mit dem gesamten Ablauf der Veranstaltung. Der kleine Wermutstropfen war allerdings, dass sich im ausverkauften 5 Kilometer-MediaKom-Hobbylauf nach wie vor trotz der Zeitvorgabe zu viele stärkere Läufer „einschleichen“ die vom zeitlichen Niveau eigentlich in den Kossmann-Nachtlauf gehören und deshalb vielen „echten“ Hobbyläufern eine Startplatzchance verwehren.

Zu viele starke Läufer im Hobbylauf

„Wir wissen schon gar nicht mehr wie wie das handhaben sollen, dass stärkere Läufer hier nicht mitlaufen sollen“, erzählte Christine Heckl, denn eine Wertung gibt es nach wie vor im Hobbylauf nicht und dennoch sollten hier die echten Amateure „ihr eigenes“ Rennen haben. In diesem Wissen fragte sich deshalb auch heuer wieder, ob es dann sportlich angemessen ist, wenn vermeintlich zu starke Läufer mit erhobenen Armen ins Ziel gar theatralisch und weltmeisterlich einlaufen. Echten Laufexperten blieb hier nur ein breites Lächeln über diese Sportler übrig.

Die Ergebnisse fünf Kilometer Kossmann-Nachtlauf, Männer: 1. Alois Knabl (SK Rückenwind Innsbruck) 14:51; 2. Filimon Abraham (LG Festina Rupertiwinkel) 14:53; 3. Julian Erhardt (Triathlon Grassau) 15:41; 4. Felix Pförtner 15:55; 5. Michael Pritzl (PTSV Rosenheim) 16:05; 5. Michael Eder (PTSV Rosenheim) 16:05; 7. Simon Ginder (Läuferclub Buchendorf) 16:12; 8. Luis Steiert (LG Stadtwerke München) 16:27;

Frauen:1. Therese Feuersinger (Wave Tri Team TS Wörgl) 17:40; 2. Amelie Gugglberger (PTSV Rosenheim) 18:02; 3. Katka Paprancova (LG Würm Athletik) 18:29; 4. Anna Thaumiller (SG Schönau) 18:50; 5. Kerstin Esterlechner (Lauffeuer Chiemgau) 18:52; 6. Sophie Rüchardt (Läuferclub Buchendorf) 18:53; 7. Amelie Hofbauer (PTSV Rosenheim) 19:03; 8. Stefanie Walter (PTSV Rosenheim) 19:05.

1,7 Kilometer Café-König-Kinderlauf, Männliche Jugend U10: 1. Linus Niemeyer (Chiemsee Renner TuS Prien) 6:55; 2. Leopold Rose (Chiemsee Renner TuS Prien) 7:02; 3. Maximilian Schmid (SpVgg Unterhaching) 7:31; 4. Korbinian Obermair (TSV Rohrdorf-Thansau) 7:45; 5. Leonhard Gaßner (TSV Wasserburg) 8:06; 6. Leon Jozwiak (TSV Brannenburg) 8:06;

Weibliche Jugend U10: 1. Valeska Stütz (Schule Eggstätt) 7:58; 2. Leni Sontheimer (TSV Wasserburg) 8:03; 3. Rebecca Sonntag (Chiemsee Renner TuS Prien) 8:11; 4. Nora Bots (TSV Brannenburg) 8:19; 5. Pia Sauer (TSV Bernau) 8:30; 6. Ida Gabriel (TSV Bernau) 8:46;

Männliche Jugend U12: 1. Lukas Nörr (Post-SV Tübingen) 6:39; 2. Jonas Hümmer (TSV Brannenburg) 6:40; 3. Johannes Gaßner (TSV Wasserburg) 6:50; 4. Felix Niemeyer (Chiemsee Renner TuS Prien) 7:11; 5. Corbinian Meier (TSV Brannenburg Triathlon) 7:15; 6. Lukas Kalauka (TSV Bernau) 7:18;

Weibliche Jugend U12: 1. Anita Blersch (TSV Brannenburg Triathlon) 7:14; 2. Matylda Jozwiak (TSV Brannenburg) 7:19; 3. Helena Düring (WSV Aschau) 7:56; 4. Leonie Steyer (TSV Ismaning) 8:09; 5. Penelope Mooser (TSV Bad Endorf) 8:28; 6. Paula Thalhauser (SV Nußdorf) 8:41. stl

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